Burkhard von Ulvingen


Lebensdaten

Personen-ID
Professbuch Band
A
Professbuch Kapitel
V. Die Mönche des 14. Jahrhunderts., Nr. 2
Professbuchnr.
96

Professbuchtext
Burkhard von Ulvingen (im bernischen Amtsbezirk Courtelary) wird von Radegg 1314 an fünfter Stelle aufgeführt209; er versah damals das Amt eines Thesaurars oder Schatzmeisters. Auch er wurde gefangen und mit den übrigen nach Schwyz geführt und dort festgehalten. Auch ihn nennen die Briefe vom März und Mai 1314, sowie die Urkunde vom 1. August 1314.
Seit 1322 erscheint er als Propst in Fahr und zwar den 8. September, anlässlich des Verkaufes einer Wiese an das Kloster Wettingen210. Den 24. Juni 1323 verlieh er den Hubacker zu Glanzenberg dem Bertold Weninger211. An dieser Urkunde hängt sein spitzovales Siegel (44 X 28 mm), das ein Schifflein mit zwei parallel gestellten, in die Wellen reichenden Ruder zeigt und die Umschrift aufweist: S’. BURKARDI. P ... SITI. IN. VAR212.
Im folgenden Jahre, 11. Juli 1324, erscheint er anlässlich eines Streites wegen der Fischenz in der Limmat, der zwischen dem Kloster Fahr und dem Vogte Jakob Schwend entstanden war213. Die Vogtei ging schon am 23. Juli 1325 an Rüdiger Maness von Zürich über214. Kurz darauf entstand ein neuer Streit wegen Fischenzen mit Konrad, Schultheiss von Baden, in dessen Verlauf Propst Burkhard uns den 19. Dezember 1325 wieder begegnet215. Im gleichen Jahre, den 18. September, wird er anlässlich eines Lehengeschäftes erwähnt216. Den 7. Januar 1326 verleiht er die an der Limmat zwischen Fahr und dem Dorfe UnterEngstringen gelegene Mühle an Konrad Müller217.
Das letzte Mal erscheint Propst Burkhard den 5. Mai 1326 als Zeuge in der Urkunde, durch die Lütold von Regensberg bekennt, dass er keinen Anspruch an die Fischenzen des Gotteshauses Fahr habe218. Das Nekrologium von Fahr hat zum 24. Februar den Eintrag: «Domnus Burchardus de Vluingen, prepositus huius monasterii»219, ein Zeichen, dass er wahrscheinlich in Fahr starb. Das Todesjahr ist unbekannt220.