P. Thietland (Franz Dominik) Rüeplin von Frauenfeld
Lebensdaten
Geboren 1663, Profess 1680, Gestorben 1705
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 36
Professbuchnr.
228
Professdatum
1680
Professbuchtext
P. Thietland (Franz Dominik) Rüeplin von Frauenfeld. Geboren den 25. Dezember 1663 als Sohn des Schultheissen Dominik Rüeplin und der Helena Brandenberg, die ihm als Erbe 1680 100 Louisdor zusicherten. Profess 13. Oktober 1680. Priester 13. März, Primiz 1. Mai 1688. Zur Primiz erschienen die Frauenfelder mit Kreuz. Die Predigt hielt Dekan Lang von Frauenfeld «mit grossem Ruhm, und mangelte diser nichts, als einig das, dass er das End schier nit finden können»263. Der Vater stiftete auf diesen Tag für den Konvent den Ehrenwein.
Mit P. Plazidus und P. Ignaz konnte P. Thietland den 12. Oktober 1688 nach Mariastein zur Erholung. Den 18. Juli 1689 erhielt er den Auftrag, «ettlichen jungen Kindern aus dem Dorf Lehrmeister zu sein, darumb Ihro Fürstl. Gn. villfeltig sowohl von Geist- als Weltlichen erbetten worden264. 1690, den 16. Juli, und wiederum 1692, den 12. April, predigte er in Frauenfeld. Mit Pater Gall konnte er den 22. Juni 1691 nach Rheinau zur Primiz des P. Wolfen Göldlin, dessen Schwester mit einem Bruder P. Thietlands verheiratet war. Am Rosenkranzfest, den 7. Oktober 1691, leitete er als Präses die Prozession, wobei die «drei Mysteria SS. Rosarii in drey geschnitzten Bildern Parvuli, Passi und Resurgentis Jesus auf drei schön angekleideten Wagen von Pferdten, so nit weniger aufs beste mundiert waren, gezogen worden, welchen bey männigklich ein liebliches Ansehen gehabt»265. Für den erkrankten Abt Augustin musste er am 20. November 1691 mit P. Chrysostomus zum hl. Adelrich auf die Ufnau wallfahren. Den 11. September 1693 wurde er Praeceptor puerorum et professor inferiorum, «ein frombes, fleissiges Herrlin, kurtz von Statur, aber gross von Verstand»266. Am 24. Dezember 1693 und wiederum am 7. April 1694 erkrankte er ziemlich heftig, weshalb er im Mai 1694 nach dem Bad Walterswil musste; als Genosse wurde ihm im Juli P. Ignaz zugesandt, da «er sich allzeit lupfen, tragen und speissen lassen musste, wie ein Kind». Darum wurde ihm Br. Anton als Diener beigegeben. Auch P. Gall musste ihn besuchen, ebenso der Klosterarzt, Dr. Falk und Dr.Wepfer von Schaffhausen. Am 15. Juli kam er heim, obwohl immer noch sehr schwach. Ende 1694 erkrankte er wieder an der Gliedersucht und musste darum vom 25. Mai bis 5. Juli 1695 ins Bad Pfäfers und am 9. August zu einer Nachkur nach Freudenfels. Auch am 8. Dezember 1696 ging er wieder zur Erholung in den Thurgau; er hatte eine Schwester in Kalchrain, eine Nichte in Feldbach. Bis zum 2. September 1698 blieb er in Freudenfels, predigte aber zwischenhinein da und dort. Den 29. November 1698 kam er als Beichtiger nach Fahr. Am 21. Juni 1701 wurde er Pfarrer in Eschenz. Von dort kam er im Herbst 1704 ein zweites Mal nach Fahr, wo er den 1. April 1705, erst 41 Jahre alt, starb.267
Mit P. Plazidus und P. Ignaz konnte P. Thietland den 12. Oktober 1688 nach Mariastein zur Erholung. Den 18. Juli 1689 erhielt er den Auftrag, «ettlichen jungen Kindern aus dem Dorf Lehrmeister zu sein, darumb Ihro Fürstl. Gn. villfeltig sowohl von Geist- als Weltlichen erbetten worden264. 1690, den 16. Juli, und wiederum 1692, den 12. April, predigte er in Frauenfeld. Mit Pater Gall konnte er den 22. Juni 1691 nach Rheinau zur Primiz des P. Wolfen Göldlin, dessen Schwester mit einem Bruder P. Thietlands verheiratet war. Am Rosenkranzfest, den 7. Oktober 1691, leitete er als Präses die Prozession, wobei die «drei Mysteria SS. Rosarii in drey geschnitzten Bildern Parvuli, Passi und Resurgentis Jesus auf drei schön angekleideten Wagen von Pferdten, so nit weniger aufs beste mundiert waren, gezogen worden, welchen bey männigklich ein liebliches Ansehen gehabt»265. Für den erkrankten Abt Augustin musste er am 20. November 1691 mit P. Chrysostomus zum hl. Adelrich auf die Ufnau wallfahren. Den 11. September 1693 wurde er Praeceptor puerorum et professor inferiorum, «ein frombes, fleissiges Herrlin, kurtz von Statur, aber gross von Verstand»266. Am 24. Dezember 1693 und wiederum am 7. April 1694 erkrankte er ziemlich heftig, weshalb er im Mai 1694 nach dem Bad Walterswil musste; als Genosse wurde ihm im Juli P. Ignaz zugesandt, da «er sich allzeit lupfen, tragen und speissen lassen musste, wie ein Kind». Darum wurde ihm Br. Anton als Diener beigegeben. Auch P. Gall musste ihn besuchen, ebenso der Klosterarzt, Dr. Falk und Dr.Wepfer von Schaffhausen. Am 15. Juli kam er heim, obwohl immer noch sehr schwach. Ende 1694 erkrankte er wieder an der Gliedersucht und musste darum vom 25. Mai bis 5. Juli 1695 ins Bad Pfäfers und am 9. August zu einer Nachkur nach Freudenfels. Auch am 8. Dezember 1696 ging er wieder zur Erholung in den Thurgau; er hatte eine Schwester in Kalchrain, eine Nichte in Feldbach. Bis zum 2. September 1698 blieb er in Freudenfels, predigte aber zwischenhinein da und dort. Den 29. November 1698 kam er als Beichtiger nach Fahr. Am 21. Juni 1701 wurde er Pfarrer in Eschenz. Von dort kam er im Herbst 1704 ein zweites Mal nach Fahr, wo er den 1. April 1705, erst 41 Jahre alt, starb.267