Rudolf von Wunnenburg


Lebensdaten

Personen-ID
Professbuch Band
A
Professbuch Kapitel
V. Die Mönche des 14. Jahrhunderts., Nr. 1
Professbuchnr.
95

Professbuchtext
Rudolf von Wunnenburg. Rudolf, dessen Geschlecht bei Buwil im Thurgau beheimatet war, trat möglicherweise schon vor dem Jahre 1300 ein, doch begegnet er uns erst im Jahre 1314. Radegg, der ihn an vierter Stelle aufführt, nennt ihn: «hilaris, super hospite laetus, Est bonus et habilis, atque benignus is est»202. Die Stelle «super hospite laetus» lässt darauf schliessen, dass ihm die Sorge für die Gäste anvertraut war. Er wurde von den Schwyzern gefangen nach Schwyz geführt und dort bis zum 29. März gefangen gehalten. Er wurde von den Gefangenen am 10. März als Abgesandter an ihre vornehmen Verwandten gesandt und kehrte am 25. März mit Briefen der Grafen von Rapperswil und Toggenburg zurück. In diesen Briefen verwenden sich Lütold von Regensberg203 für seinen Sohn Johannes, die zwei Wunnenburg und den von Ulvingen; Graf Rudolf von Habsburg-Rapperswil204 für seinen Oheim Johannes von Regensberg und die drei andern; Graf Friedrich von Toggenburg205 für seinen Oheim von Regensberg und die drei andern Obgenannten. Freiherr Ulrich von Güttingen erklärte am 3. Mai 1314, die Gefangenschaft seiner Oheime Rudolf und Heinrich von Wunnenburg, sowie die des Johannes von Regensberg und des von Ulvingen nicht rächen zu wollen206. Nochmals begegnet uns Rudolf den 22. Nov. 1316, wo Rudolf, Rektor der Kirche in Lunkhofen, für den St. Moritzaltar in Einsiedeln eine Stiftung von zwei Jucharten Reben in Herrliberg machte. Der Nutzen dieses Weinberges sollte den beiden, Rudolf und Heinrich von Wunnenburg, zukommen, die abwechselnd jede Woche an einem Tage an dem genannten Altare für die Seelenruhe des Stifters, seiner Eltern und Wohltäter eine hl. Messe halten sollten. Nach dem Tode der beiden Wunnenburg sollte der Abt einen Konventualen mit der Erfüllung dieser Bestimmung betrauen207. Weiteres ist von Rudolf nicht bekannt.208)