P. Claudius (Josef Viktor) Dietler von Solothurn
Lebensdaten
Geboren 1670, Profess 1691, Gestorben 1710
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 61
Professbuchnr.
253
Professdatum
1691
Professbuchtext
P. Claudius (Josef Viktor) Dietler von Solothurn. Geboren den 19. März 1670 als Sohn des Jakob Dietler und der Maria Johanna Thomann. Profess 3. Mai 1691; dabei erhielt er zu Ehren des damals in Einsiedeln lebenden grossen Wohltäters des Klosters, Kanonikus Claudius Jacquet von Pontarlier302 den Namen Claudius. Priester 28. Mai, Primiz 5. Juni 1695. Als Erbe erhielt er 400 Thaler.
P. Claudius wurde den 5. Dezember 1698 Direktor der Stiftsdruckerei, welches Amt er aber am 16. November des folgenden Jahres wieder aufgab, da er seit dem 27. Juni für P. Basil Lehrer der Rhetorik war. Am 6. Januar 1700 hielt er als Rhetoriklehrer den feierlichen Ingress mit einer Rede im Konvent; er hatte sechs Schüler. Am 11. Juni 1700 wurde er dazu noch Praeceptor. Den 23. September 1700 exhibierte er als Schulmeister «ein fein Actiönlin, so er Bonitatis divinae Miraculum titulierte und Historiam S. Reaniae (?) exhibierend, so bis auf 3 Uhr gewähret. Am Schluss distributio praemiorum». Schon am 23. Februar d. J. hatten die Schüler während des Nachtessens, wohl unter seiner Leitung, «ein kurtzes und kurtzweiliges Actiönlin» aufgeführt. Den 16. August 1701 wurde er Vizekapellmeister. Gesundheitshalber kam er den 11. Februar 1704 von der Schule weg. Den 1. April d. J. ging er nach Sonnenberg zur Erholung. Hierauf wurde er, den 17. Oktober 1704, Pfarrer in Eschenz; doch blieb er nur ein Jahr dort, dann war er Küchenmeister, Archivar und seit dem 20. Dezember 1709 Kapitelssekretär. Den 6. Februar 1710 wurde er Novizenmeister und Fraterinstruktor, blieb aber Kapitelssekretär. Nachdem er «10 Tag ein hitziges Fieber und ohnerdräglichst Hauptweh ausgestanden, darzue endtlich ohngemeine Gichter geschlagen», starb er den 14. März 1710, erst 40 Jahre alt, «eximius rhetor et poeta»303.
P. Claudius wurde den 5. Dezember 1698 Direktor der Stiftsdruckerei, welches Amt er aber am 16. November des folgenden Jahres wieder aufgab, da er seit dem 27. Juni für P. Basil Lehrer der Rhetorik war. Am 6. Januar 1700 hielt er als Rhetoriklehrer den feierlichen Ingress mit einer Rede im Konvent; er hatte sechs Schüler. Am 11. Juni 1700 wurde er dazu noch Praeceptor. Den 23. September 1700 exhibierte er als Schulmeister «ein fein Actiönlin, so er Bonitatis divinae Miraculum titulierte und Historiam S. Reaniae (?) exhibierend, so bis auf 3 Uhr gewähret. Am Schluss distributio praemiorum». Schon am 23. Februar d. J. hatten die Schüler während des Nachtessens, wohl unter seiner Leitung, «ein kurtzes und kurtzweiliges Actiönlin» aufgeführt. Den 16. August 1701 wurde er Vizekapellmeister. Gesundheitshalber kam er den 11. Februar 1704 von der Schule weg. Den 1. April d. J. ging er nach Sonnenberg zur Erholung. Hierauf wurde er, den 17. Oktober 1704, Pfarrer in Eschenz; doch blieb er nur ein Jahr dort, dann war er Küchenmeister, Archivar und seit dem 20. Dezember 1709 Kapitelssekretär. Den 6. Februar 1710 wurde er Novizenmeister und Fraterinstruktor, blieb aber Kapitelssekretär. Nachdem er «10 Tag ein hitziges Fieber und ohnerdräglichst Hauptweh ausgestanden, darzue endtlich ohngemeine Gichter geschlagen», starb er den 14. März 1710, erst 40 Jahre alt, «eximius rhetor et poeta»303.
Schriften
Schriften:
Symian erwähnt nachstehende, nicht mehr erhaltene Stücke:
1. Carmina probe latine scripta - Symian GB 6. S. 302.
2. Emblemata in electionem Abbatis Mauri. Ibid. S. 303.
3. Item illa, quae in Sacello S. Mariae Magdalenae extant, non unius metri carmine explicata, poetam seu authorem suum commendante poesis elegantia. Ibid. S. 303.
4. Affectiones poeticae auf die Sekundizfeier des hochw. Herrn Canon. Claudius Jaquet am 21. Dec. 1699. Vide Symian A.NB1. S.176.
Symian erwähnt nachstehende, nicht mehr erhaltene Stücke:
1. Carmina probe latine scripta - Symian GB 6. S. 302.
2. Emblemata in electionem Abbatis Mauri. Ibid. S. 303.
3. Item illa, quae in Sacello S. Mariae Magdalenae extant, non unius metri carmine explicata, poetam seu authorem suum commendante poesis elegantia. Ibid. S. 303.
4. Affectiones poeticae auf die Sekundizfeier des hochw. Herrn Canon. Claudius Jaquet am 21. Dec. 1699. Vide Symian A.NB1. S.176.