P. Franz Xaver (Franz Jakob Josef) Rusconi von Luzern


Lebensdaten
Geboren 1699, Profess 1718, Gestorben 1752

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
10. Professen unter Abt Thomas Schenklin 1714-34., Nr. 11
Professbuchnr.
304

Professdatum
1718

Professbuchtext
P. Franz Xaver (Franz Jakob Josef) Rusconi von Luzern. Geboren den 22. Februar 1699 als Sohn des Franz Josef Rusconi und der M. Jacobea Schnyder von Wartensee. Er war ein Vetter des P. Franz von Fleckenstein. Profess 20. März 1718. Priester 21. März, Primiz 6. April (Ostermontag) 1722. Zum «Eintritt» in den Herrenstock gaben er und P. Fridolin am Tisch 12 gebratene Tauben zum besten. Als Frater führte er vom 13. März 1717 bis 31. Dez. 1723 ein Tagebuch (A. HB 13), das allerdings durch die Schärfe des Urteils gelegentlich auffällt. Daraus erfahren wir, dass eine seiner Schwestern, Maria Barbara, am 24. März 1719 mit einem Johann Baptist Sereni von Sursee heiratete. Eine zweite Schwester, Maria Victoria, trat am 14. September 1719 in Hermetschwil ein und legte dort am 14. September 1720 als Maria Gertrud Victoria Profess ab. Eine weitere Schwester, Elisabeth, legte den 21. November 1719 in Fahr als Schwester Maria Victoria Profess ab, während eine andere, Cäcilia, 14 Tage vorher mit einem Meyer sich verheiratet hatte. Den 26. Mai 1720 legte ein Vetter als Fr. Bernhard in Rheinau Profess ab, wo er später Abt wurde (1744-53). Von Abt Bonifaz II. in Pfäfers erhielt P. Franz Xaver den 5. Oktober 1722 ein Teilchen vom unversehrten Herzen und von den Gebeinen des Nicolaus Rusca von Sondrio, der seiner Familie angehörte. Auf Weihnachten 1723 stellte er mit Hilfe des P. Maurus von Roll eine Krippe auf, die verschiedene Bilder zeigte; an der Vigilvesper Abraham und die drei Engel; an Weihnachten Moses, der aus dem Nil gezogen wird; am 26. das Opfer Noes nach der Sündflut; am 27. Moses und die Juden, das Manna sammelnd; am 1. Januar das Opfer Isaaks und am 2. den Segen Isaaks über Jakob.
P. Franz Xaver wurde bald nach der Primiz Kapellmeister. 1738 begann man nach seinen Plänen und Ideen den Konventgarten anzupflanzen mit «Grünhägen, Hagenbuechli und anderm». Am
4. August 1738 musste er Nuntius de Barnis ein kostbares Kreuz überbringen, für dessen Bemühungen um das neue Brevier. Von 1740, 7. Mai, bis 1747 stand er der Stiftsdruckerei vor. Schon den 28. November 1739 war er, jedenfalls nur für kürzere Zeit, nach St. Gerold gekommen. Im Juni 1746 suchte er das Bad Pfäfers auf. Den 6. Dezember 1747 kam er wieder nach St. Gerold, wo er den 5. Januar 1752 ad interim Propst wurde. Er starb bereits den 8. November 1752 daselbst, 54 Jahre alt.