P. Franz Xaver (Johann) Meyer von Meilingen


Lebensdaten
Geboren 1637, Profess 1680, Gestorben 1713

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 42
Professbuchnr.
234

Professdatum
1680

Professbuchtext
P. Franz Xaver (Johann) Meyer von Meilingen. Geboren 1637 als Sohn des Nikolaus Meyer und der Magdalena Hüsser. P. Franz Xaver wurde zuerst Weltpriester; der Rat von Meilingen gewährte ihm am 21. August 1659 den Tischtitel auf das Hospital in Mellingen. Subdiakon 17. Februar, Diakon 10. März, Priester 24. März 1663; alles in Wien, wo er offenbar studierte.
Schon am 21. August 1679 hatte er um Aufnahme ins Kloster nachgesucht, wurde aber abgewiesen. Er war damals seit 10 Jahren Leutpriester in Beromünster. Da predigte er anlässlich der Engelweihe dieses Jahres in Einsiedeln und zwar mit solchem Erfolge, dass viele Patres wünschten, er möchte im Kloster bleiben. Auf dies hin ersuchte das Kapitel in Beromünster, man möchte während des Noviziates des Pfarrers die Seelsorge durch einen Vikar versehen lassen. Am 4. Dezember 1679 wurde er zum Noviziate zugelassen und legte am 8. Dezember 1680 seine Profess ab, wobei sein Bruder, P. Ulrich in Wettingen, predigte. Er blieb aber noch im Fraterstock bis zum 13. April 1681, wo er «ad consortium Patrum» genommen wurde, «zu deme er gemelten Patribus einen schönen Glückshaafen, wie man es nennet, und ein Abend Trank vor der Vesper by Ihro Fürstl. Gn. ausgewürkt»272. Am 30. November 1682 begleitete er P. Michael zu einer Predigt in Hochdorf. Er selber predigte in der Folge öfters auswärts, so den 3. Oktober 1683 in Rapperswil, den 6. Juni 1684 in Wettingen, den 30. November 1684 in Hitzkirch, den 4. Oktober 1686 in Schwyz. Den 10. Dezember 1686 wurde P. Franz Xaver Pfarrer von Einsiedeln und Instruktor der Konvertiten. Am 22. August 1687 ging er nach Wettingen zur Benediktion seines Bruders, der dort Abt geworden war. Ende April 1688 predigte er in Hermetschwil bei der Profess der Tochter des Stiftskanzlers Lazarus Heinrich. Den 13. Februar 1690 ging er als Extraordinarius nach Hermetschwil. Am 7. Juli 1690 kam er als Pfarrer von Einsiedeln weg und nach St. Gerold, wo er bis zum 24. Juli 1692 blieb; vor seiner Heimkehr weilte er einige Zeit im Bade Pfäfers. Den 12. November 1694 wurde er Präses der Rosenkranzbruderschaft und am 7. Januar 1695 Konventbeichtvater. Den 8. Juni 1695 ging er nach Wettingen zum Jahrestag für seinen verstorbenen Bruder. Am 4. Juli 1695 predigte er in Neuheim. Den 6. November 1695 brachte er den jungen Rochus Jütz nach Muri an die Schule. Den 25. Januar 1696 ging er nach Rapperswil, um dort ein Bruderschaftsbild aus Holz machen zu lassen; ebenso den 26. März. Den 28. Februar 1699 liess er bei Goldschmied Dumeisen in Rapperswil ein Missale für die Gnadenkapelle mit Silber beschlagen. Vom 7. Dezember 1700 bis 8. Januar 1701 weilte er als Extraordinarius in Seedorf. Am 21. August 1701 ging er ad quietem nach Pfäffikon. Am 26. Mai 1706 wurde er zum Pater spiritualis des P. Albert von Freiberg (s. d.) bestellt. Den 4. Februar 1707 wurde er wiederum Konventbeichtvater. Später hielt er sich erneut in Pfäffikon auf, wo er den 14. Oktober 1713 im Alter von 76 Jahren starb; er fand in der Kirche zu Freienbach seine letzte Ruhestätte.