Adam


Lebensdaten

Personen-ID
Professbuch Band
A
Professbuch Kapitel
III. Die Mönche des 12. Jahrhunderts., Nr. 3
Professbuchnr.
64

Professbuchtext
Adam. In Handschrift Nr. 300 finden sich 20 Verse, die eine Beschreibung der Gegend von Einsiedeln enthalten und die dem 12. Jahrhundert angehören. Dabei bemerkt eine Hand des 14. Jahrhunderts : «Istos versus compilavit Adam monachus huius loci»134. Die Verse lauten nach der bei Ringholz (S. 396) gegebenen Übersetzung: Jetzo drängt mich das Herz, zu schildern für jeden, ders [wünschet, Wie er beschaffen der Ort in dieser entlegenen Wüste, Und durch wessen Bemühen so wunderbar er sich erhoben. Jetzt ist er gross und geheiligt, bei allen in höchster [Verehrung, Und wird immerdar bleiben ein Spiegel des mönchischen [Lebens.
Dieses Werkes Beginn zu erzählen in bäurischem Stile, Sollte sich scheuen die Zunge; doch Gott, er möge sie lenken, Dass ich nur Wahres euch künde, weitab von jeglichem Neide. Rauh ist das Land, von sumpfigen Wassern umsäumet, Jedem der Zutritt verwehrend, der kaum zu erzwingen auf [Stegen, Passend dem wilden Getier und wohnliche Höhle den Bären, Auch der ermattete Wolf hier ruht, indes die Bewohner, Sicher nur wohnen in schattigen Tälern, auf unschönen Bergen. Sumpfland bedecket die Ebne, wo wenige wohnen, fast [niemand, Selbst die Jäger sie kennen sie nicht diese öden Gebiete. Wüster Boden und starrende Kälte bezeichnen die Stätte, Winterlich decket die Alpen der Schnee, mit eisigen Winden Trotzend der Sonne Gewalt, beinahe zu jeglicher Stunde. Allhier herrschet der Süd und der Nord und reichlicher [Regen, Kälte und Fieber und über dem glänzenden, schneeichten [Felde Scheint selbst Phöbus verdunkelt.135