Br. Adelrich (Mathias) Reinhard von Horw, Kl. Luzern
Lebensdaten
Geboren 1648, Profess 1680, Gestorben 1727
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 41
Professbuchnr.
233
Professdatum
1680
Professbuchtext
Br. Adelrich (Mathias) Reinhard von Horw, Kl. Luzern. Geboren 1648. Profess 13. Oktober 1680. Von Beruf war er Schreiner, dazu sollte er in Kempten die Stukkaturarbeit lernen, denn am 8. Mai 1683 kam er von dort zurück. «Ob aber er auch die Wüssenschaft der rechten Stuccatur Arbeit völlig ergriffen (von wessentwegen er dahin vmb 200 Reichsthaler Unkosten und Lehrgelt verschickt worden), wird die Zukunft lehren. Mit ihme kamen 2 Brüder aus Kempten, von denen der eine, ein Mahler, ein Muttergottesbild der Gnadenmutter verehrte, der andere ein Bildhauer Johann Ludwig Erndinger»271. Den 28. Mai 1685 begleitete er den Abt auf einer Reise nach Engelberg und Sachseln, «um ein Althar in der sel. Bruder Clausen Kirchen zu Stans (soll heissen Sachseln) auf Papyr zu reissen»; der Altar wurde von der Kongregation gestiftet; die Äbte drangen in Abt Augustin, dass er durch seine Leute den Altar machen lasse. Der Abt von Muri stiftete das Altarblatt, die übrigen Äbte gaben Geld. Mit Br. Kaspar ging er den 21. November 1689 nach Fischingen, einen Altar in die dortige neue Kirche zu machen, den Abt Augustin versprochen hatte. Mit Br. Kaspar richtete er im Juli 1691 Altäre in Galgenen auf. Am 30. Juni 1695 lag er an einem hitzigen Fieber darnieder; er wurde darum den 5. Oktober nach St. Gerold zur Erholung geschickt. Den 16. Juni 1700 sann er auf Flucht aus dem Kloster, er wurde deshalb in eine Zelle eingesperrt und zu zehn Tagen Exerzitien verurteilt. Den 2. Februar 1704 richtete er mit Br. Kaspar zu Altdorf im Kloster zum hl. Kreuz einen Altar auf, den Landschreiber Lusser stiftete; er war neun Monate dort. Br. Adelrich starb den 21. März 1727 im Alter von 79 Jahren.