P. Adelgott (Konradin) Berchter von Disentis
Lebensdaten
Geboren 1654, Profess 1672, Gestorben 1692
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
7. Professen unter Abt Augustin II. Reding 1670-92., Nr. 3
Professbuchnr.
195
Professdatum
1672
Professbuchtext
P. Adelgott (Konradin) Berchter von Disentis. Geboren den 6. November 1654 als Sohn des alt Landammann Jakob Berchter und der Maria von Castelberg. Profess 21. November 1672. Priester 18. September, Primiz 22. September 1677.
P. Adelgott kam den 25. September 1678 als Rhetorikprofessor nach Bellenz, von wo er den 16. November 1682 zurückkehrte, um im Stifte in gleicher Eigenschaft tätig zu sein. Den 19. September 1683 hat er «ein fein kurtzes Actiönlin von 2 Stunden Nachmittag etwas nach 12 Uhr exhibirt . . . welche ob zwar sie eben so wenig spitzfündig als übel componirt gewesen seyn soll, dennoch etwas Diversion und Recreation gemacht»215. Den 8. Januar 1684 musste er erneut nach Bellenz für P. Benedikt Closer aus dem Stifte Pfäfers, der bis dahin dort ausgeholfen hatte.
Von Bellenz kam er nach dem Stifte Pfäfers, wo er längere Zeit als Subsidiarius weilte, ehe er den 29. März 1689 heimberufen wurde, um hier die untern Klassen an der Schule zu übernehmen. Wegen Krankheit kam er den 17. Mai 1690 von der Schule weg und ging vom 7. Juli bis 24. August ins Bad Pfäfers, von wo er aber wenig besser zurückkehrte. Vom 14. Juli bis 14. August 1691 sandte man ihn in seine Heimat nach Disentis zu einer Luftveränderung, «dann er vast contract war». Er starb den 17. April 1692. «War ietzt in 2 Jahr lang von der Paralysi sehr eilend worden, und iüngst in 4 Wochen stark darnieder gelegen, das er einiges Glied nit regen, sondern sich allerorts lupfen, tragen, speisen, trenken müessen lassen. Also dass in Wahrheit der gleichwohl für sich selbsten bittere Todt Jhme glückseelig kommen, als welcher so grosses und schon lang gewehrtes Eilend dermahlen einist geendet»216. Er wurde beim St. Benediktsaltar in der untern Kirche beigesetzt, da das 1682 errichtete Gruftgewölbe schon angefüllt war217.
P. Adelgott kam den 25. September 1678 als Rhetorikprofessor nach Bellenz, von wo er den 16. November 1682 zurückkehrte, um im Stifte in gleicher Eigenschaft tätig zu sein. Den 19. September 1683 hat er «ein fein kurtzes Actiönlin von 2 Stunden Nachmittag etwas nach 12 Uhr exhibirt . . . welche ob zwar sie eben so wenig spitzfündig als übel componirt gewesen seyn soll, dennoch etwas Diversion und Recreation gemacht»215. Den 8. Januar 1684 musste er erneut nach Bellenz für P. Benedikt Closer aus dem Stifte Pfäfers, der bis dahin dort ausgeholfen hatte.
Von Bellenz kam er nach dem Stifte Pfäfers, wo er längere Zeit als Subsidiarius weilte, ehe er den 29. März 1689 heimberufen wurde, um hier die untern Klassen an der Schule zu übernehmen. Wegen Krankheit kam er den 17. Mai 1690 von der Schule weg und ging vom 7. Juli bis 24. August ins Bad Pfäfers, von wo er aber wenig besser zurückkehrte. Vom 14. Juli bis 14. August 1691 sandte man ihn in seine Heimat nach Disentis zu einer Luftveränderung, «dann er vast contract war». Er starb den 17. April 1692. «War ietzt in 2 Jahr lang von der Paralysi sehr eilend worden, und iüngst in 4 Wochen stark darnieder gelegen, das er einiges Glied nit regen, sondern sich allerorts lupfen, tragen, speisen, trenken müessen lassen. Also dass in Wahrheit der gleichwohl für sich selbsten bittere Todt Jhme glückseelig kommen, als welcher so grosses und schon lang gewehrtes Eilend dermahlen einist geendet»216. Er wurde beim St. Benediktsaltar in der untern Kirche beigesetzt, da das 1682 errichtete Gruftgewölbe schon angefüllt war217.