P. Konrad (Johann) Schindler von Luzern
Lebensdaten
Geboren 1651, Profess 1668, Gestorben 1690
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 75
Professbuchnr.
182
Professdatum
1668
Professbuchtext
P. Konrad (Johann) Schindler von Luzern. Geboren den 28. Mai 1651. Profess 20. Mai 1668. Priester 3. Mai 1674.
P. Konrad wurde den 21. Oktober 1675 Professor der Philosophie im Stifte; in gleicher Eigenschaft ging er den 1. März 1677 nach Pfäfers, von wo er aber den 16. September 1688 wieder zurückkehrte. Am folgenden 27. September musste er als Professor Casuum nach Bellenz. Von dort kam er am 13. September 1681 mit Propst P. Desiderius auf die Engelweihe nach Hause und blieb alsdann hier, denn am 29. November besuchte er die Seinen in Luzern und am 6. April 1682 ging er mit P. Dionys nach Pfäffikon zum Jahrestag von Pater Anselm. Den 23. April 1682 wurde er Professor der Rhetorik in Pfäfers, von wo er den 11. Februar 1683 zurückkehrte. Den 1. August 1683 und wiederum den 28. April 1684 predigte er in Schwyz, den 1. September 1683 in Risch. Am 24. Oktober 1684 musste er als Philosophieprofessor nach Mariastein, wo er 1689 noch eine Disputation abhielt. Er sollte 1688 noch andere Patres für dort gewinnen (27. August) aber es gelang ihm offenbar nicht. Von Mariastein ging er 1689 nach Ebersmünster, um dort ebenfalls als Philosophie- und Theologieprofessor zu wirken. Doch starb er daselbst bereits den 12. August 1690. «Diser Pater war in Humanioribus, Philosophicis und Theologicis Studijs über die massen wohl versirt, dann er auch schon ville Jahr unaufhörlich in disen Professuris occupiret gewesen, derentwegen er auch jüngst nacher Ebersmünster begehrt und entlassen worden, dorten Theologiam scholasticam zu profitieren, welches er jüngst verhero in dem Gottshaus U. L. Frau im Stein auch gethan. - In dem Closter Ebersmünster ist eine starke Dissenteria an ihne kommen, welche Ihme sehr geschwächt, dessen doch unerachtet keine Medicinas brauchen wollen, danne er von Natur von disen einen Abscheuen tragte, dessentwegen die Krankheit desto sterker worden, also dass er selbsten endtlich erkennt und gesagt, dass er filius mortis seye». Er war noch nicht versehen, als er ins Delirium fiel. Da gelobte der dortige P. Prior vor einem Einsiedler Bilde eine Wallfahrt nach Einsiedeln. Wirklich kehrte das Bewusstsein zurück und P. Konrad konnte versehen werden, worauf er starb. Zwei Knechte brachten sein «Hausräthlin» nach Einsiedeln192. Ein Bruder war in St. Urban eingetreten, ein anderer Kapuziner geworden, zu dessen Profess P. Konrad, obwohl erst Frater, den 27. September 1672 nach Zug gehen durfte193.
