P. Christophorus (Heinrich) zur Gilgen von Luzern


Lebensdaten
Geboren 1670, Profess 1685, Gestorben 1714

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 53
Professbuchnr.
245

Professdatum
1685

Professbuchtext
P. Christophorus (Heinrich) zur Gilgen von Luzern. Geboren 1670. Profess 18. März 1685. Priester 14. Oktober, Primiz 21. Oktober 1691. An der Primiz nahm sein Bruder, P.Heinrich, teil; geistlicher Vater war Chorherr Jodocus Bachmann aus Luzern und Prediger Pfarrer Peter Marti aus Inwil.
P. Christophorus wurde den 11. September 1693 Lehrer der Rhetorik und Poesie. Den 21. Januar 1695 exhibierte er unter dem Mittagessen «ein über die massen schönes Gespräch zwüschen der Liebe und den 4 Cardinal Tugendten, welche alle durch unsere Scholaren gespihlt worden, das endtlich 2 Chori beschlossen, so fidem und spem repraesentirten»294. Den 21. März 1695 exhibierte er unter dem Regulartisch «ein kurtz Actiönlin, darinn Gregorius Magnus und dann die Keysser, König in Hispania, Frankreich, Ungarn und Polen erzeilten, wie der hl. Orden S. Benedicti in Ihre Land und Rich kommen und was für grosser Nutz dardurch sie erhalten. Welches endtlich von zweyn Discantisten so Chorweiss gegen andern gesungen, beschlossen worden. Darby ist der Aufzug mitsampt der Composition gantz kurtzweilig gewesen»295. Am 25. Juni 1695 musste er als Prediger nach Luzern. Den folgenden 26. September führte er auf «pro ascensu studiosorum eine feine Comoedi, nach dem Mittagessen so sich über drei Stunden erstreckt. Der Concept ware: Inconstantia Constans Fortuna, extra Deum in Agrippa Rege Judaeorum in Dramate demonstrata und ware das Annemlichste die Chori»296. Am Rosenkranzfest, den 2. Oktober 1695, führte er ebenfalls eine Comoedie auf. Wiederum den 5. März 1696 exhibierte er durch die Scholares in dem obern Gang eine «Comoedie intituliert: Haeresis pacis orthodoxa mors, si superis placet, ware mit einigen lustigen deutschen Intermediis vermengt, erstreckt sich in 2 stund und holeten die Comedianten und actores bei meniglich eine Ehr aus und machte sich nachmahls auf den Abend miteinanderen auch sehr lustig»297. Den 7. Juli 1696 ging P. Christophorus nach Rathausen zur Profess seiner Schwester. Bis 1706 war er Lehrer der Rhetorik und Archivar, dann wurde er am 31. Dezember für P. Anselm Präses der Rosenkranzbruderschaft. Am 18. Dezember 1707 heisst es, dass er das zweite Mal nach Bellenz geschickt wurde. 1712 war er aber wieder daheim, denn am 16. Januar d. J. wurde er Corrector mensae. Er starb am 10. April 1714, erst 44 Jahre alt298.
Schriften
Schriften:
La Cella Di S. Meinrado Romita, E Martire Cangiata in Cielo per la Destra Omnipotente di Dio alle glorie immortali die Maria; L'Historia della Madonna miracolosa d'Einsidlen, ò di Waldo nell'Elvezia con quella Badia Principali dell'Ordine di S. Benedetto sottoposta immediamente alla S. Sede. - Consacrata all' Illmo e Rmo Monsignore Giuseppe degli Eccellentissimi Marchesi D'Olgiati Referendario dell' una e dell' altra Segnatura, Prelato Domestico ed Assistente del Solio Papale, Vescovo e Conte di Como. - Opera de Padri Benedittini del medesimo Monistero in Einsidlen. Con licenza ed approvatione de Superiori. Per Adamo Ruperto Schädler. 1712. 8 °. 525 Seiten.