P. Edmund (Ursus) Grimm von Solothurn


Lebensdaten
Geboren 1652, Profess 1669, Gestorben 1704

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 82
Professbuchnr.
189

Professdatum
1669

Professbuchtext
P. Edmund (Ursus) Grimm von Solothurn. Geboren 1652 als Sohn des Hauptmann Johann Karl Grimm, Landvogt in Gösgen. Profess 4. August 1669, wozu sein Vater wegen einer Viehseuche im Solothurnischen nicht kommen konnte. Priester 3. Mai 1676.
P. Edmund wurde den 15. Mai 1677 Lehrer der Syntax, dann am 29. Oktober 1679 der Rhetorik. Etwas später war er auch Unterbibliothekar. Den 29. Juni 1680 predigte er auf der Ufnau. Am 16. November 1681 wurde er Unterpfarrer. Wir finden ihn in diesem Jahre, den 16. Januar, als Prediger am Rothenthurm, den 3. April in Feusisberg, den 1. Oktober in Sursee, den 20. Juli 1682 in Jonen. Den 5. März 1683 kam er nach St. Gerold, von wo er jedenfalls bald wieder zurückkehrte, denn am 16. Juni 1684 ging er nach Solothurn, um dort am 24. Juni zu predigen; auch 1686 am St. Ursustage predigte er wieder in seiner Vaterstadt. Am 18. April 1691 erlaubte ihm der Abt auf Bitten seines Vaters, nach Hause zu gehen, da er «an Armen und Händen vast gantz contract, also dass mehrerentheil ein Diener ihme seine nothwendige Speiss wie einem Kind müsste in Mund geben»199. Er kehrte den 13. September, ordentlich hergestellt, wieder zurück. Den 13. Juli 1692 wurde er auf ein neues nach St. Gerold gesandt, von wo er den 6. November 1694 zurückkam. Gegen Ende des Jahres 1694 lag er an artritide vaga krank darnieder. Er ging daher zur Erholung vom 24. April bis 20. Mai 1695 nach Pfäffikon und von dort bis zum 5. Juli ins Bad Pfäfers, dann weilte er wieder in Pfäffikon. Er konnte seines Leidens wegen an der Abtwahl von 1698 nicht teilnehmen. Sein Vater muss ihn um diese Zeit wieder zu sich genommen haben, denn am 19. Dezember 1698 verlieh das Kapitel diesem die Communicatio bonorum operum, weil er seinen kranken Sohn über ein Jahr bei sich gehabt hatte. Den 13. Dezember 1704 wurde P. Edmund endlich von seinem Leiden, erst 51 Jahre alt, durch einen Schlagfluss erlöst. Er fand in der Kirche auf der Ufnau seine letzte Ruhestätte, wo sein Grab heute noch zu sehen ist. Die ihm gesetzte Grabschrift lautet: «R. P. Edmundus Grimm Solodorensis obiit mundo immundo 13. Decembris 1704. Eja pie Domine dona eis requiem.»200
Schriften
Schriften:
Ungedruckte:
Dictata ex logica. Anno 1670. Mscr. 885 (988).