P. Konrad wurde den 21. Oktober 1675 Professor der Philosophie im Stifte; in gleicher Eigenschaft ging er den 1. März 1677 nach Pfäfers, von wo er aber den 16. September 1688 wieder zurückkehrte. Am folgenden 27. September musste er als Professor Casuum nach Bellenz. Von dort kam er am 13. September 1681 mit Propst P. Desiderius auf die Engelweihe nach Hause und blieb alsdann hier, denn am 29. November besuchte er die Seinen in Luzern und am 6. April 1682 ging er mit P. Dionys nach Pfäffikon zum Jahrestag von Pater Anselm. Den 23. April 1682 wurde er Professor der Rhetorik in Pfäfers, von wo er den 11. Februar 1683 zurückkehrte. Den 1. August 1683 und wiederum den 28. April 1684 predigte er in Schwyz, den 1. September 1683 in Risch. Am 24. Oktober 1684 musste er als Philosophieprofessor nach Mariastein, wo er 1689 noch eine Disputation abhielt. Er sollte 1688 noch andere Patres für dort gewinnen (27. August) aber es gelang ihm offenbar nicht. Von Mariastein ging er 1689 nach Ebersmünster, um dort ebenfalls als Philosophie- und Theologieprofessor zu wirken. Doch starb er daselbst bereits den 12. August 1690. «Diser Pater war in Humanioribus, Philosophicis und Theologicis Studijs über die massen wohl versirt, dann er auch schon ville Jahr unaufhörlich in disen Professuris occupiret gewesen, derentwegen er auch jüngst nacher Ebersmünster begehrt und entlassen worden, dorten Theologiam scholasticam zu profitieren, welches er jüngst verhero in dem Gottshaus U. L. Frau im Stein auch gethan. - In dem Closter Ebersmünster ist eine starke Dissenteria an ihne kommen, welche Ihme sehr geschwächt, dessen doch unerachtet keine Medicinas brauchen wollen, danne er von Natur von disen einen Abscheuen tragte, dessentwegen die Krankheit desto sterker worden, also dass er selbsten endtlich erkennt und gesagt, dass er filius mortis seye». Er war noch nicht versehen, als er ins Delirium fiel. Da gelobte der dortige P. Prior vor einem Einsiedler Bilde eine Wallfahrt nach Einsiedeln. Wirklich kehrte das Bewusstsein zurück und P. Konrad konnte versehen werden, worauf er starb. Zwei Knechte brachten sein «Hausräthlin» nach Einsiedeln192. Ein Bruder war in St. Urban eingetreten, ein anderer Kapuziner geworden, zu dessen Profess P. Konrad, obwohl erst Frater, den 27. September 1672 nach Zug gehen durfte193.
Schriften
Schriften:
a) Gedruckte:
Quaestiones Selectiores Philosophicae in Schola Thomistica ventilari solitae, quas sub Praesidio P. Conradi Schindler, Illmi et Exempti Mrii Einsidlensis O. S. B. Professi Capitularis, ac p. t. in illmo Mrio Favariensi Philosophiae Professoris Ordinarii, publico certamini exponunt Religiosi et Perdocti Fratres Aug. Reding, Hieronynius Hegner, Gregorius Signer, ejusdem Monrii Favariensis Professi et Philosophiae Studiosi, ad diem . . . Sept. anno 1678. Cum facultate Superiorum. Typis Einsidlensibus per Josephum Reymann. 12 °. 98 Seiten.
b) Ungedruckte:
1. Summula ad Logicam Aristotelis. 1677. 8 °. 73 fol. Mscr. 762.
2. Petra theologica seu Doctrina sacra Augustino-thomistica, quam sub Praesidio P. Conradi Schindler RR. PP. Benedictus Senn, Marcellus Kolin, Paulus Tardy Monasterii Beinwilensis Professi defendendam susceperunt Einsiedeln 1689 per J. Ochsner. 8 °. 300 Exemplare. (Nach Benziger, Buchgewerbe, S. 262, Nr. 147).
a) Gedruckte:
Quaestiones Selectiores Philosophicae in Schola Thomistica ventilari solitae, quas sub Praesidio P. Conradi Schindler, Illmi et Exempti Mrii Einsidlensis O. S. B. Professi Capitularis, ac p. t. in illmo Mrio Favariensi Philosophiae Professoris Ordinarii, publico certamini exponunt Religiosi et Perdocti Fratres Aug. Reding, Hieronynius Hegner, Gregorius Signer, ejusdem Monrii Favariensis Professi et Philosophiae Studiosi, ad diem . . . Sept. anno 1678. Cum facultate Superiorum. Typis Einsidlensibus per Josephum Reymann. 12 °. 98 Seiten.
b) Ungedruckte:
1. Summula ad Logicam Aristotelis. 1677. 8 °. 73 fol. Mscr. 762.
2. Petra theologica seu Doctrina sacra Augustino-thomistica, quam sub Praesidio P. Conradi Schindler RR. PP. Benedictus Senn, Marcellus Kolin, Paulus Tardy Monasterii Beinwilensis Professi defendendam susceperunt Einsiedeln 1689 per J. Ochsner. 8 °. 300 Exemplare. (Nach Benziger, Buchgewerbe, S. 262, Nr. 147).