P. Bernhard Müller von Zug
Lebensdaten
Profess 1678, Gestorben 1691
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 32
Professbuchnr.
224
Professdatum
1678
Professbuchtext
P. Bernhard Müller von Zug. Er war ein Sohn des Säckelmeisters Damian Müller und trat zuerst ins Kloster Pfäfers ein, wo er den 13. November 1678 Profess ablegte. Da er aber kränkelte und Skrupulant war, hielt er es in Pfäfers nicht aus. Er wurde wegen einem Bruchleiden zunächst heim, dann nach Muri geschickt. Später kam er nach Einsiedeln und wollte von da nach Disentis. Aber weder in Muri noch in Disentis wollte man ihn; so nahm man ihn in Einsiedeln aus Barmherzigkeit auf, zumal man fand, er sei in Pfäfers zu rasch fortgeschickt worden. Er wurde den 16. Januar 1680 offiziell in Pfäfers entlassen und legte am 26. Januar in Einsiedeln Profess ab. Als Erbe brachte er 2500 fl. mit. Priester 22. September, Primiz 7. Oktober 1685. Der Vater verehrte ihm auf diesen Tag einen «violbrunen Ornat, so mit Gold gestick, bestehend in einem Mässgewandt und zwei Leviten Röckh, deren iedes Stückh mit einem silbernen und vergulten schilt geziert ist». Sehr wahrscheinlich ist es der heutige sogen. Engelweihornat, dessen Levitenkleider auf der Rückseite noch den silbervergoldeten Schild mit einem Müllerwappen tragen. Das Jahr darauf erhielt P. Bernhard von seinen Eltern einen «köstlichen vergulten Kelch, der seiner kunstreichen arbeith halber sehr vortrefflich ist»258.
Noch als Frater war er mit P. Fridolin den 8. August 1684 nach Frauenthal zur Einkleidung seiner Schwester gegangen. Den 12. Oktober 1688 wurde er Unterpfarrer. Schon im folgenden Jahre musste er das Bad Walterswil aufsuchen, «um seine lahmen Glieder wieder zu erfrischen». Er kehrte am 21. August zurück, aber «mit geringer Besserung, also dass man sagen wollte, dass das Bad ihm eher das Leben verkürzt als verlängert». Vom 29. Mai bis 11. Juli 1690 half er für den erkrankten P. Leodegar in Feusisberg aus. Ende März 1691 befiehl ihn ein heftiges Fieber, das sich aber wieder verlor. Doch ging er zu früh aus; da schwollen ihm die Füsse und der Unterleib so an, dass er nicht mehr gehen konnte. Dazu kam ein Fall, der eine Ohnmacht zur Folge hatte, so dass er am gleichen Tage noch, den 29. April 1691, starb. Mit ihm wurde die neue Gruft zum ersten Male voll259.
Noch als Frater war er mit P. Fridolin den 8. August 1684 nach Frauenthal zur Einkleidung seiner Schwester gegangen. Den 12. Oktober 1688 wurde er Unterpfarrer. Schon im folgenden Jahre musste er das Bad Walterswil aufsuchen, «um seine lahmen Glieder wieder zu erfrischen». Er kehrte am 21. August zurück, aber «mit geringer Besserung, also dass man sagen wollte, dass das Bad ihm eher das Leben verkürzt als verlängert». Vom 29. Mai bis 11. Juli 1690 half er für den erkrankten P. Leodegar in Feusisberg aus. Ende März 1691 befiehl ihn ein heftiges Fieber, das sich aber wieder verlor. Doch ging er zu früh aus; da schwollen ihm die Füsse und der Unterleib so an, dass er nicht mehr gehen konnte. Dazu kam ein Fall, der eine Ohnmacht zur Folge hatte, so dass er am gleichen Tage noch, den 29. April 1691, starb. Mit ihm wurde die neue Gruft zum ersten Male voll259.