P. Wolfgang (Johann Sebastian) Sidler von Zug


Lebensdaten
Geboren 1659, Profess 1677, Gestorben 1705

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 20
Professbuchnr.
212

Professdatum
1677

Professbuchtext
P. Wolfgang (Johann Sebastian) Sidler von Zug. Geboren 1659. Profess 22. September 1677. Priester 13. März, Primiz 28. März 1683, zu der seine Mutter, Maria Sidler geborene Wickart, einen Kelch stiftete.
P. Wolfgang wurde zuerst den 31. Oktober 1684 für P. Fridolin Katechet. Vom 25. Juni 1685 bis 15. Dezember 1686 weilte er in St. Gerold. Im Januar 1687 wurde er Vizekustos und am 31. Oktober 1688 Unterpfarrer. Den 29. Mai 1690 kam er für den erkrankten Pfarrer, P. Leodegar, als Aushilfe nach Feusisberg, wo er den 7. Juli 1690 Pfarrer wurde. Er blieb hier bis zum 22. Juni 1695 und stiftete beim Weggang, mit Erlaubnis des Abtes, 600 Kronen, die er erspart, an das Pfrundgut. Während seiner Amtsführung war, am 22. August 1692, in der Sakristei eingebrochen und alles Wertvolle gestohlen worden. «Man bat die Kapuziner in Rapperswil, das Responsorium zu beten, damit der Dieb sich finde,» wie uns P. Josef berichtet. Wirklich wurde er einige Tage später in Zürich festgenommen. Vom 8. Juli bis 2. August 1695 besuchte er das Bad in Ruswil. Am folgenden 19. August wurde er für P. Eustach Pfarrer von Einsiedeln. Den 11. Oktober 1700 erfolgte seine Versetzung nach St. Gerold, wo er von 1702-05 Pfarrer von Blons war. Er starb als solcher den 11. März 1705 in St. Gerold, erst 46 Jahre alt und fand daselbst seine letzte Ruhestätte243.
Schriften
Schriften:
a) Gedruckte:
Conciones historicae et panegyricae de Divina Angelica Dedictatione Sacelli Eremitani etc. Von ihm als Pfarrer gesammelt und herausgegeben bei Franz Leonz Schall in Zug. 1699. 8 °. 90 S. Unpag. Archiv ohne Sign.
b) Ungedruckte:
Sandt Meinradts Bruderschafft Buch. Erneuweret und aus dem alten Stifft Buch der Bruderschafft allhero gesetzt worden durch R. P. W. S., der Zeit Pfarrherr und Praesident. 1700. Fol. Unpag. - Stiftsarchiv Einsiedeln A. NE 3.