P. Clemens (Peter Aloys) Hegglin von Menzingen
Lebensdaten
Geboren 1828, Profess 1847, Gestorben 1924
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
16. Professen unter Abt Heinrich Schmid 1846-74., Nr. 2
Professbuchnr.
600
Professdatum
1847
Professbuchtext
P. Clemens (Peter Aloys) Hegglin von Menzingen. Geboren den 29. Juni 1828 als Sohn des Adelrich Hegglin und der Maria Elisabeth Meienberg. Er kam im Herbst 1840 als Student nach Muri, musste aber dort mit den Mönchen im Januar 1841 fort, worauf er nach Einsiedeln kam. Profess 16. Mai 1847. Priester 15. September, Primiz 5. Oktober 1851.
P. Clemens wirkte von 1851 bis 1861 an der Stiftsschule, daneben wurde er den 5. April 1853 Katechet für Dorf Binzen (sogen. Bauernkatechet). Am 12. September 1859 erfolgte seine Ernennung zum Kapellmeister. Als solcher nahm er den 30. Juli 1869 an der Versammlung des Cäcilienvereins in Regensburg teil. Von 1863 bis 1872 lehrte er auch Kirchenrecht bei den Fratres. Während der Abwesenheit von P. Georg Ulber in Rom musste er vom 14. November 1869 bis 3. September 1870 das Brüderinstruktorat übernehmen. Vom 12. März 1873 bis 7. Oktober 1875 war er auch Corrector mensae. Den 7. Oktober 1875 musste er als Moderator nach Disentis, von wo er jedoch am 3. August 1876 zurückkehrte, um am folgenden 20. September die Kapellmeisterei wieder zu übernehmen; zugleich wirkte er auch wiederum als Lehrer am Gymnasium. Den 4. November 1879 kam P. Clemens als Beichtiger nach Seedorf, dann 1888 als solcher nach Fahr, von wo er am 12. Januar 1901 ins Kloster zurückkehrte. Vom 18. Januar bis 5. Oktober 1901 wirkte er noch als Cooperator in St. Gerold, kam dann aber endgültig heim, wo er jedoch immer noch Unterricht in Klavier und Gesang, sowie den Novizen in Latein erteilte. Sehr gerne suchte er in den Ferien die Frauenklöster auf, um dort Choralunterricht zu erteilen. Noch 1915 bildete er aus Dorfbuben eine Sängergruppe, mit der er während den Ferien vierstimmige Messen aufführte. Schon am 6. Oktober 1901 hatte er sein goldenes Priesterjubiläum feiern können; am 23. Oktober 1921 konnte er sein siebzigjähriges begehen; und im Mai 1922 erlebte er sogar sein 75-jähriges Professjubiläum. Er starb als Senior des Klosters und der Kongregation den 24. November 1924 im Alter von 97 Jahren, ein Alter, das bis dahin noch kein Klostermitglied erreicht hatte622.
