P. Gerold (Plazidus) Reimann von Einsiedeln
Lebensdaten
Geboren 1657, Profess 1677, Gestorben 1708
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 21
Professbuchnr.
213
Professdatum
1677
Professbuchtext
P. Gerold (Plazidus) Reimann von Einsiedeln. Er war geboren den 5. Oktober 1657 als Sohn des Franz Reimann, eines Bruders des Abtes Plazidus. Schon 1673 bemühte sich seine Mutter, Anna M. Gallatin, für ihn, die Aufnahme ins Kloster zu erlangen; aber er wurde damals und wiederum den 28. Juni 1675 abgewiesen, da er in den Wissenschaften sehr schwach war. Endlich gewährte man ihm, den 22. August 1676, mit Rücksicht auf seinen Oheim, die Aufnahme. Profess 22. September 1677. Priester 28. März, Primiz 19. April 1682.
P. Gerold wurde offenbar zunächst in Einsiedeln vor allem für den Chor und die Wallfahrt gebraucht. Als er, wie manche andere, 1692 schwer an Kolik erkrankte, gelobte er eine Wallfahrt zum hl. Erasmus in Kempraten, wohin er auch, wieder gesund geworden, den 19. Mai 1692 ging. Später kam er nach St. Gerold, von wo er den 15. Oktober 1696 zurückgerufen wurde. Den 14. Oktober 1700 wurde er Vizebibliothekar. Im Oktober dieses Jahres erkrankte er neuerdings an der Kolik. Den 7. Mai 1705 sandte ihn der Abt auf Bitten des Abtes von Murbach als Rector Chori nach dem zu Murbach gehörenden Lüders, von wo er den 10. August 1706 zurückkehrte. Er starb den 11. Juli 1708, erst 51 Jahre alt.
P. Gerold wurde offenbar zunächst in Einsiedeln vor allem für den Chor und die Wallfahrt gebraucht. Als er, wie manche andere, 1692 schwer an Kolik erkrankte, gelobte er eine Wallfahrt zum hl. Erasmus in Kempraten, wohin er auch, wieder gesund geworden, den 19. Mai 1692 ging. Später kam er nach St. Gerold, von wo er den 15. Oktober 1696 zurückgerufen wurde. Den 14. Oktober 1700 wurde er Vizebibliothekar. Im Oktober dieses Jahres erkrankte er neuerdings an der Kolik. Den 7. Mai 1705 sandte ihn der Abt auf Bitten des Abtes von Murbach als Rector Chori nach dem zu Murbach gehörenden Lüders, von wo er den 10. August 1706 zurückkehrte. Er starb den 11. Juli 1708, erst 51 Jahre alt.
Quellen Professbuch
- Kloster Notkersegg, 1381-1981. Festschrift zum 600jährigen Bestehen als Schwesternhaus und Kapuzinerinnenkloster. Mit Beiträgen v. Hermann Bauer. Rekation Benno Schubiger. St. Gallen, Verlagsgemeinschaft, 1981.
- Naumann, Markus. Die adeligen Fürstabteien Kempten und Fulda zwischen Reform und Beharrung im 17. Jahrhundert. Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der Kontakte zu Schweizer Reformklöstern und personellen Verfelchtungen. Zulassungsarbeit für die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien. Würzburg: Beim Verfasser, 1996.
- Ochsner, Martin. Huldigungen beim Regierungsantritt des Fürstabtes Placidus Reymann von Einsiedeln. (Einsiedler Anzeiger, 1905, Nr. 52-54).
- Naumann, Markus. Die adeligen Fürstabteien Kempten und Fulda zwischen Reform und Beharrung im 17. Jahrhundert. Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der Kontakte zu Schweizer Reformklöstern und personellen Verfelchtungen. Zulassungsarbeit für die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien. Würzburg: Beim Verfasser, 1996.
- Ochsner, Martin. Huldigungen beim Regierungsantritt des Fürstabtes Placidus Reymann von Einsiedeln. (Einsiedler Anzeiger, 1905, Nr. 52-54).