Otto von Schwanden


Lebensdaten

Personen-ID
Professbuch Band
A
Professbuch Kapitel
IV. Die Mönche des 13. Jahrhunderts., Nr. 27
Professbuchnr.
94

Professbuchtext
Otto von Schwanden. Er war jedenfalls ein naher Verwandter des Abtes Johannes I. Ob er identisch ist mit jenem Otto von Schwanden, der 1275 als Inhaber der Pfarreien Hindelbank (Kanton Bern), Aegeri (Kt. Zug) und Aetigen (Kanton Aargau) erscheint193, muss dahingestellt bleiben. Er trat (wie die folgenden?) jedenfalls vor 1300 ins Kloster ein, denn 1314 wird er als der drittälteste des Konvents erwähnt.
Urkundlich begegnet uns Otto das erste Mal den 22. April 1313 als Propst von St. Gerold. Der Weihbischof von Chur, Bruder Bertold, rekonzilierte damals auf sein Ansuchen die Klosterkirche und die Kapelle des hl. Märtyrers Antonin in St. Gerold194. Den I.August 1314 war er in Einsiedeln bei der Errichtung der Urkunde über das Konventsiegel zugegen195 und den 29. Dezember 1315 im Schlosse Pfäffikon bei der Errichtung der St. Johannespfründe im Stifte durch Ritter Albert von Uerikon196. Radegg nennt ihn in seinem Gedichte Dekan des Stiftes. Wahrscheinlich versah er beide Ämter zugleich. Bei dem Überfall in der Dreikönigsnacht 1314 war er jedenfalls nicht in Einsiedeln. Er wird nochmals als Propst von St. Gerold in einer Urkunde vom 26. Februar 1317 genannt, wo er als Zeuge auftritt197. Schon 1319, den 21. Dezember, aber erscheint er als Propst von Fahr198. Den 22. Januar 1322 wird er als verstorben erwähnt199. Er wurde in Einsiedeln begraben und zwar im Grabe seines Verwandten, des Abtes Peter I. (1277—80), wie das ihm gesetzte Epitaph zeigt: «Hanc tumbam vere duo de Swanden subiere, Inter quos primus fuit abbas Petrus ac ymus Otto praepositus de vare lepore peritus.»200 Radegg nennt ihn bei der Aufzählung der Konventualen201 : «bonus est, blandusque discretus».