P. Gerold (Beat Erasmus) Brandenberg von Zug
Lebensdaten
Geboren 1729, Profess 1748, Gestorben 1795
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
11. Professen unter Abt Nikolaus Imfeld 1734-73., Nr. 46
Professbuchnr.
393
Professdatum
1748
Professbuchtext
P. Gerold (Beat Erasmus) Brandenberg von Zug. Geboren den 2. Juni 1729 als Sohn des Ratsherrn und Stabführers Bernhard Brandenberg und der Barbara Helena Zurlauben. Der Vater hatte im bekannten Harten- und Lindenhandel eine grosse Rolle gespielt und deshalb flüchten müssen. Profess 21. November 1748. Priester 17. Juni, Primiz 24. Juni 1753. Als Erbe erhielt er 500 fl. zugesichert, für das Noviziat musste er «ein aufgerüstetes Beth mit zweyfachem Ueberzug und rauhem Tuch zu einem Laubsack, item ein Silberner Becher, ein silbernen Löffel, ein halbduzet Tisch Serviet, ein halbduzet Handzwelchen mitbringen; auf die Primiz war ein Kelch oder aber ein anständiges Messgewand nach Belieben des Abtes zu geben».
P. Gerold, dessen Bruder unter dem gleichen Namen in St. Gallen eingetreten war, wurde im Dezember 1755 Vizekapellmeister; er zeichnete sich besonders auf der Bassgeige aus. Den 24. November 1769 wurde er Corrector mensae und nach dem allzufrühen Tode von P. Markus Zech den 16. März 1770 Kapellmeister. Für Pater Matthäus wurde er den 30. August 1781 Direktor der Klosterdruckerei, welche Stellung er bis zu seinem den 11. Januar 1795 im Alter von 66 Jahren erfolgten Tode innehatte. «Vir candidus et pius vitam suam monasticam in Monasterio totam egit, nunquam nisi hac una, quae fatalis fuit, vice aegrotus, atque indesinenter Hebdomadarius in Choro et Refectorio, cum ordo id postularet annis 41 functus officio».
«Ergo et Tu? Tu quem nullo non tempore mirum
Ardebam exspiras eriperisque mihi?
Quos fidus jungebat amor difellimur ergo?
Divulsos melius junget at una dies.
Dum tuus hanc lucem sitiens exspectat amicus
Olli tu coelo ferto receptus opem.»415
«P. Gerold befand sich immer wohl vergnügt im Kloster. Er ware ein Eifferer der alten guten Gebräuche; befande sich niehmals missvergnügt, liebte sonders die Ordnung und den Chor; dahero er auch vorzüglich bey den Oberen ein wahres Bedauren zurückgelassen»416.
P. Gerold, dessen Bruder unter dem gleichen Namen in St. Gallen eingetreten war, wurde im Dezember 1755 Vizekapellmeister; er zeichnete sich besonders auf der Bassgeige aus. Den 24. November 1769 wurde er Corrector mensae und nach dem allzufrühen Tode von P. Markus Zech den 16. März 1770 Kapellmeister. Für Pater Matthäus wurde er den 30. August 1781 Direktor der Klosterdruckerei, welche Stellung er bis zu seinem den 11. Januar 1795 im Alter von 66 Jahren erfolgten Tode innehatte. «Vir candidus et pius vitam suam monasticam in Monasterio totam egit, nunquam nisi hac una, quae fatalis fuit, vice aegrotus, atque indesinenter Hebdomadarius in Choro et Refectorio, cum ordo id postularet annis 41 functus officio».
«Ergo et Tu? Tu quem nullo non tempore mirum
Ardebam exspiras eriperisque mihi?
Quos fidus jungebat amor difellimur ergo?
Divulsos melius junget at una dies.
Dum tuus hanc lucem sitiens exspectat amicus
Olli tu coelo ferto receptus opem.»415
«P. Gerold befand sich immer wohl vergnügt im Kloster. Er ware ein Eifferer der alten guten Gebräuche; befande sich niehmals missvergnügt, liebte sonders die Ordnung und den Chor; dahero er auch vorzüglich bey den Oberen ein wahres Bedauren zurückgelassen»416.
Schriften
Als Komponist hinterließ er in der Musikbibliothek des Stiftes folgende Stücke:
1. Et incarnatus - coll Echo ä 2 Canti, 2 Alt, Violin, Viola Past. Musikbibliothek Theke 418, 5.
2. Laudate - Cant. ult. in A: 418: 1.
3. Beatus - 4 voci - Sinf. in D: 418: 3.
4. Kyrie - dito in D: 418: 4.
5. Agnus angelicum - dito in D: 283: 6; 418: 6.
6. Magnificat - dito in D: 418: 2.
1. Et incarnatus - coll Echo ä 2 Canti, 2 Alt, Violin, Viola Past. Musikbibliothek Theke 418, 5.
2. Laudate - Cant. ult. in A: 418: 1.
3. Beatus - 4 voci - Sinf. in D: 418: 3.
4. Kyrie - dito in D: 418: 4.
5. Agnus angelicum - dito in D: 283: 6; 418: 6.
6. Magnificat - dito in D: 418: 2.