P. Bonaventura (Beat Kaspar) Schnorpf von Baden
Lebensdaten
Geboren 1655, Profess 1675, Gestorben 1720
Alternative Schreibweisen
Schnorff
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 12
Professbuchnr.
204
Professdatum
1675
Professbuchtext
P. Bonaventura (Beat Kaspar) Schnorpf von Baden. Geboren 1655 als Sohn des Beat Jakob Schnorpf. Als Student wollte Schnorpf nach Frankreich, um die dortige Sprache zu erlernen; auf der Reise kam er in grosse Lebensgefahr und machte ein Gelübde zur Gnadenmutter von Einsiedeln. Er bat darum um Aufnahme ins Kloster, die ihm gewährt wurde, trotzdem er mit P. Laurentius im zweiten und mit P. Dominik im dritten Grade verwandt war. Profess 21. Januar 1675. Priester 24. August, Primiz 28. August 1678.
P. Bonaventura begegnet uns zuerst 1681, wie er den 14. November Brüderinstruktor wurde. Am 29. Mai 1682 wurde er Bibliothekar und am folgenden 9. Oktober Vizekustos. Im März 1683 wurde er Unterpfarrer, doch behielt er die Verwaltung der Bibliothek bei. Vom 2. Juli bis 3. August 1684 suchte er das Bad Pfäfers auf. Den 31. Oktober 1684 kam er von der Bibliothek weg und wurde wieder Brüderinstruktor. Den 15. März 1687 predigte er in Lachen am Schmerzensfeste. Am 30. Mai 1687 ging er nach Basel und Ariesheim, um seinen Vetter, den Weihbischof Schnorpf von Basel, zu besuchen; zugleich sollte er sich im Auftrage des Abtes umsehen, ob man nicht den alten Stiftsbesitz Sierenz im Elsass wieder bekommen könnte, dies erwies sich aber als aussichtslos. Bald suchte er wieder das Bad Pfäfers auf, von wo er den 27. Juli heimkehrte. Den 8. August 1687 predigte er in Baden und am 22. August 1688 in Frauenthal. Am 31. Oktober 1688 kam er als Adjunkt nach Fahr, nachdem er bis dahin Pfarrer in Einsiedeln gewesen war. Von Fahr weg wurde er den 10. April 1690 als Senior nach St. Gerold gesandt, während P. Raphael für ihn nach Fahr kam. Aber schon am 4. Mai kehrte er wieder nach Fahr zurück. Als er von dort, den 20. März 1692, zur Abtswahl heimkehren wollte, fiel er vom Pferde und brach den Arm, so dass er dort bleiben musste. Erst am 29. April kam er nach Einsiedeln, um der Gnadenmutter für die gute Heilung zu danken. Den 14. Juli 1693 wurde er heimberufen und am 11. September zum dritten Mal Briiderinstruktor. Doch schon am 1. November 1694 kam er wieder nach Fahr. Erst am 29. November 1698 kam er wieder heim und wurde am 5. Dezember Vestiarius, bis zum 30. März 1700, wo er Vizeküchenmeister wurde. Den 31. Dezember 1706 wurde er für P. Mauritius Fraterinstruktor, alsdann am 6. Februar 1710 Kustos. Von 1713 bis 1714 war er Propst in St. Gerold. Für den zum Abt gewählten Thomas Schenklin wurde er 1714 Subprior, dann am 27. April 1715 Frater- und Briiderinstruktor. Kurze Zeit war er alsdann Propst in Fahr. Seit 1717 war er wieder Subprior und Novizenmeister. Den 10. August 1719 suchte er das Bad Pfäfers auf. Am 1. Februar 1720 berief man Dr. Hottinger von Zürich zu ihm, da er schwer krank war. Er starb bereits den 9. Februar. «Vir plane meritus et optime de Monasterio meritus, pientissimusque is erat, praeter cordalgiam, qua summe angiebatur per circiter 6 Septimanas hydropicus quoque evaserat, qui prior morbus menstruum delirium totale causavit, in quo delirio semper peregrinabatur modo Sonnenbergam modo Vahram modo ad S. Geroldum, adeo ut et ego et alii adstantes ad risum effusissimum permoverentur»232. «Vir utilissimus fuit, asceta bonus et versatissimus in doctrina vitae spiritualis»233.
P. Bonaventura begegnet uns zuerst 1681, wie er den 14. November Brüderinstruktor wurde. Am 29. Mai 1682 wurde er Bibliothekar und am folgenden 9. Oktober Vizekustos. Im März 1683 wurde er Unterpfarrer, doch behielt er die Verwaltung der Bibliothek bei. Vom 2. Juli bis 3. August 1684 suchte er das Bad Pfäfers auf. Den 31. Oktober 1684 kam er von der Bibliothek weg und wurde wieder Brüderinstruktor. Den 15. März 1687 predigte er in Lachen am Schmerzensfeste. Am 30. Mai 1687 ging er nach Basel und Ariesheim, um seinen Vetter, den Weihbischof Schnorpf von Basel, zu besuchen; zugleich sollte er sich im Auftrage des Abtes umsehen, ob man nicht den alten Stiftsbesitz Sierenz im Elsass wieder bekommen könnte, dies erwies sich aber als aussichtslos. Bald suchte er wieder das Bad Pfäfers auf, von wo er den 27. Juli heimkehrte. Den 8. August 1687 predigte er in Baden und am 22. August 1688 in Frauenthal. Am 31. Oktober 1688 kam er als Adjunkt nach Fahr, nachdem er bis dahin Pfarrer in Einsiedeln gewesen war. Von Fahr weg wurde er den 10. April 1690 als Senior nach St. Gerold gesandt, während P. Raphael für ihn nach Fahr kam. Aber schon am 4. Mai kehrte er wieder nach Fahr zurück. Als er von dort, den 20. März 1692, zur Abtswahl heimkehren wollte, fiel er vom Pferde und brach den Arm, so dass er dort bleiben musste. Erst am 29. April kam er nach Einsiedeln, um der Gnadenmutter für die gute Heilung zu danken. Den 14. Juli 1693 wurde er heimberufen und am 11. September zum dritten Mal Briiderinstruktor. Doch schon am 1. November 1694 kam er wieder nach Fahr. Erst am 29. November 1698 kam er wieder heim und wurde am 5. Dezember Vestiarius, bis zum 30. März 1700, wo er Vizeküchenmeister wurde. Den 31. Dezember 1706 wurde er für P. Mauritius Fraterinstruktor, alsdann am 6. Februar 1710 Kustos. Von 1713 bis 1714 war er Propst in St. Gerold. Für den zum Abt gewählten Thomas Schenklin wurde er 1714 Subprior, dann am 27. April 1715 Frater- und Briiderinstruktor. Kurze Zeit war er alsdann Propst in Fahr. Seit 1717 war er wieder Subprior und Novizenmeister. Den 10. August 1719 suchte er das Bad Pfäfers auf. Am 1. Februar 1720 berief man Dr. Hottinger von Zürich zu ihm, da er schwer krank war. Er starb bereits den 9. Februar. «Vir plane meritus et optime de Monasterio meritus, pientissimusque is erat, praeter cordalgiam, qua summe angiebatur per circiter 6 Septimanas hydropicus quoque evaserat, qui prior morbus menstruum delirium totale causavit, in quo delirio semper peregrinabatur modo Sonnenbergam modo Vahram modo ad S. Geroldum, adeo ut et ego et alii adstantes ad risum effusissimum permoverentur»232. «Vir utilissimus fuit, asceta bonus et versatissimus in doctrina vitae spiritualis»233.