P. Clemens wirkte von 1851 bis 1861 an der Stiftsschule, daneben wurde er den 5. April 1853 Katechet für Dorf Binzen (sogen. Bauernkatechet). Am 12. September 1859 erfolgte seine Ernennung zum Kapellmeister. Als solcher nahm er den 30. Juli 1869 an der Versammlung des Cäcilienvereins in Regensburg teil. Von 1863 bis 1872 lehrte er auch Kirchenrecht bei den Fratres. Während der Abwesenheit von P. Georg Ulber in Rom musste er vom 14. November 1869 bis 3. September 1870 das Brüderinstruktorat übernehmen. Vom 12. März 1873 bis 7. Oktober 1875 war er auch Corrector mensae. Den 7. Oktober 1875 musste er als Moderator nach Disentis, von wo er jedoch am 3. August 1876 zurückkehrte, um am folgenden 20. September die Kapellmeisterei wieder zu übernehmen; zugleich wirkte er auch wiederum als Lehrer am Gymnasium. Den 4. November 1879 kam P. Clemens als Beichtiger nach Seedorf, dann 1888 als solcher nach Fahr, von wo er am 12. Januar 1901 ins Kloster zurückkehrte. Vom 18. Januar bis 5. Oktober 1901 wirkte er noch als Cooperator in St. Gerold, kam dann aber endgültig heim, wo er jedoch immer noch Unterricht in Klavier und Gesang, sowie den Novizen in Latein erteilte. Sehr gerne suchte er in den Ferien die Frauenklöster auf, um dort Choralunterricht zu erteilen. Noch 1915 bildete er aus Dorfbuben eine Sängergruppe, mit der er während den Ferien vierstimmige Messen aufführte. Schon am 6. Oktober 1901 hatte er sein goldenes Priesterjubiläum feiern können; am 23. Oktober 1921 konnte er sein siebzigjähriges begehen; und im Mai 1922 erlebte er sogar sein 75-jähriges Professjubiläum. Er starb als Senior des Klosters und der Kongregation den 24. November 1924 im Alter von 97 Jahren, ein Alter, das bis dahin noch kein Klostermitglied erreicht hatte622.
Schriften
Schriften: a) Gedruckte:
1. In «Pädagogische Blätter», bei Eberle, Rickenbach, Einsiedeln, erschienen: Kaiser Wilhelm und die Männerchöre. 10. Jahrgang. 1903. S. 409, 441. - Literatur zum Maimonat. 11. Jahrgang. 1904. S. 175. - Pius X. Motu proprio in schwacher Beleuchtung. 1904. S. 186, 218, 249. - Was ich meinen Schülern noch sagen wollte. 12. Jahrgang. 1905. S. 475. - Zur Kirchenmusik. 14. Jahrgang. 1907. S. 102. - Kirchlicher Kindergesang. 16. Jahrgang. 1909. S. 255. - Schleppen und Schreien beim kirchlichen Volksgesang. 1909. S. 194. - Gesang- und Gebetbuch für das Bistum Basel. 1909. S. 194. - Choral und Choralämter. 17. Jahrgang. 1910.
2. Mehrere Artikel in «Mariengrüße aus Einsiedeln», bei Eberle, Rickenbach, Einsiedeln.
3. Mit P. Fintan Furrer arbeitete er an der Neuherausgabe der sogen. Einsiedler Grammatik, die 1856 bei Benziger erschien. X 292.
b) Ungedruckte:
Orgel- und Musikplatz in der Stiftskirche. 4 °. M E 56, 1.
1. In «Pädagogische Blätter», bei Eberle, Rickenbach, Einsiedeln, erschienen: Kaiser Wilhelm und die Männerchöre. 10. Jahrgang. 1903. S. 409, 441. - Literatur zum Maimonat. 11. Jahrgang. 1904. S. 175. - Pius X. Motu proprio in schwacher Beleuchtung. 1904. S. 186, 218, 249. - Was ich meinen Schülern noch sagen wollte. 12. Jahrgang. 1905. S. 475. - Zur Kirchenmusik. 14. Jahrgang. 1907. S. 102. - Kirchlicher Kindergesang. 16. Jahrgang. 1909. S. 255. - Schleppen und Schreien beim kirchlichen Volksgesang. 1909. S. 194. - Gesang- und Gebetbuch für das Bistum Basel. 1909. S. 194. - Choral und Choralämter. 17. Jahrgang. 1910.
2. Mehrere Artikel in «Mariengrüße aus Einsiedeln», bei Eberle, Rickenbach, Einsiedeln.
3. Mit P. Fintan Furrer arbeitete er an der Neuherausgabe der sogen. Einsiedler Grammatik, die 1856 bei Benziger erschien. X 292.
b) Ungedruckte:
Orgel- und Musikplatz in der Stiftskirche. 4 °. M E 56, 1.
Quellen Professbuch
Schweizerische Rundschau pro 1921/22. P. Klemens Hegglin, 70jähriges Priesterjubiläum. (Benziger's Einsiedler Kalender 83, 1923).