Br. Franz (Johann Adam) Wapf von Beromünster
Lebensdaten
Geboren 1651, Profess 1677, Gestorben 1704
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 19
Professbuchnr.
211
Professdatum
1677
Professbuchtext
Br. Franz (Johann Adam) Wapf von Beromünster. Geboren 1651. Profess 17. Januar 1677.
Er war von Beruf Leinenweber und hatte darum die Wollweberei unter sich. Mit P. Josef ging er den 15. Mai 1678 und später noch öfters nach Zürich, um Ware für die Wollweberei einzukaufen. Mit P. Dominik suchte er vom 26. Mai bis 20. Juni 1690 das Bad Pfäfers auf. Den 16. Juni 1691 ging er mit P. Peter an die Zurzacher Messe «die Nottwendigkeiten für unser Wullen Fabric einzukaufen». Ende September 1691 erkrankte er an der Kolik so stark, dass man ihn aufgab. Doch genas er wieder. Am 14. März 1695 erkrankte er an einem Lungenkatharrh; darum suchte er mit P. Dekan vom 25. Mai bis 5. Juli wieder das Bad Pfäfers auf. Ebenso begleitete er den 18. Juni 1699 P. Michael ins Bad daselbst. Er starb den 23. Februar 1704 nach langwieriger Krankheit, da er dem «Grimmen» sehr unterworfen war. Er wurde beim Rosenkranzaltar begraben. «Er war bei seinen Lebzeiten eines sehr lustigen Humors und ware seine conversation wegen immer einfallenden guten Sprüchen, gantz angenem. Seines Handwerks war er ein Wullenweber, und ware der erste, durch welchen under Fürst Augustino 2do unsere Wullenweberei ihren Anfang genommen und in rechten stand gesetzt worden, zu grossem Nutzen und Vortheil unsers Gottshauses, auch zu namhaften Behilfe allhiesiger armen Leuth, als welche mit Spinnen, Weben etc. jährlich ein grosses Geld verdienen können, wie alles diejenigen bekennen müessen so von Zeit zu Zeit die Inspection über die Wullweberei gehabt. Nebet deme war er auch sonders wohl erfahren in Färben, Walken, Ausrüsten, in summa alles was zur rechten Zeug und Duch zu machen erforderlich verstund und könnte er im Fundament wohl, so dass alles durch ihn mit guten Gesellen fabriciert worden.»242 Die Ausgaben für die Wolle betrugen jährlich 600 fl.
Er war von Beruf Leinenweber und hatte darum die Wollweberei unter sich. Mit P. Josef ging er den 15. Mai 1678 und später noch öfters nach Zürich, um Ware für die Wollweberei einzukaufen. Mit P. Dominik suchte er vom 26. Mai bis 20. Juni 1690 das Bad Pfäfers auf. Den 16. Juni 1691 ging er mit P. Peter an die Zurzacher Messe «die Nottwendigkeiten für unser Wullen Fabric einzukaufen». Ende September 1691 erkrankte er an der Kolik so stark, dass man ihn aufgab. Doch genas er wieder. Am 14. März 1695 erkrankte er an einem Lungenkatharrh; darum suchte er mit P. Dekan vom 25. Mai bis 5. Juli wieder das Bad Pfäfers auf. Ebenso begleitete er den 18. Juni 1699 P. Michael ins Bad daselbst. Er starb den 23. Februar 1704 nach langwieriger Krankheit, da er dem «Grimmen» sehr unterworfen war. Er wurde beim Rosenkranzaltar begraben. «Er war bei seinen Lebzeiten eines sehr lustigen Humors und ware seine conversation wegen immer einfallenden guten Sprüchen, gantz angenem. Seines Handwerks war er ein Wullenweber, und ware der erste, durch welchen under Fürst Augustino 2do unsere Wullenweberei ihren Anfang genommen und in rechten stand gesetzt worden, zu grossem Nutzen und Vortheil unsers Gottshauses, auch zu namhaften Behilfe allhiesiger armen Leuth, als welche mit Spinnen, Weben etc. jährlich ein grosses Geld verdienen können, wie alles diejenigen bekennen müessen so von Zeit zu Zeit die Inspection über die Wullweberei gehabt. Nebet deme war er auch sonders wohl erfahren in Färben, Walken, Ausrüsten, in summa alles was zur rechten Zeug und Duch zu machen erforderlich verstund und könnte er im Fundament wohl, so dass alles durch ihn mit guten Gesellen fabriciert worden.»242 Die Ausgaben für die Wolle betrugen jährlich 600 fl.