P. Sigismund (Jakob) Gios von Rapperswil
Lebensdaten
Geboren 1647, Profess 1663, Gestorben 1726
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 63
Professbuchnr.
170
Professdatum
1663
Professbuchtext
P. Sigismund (Jakob) Gios von Rapperswil. Geboren 1647. Profess 1. November 1663. Priester 15. August 1670 in der Schlosskapelle zu Pfäffikon.
P. Sigismund wurde zunächst den 30. September 1672 Kapellmeister, kam aber schon am 14. April 1673 nach Fahr als Stellvertreter für P. Gerold. Von dort kehrte er den 16. Januar 1674 heim. Möglicherweise wurde er wieder Kapellmeister, denn erst zum 21. Oktober 1675 findet sich seine Ernennung zum Vizekustos verzeichnet. Für P. Joachim wurde er den 30. Oktober 1676 Beichtiger in der Au. Den 29. Juni 1678 kam er nach Ittendorf und von dort, den 20. Dezember 1679, nach St. Gerold. 1783 war er für einige Monate Schulmeister, Keller und Pfarrer von Valens im Stifte Pfäfers. Den 17. Juli 1683 musste er aber erneut nach St. Gerold, von wo er den 20. März 1684 zurückkehrte. Am 31. Oktober 1684 wurde er für P. Bonaventura Bibliothekar, um schon am 20. März 1685 die Stelle eines Pfarrers von Feusisberg anzutreten. Am 26. September 1689 wurde er Pfarrer in Blons, wo er bis 1696 blieb. Den 5. Dezember 1698 wurde er zum Exorzisten ernannt; als solcher suchte er die Ursache von «Besessenheit» mehr in natürlichen als in aussernatürlichen Ursachen. Am 8. Januar 1699 ernannte ihn der Abt zum Konventbeichtvater. Als P. Karl in Freienbach erkrankte, wurde ihm P. Sigismund den 23. März 1700 als Gehilfe beigesellt, da kein Kaplan dort war. Doch konnte er am 15. April wieder nach Hause, wo ihm am 30. Oktober das Amt eines Exorzisten abgenommen wurde. Er blieb aber Beichtiger für die Au und Cellerar und wurde am 1. Juli 1701 zum Kustos ernannt. Den 4. Februar 1707 wurde er wieder Konventbeichtvater und am 17. März 1708 bestimmte der Abt, dass er für den Fall, dass P. Dekan oder P. Subprior erkranke, als Senior ihre Stelle vertreten solle. Er war 1709 immer noch Kustos, als er im Januar dieses Jahres Subprior wurde. Im Jahre 1714 kam er als Socius nach Freudenfels, kehrte aber offenbar später wieder heim, denn am 20. Juli 1721 wurde ihm neuerdings Freudenfels als Ruhesitz angewiesen. Aber schon am folgenden 4. Dezember wurde er als Statthalter dieser Herrschaft bestellt. Als solcher starb er daselbst den 10. Mai 1726 im Alter von 79 Jahren. Er fand in der Kirche zu Eschenz seine letzte Ruhestätte.
P. Sigismund wurde zunächst den 30. September 1672 Kapellmeister, kam aber schon am 14. April 1673 nach Fahr als Stellvertreter für P. Gerold. Von dort kehrte er den 16. Januar 1674 heim. Möglicherweise wurde er wieder Kapellmeister, denn erst zum 21. Oktober 1675 findet sich seine Ernennung zum Vizekustos verzeichnet. Für P. Joachim wurde er den 30. Oktober 1676 Beichtiger in der Au. Den 29. Juni 1678 kam er nach Ittendorf und von dort, den 20. Dezember 1679, nach St. Gerold. 1783 war er für einige Monate Schulmeister, Keller und Pfarrer von Valens im Stifte Pfäfers. Den 17. Juli 1683 musste er aber erneut nach St. Gerold, von wo er den 20. März 1684 zurückkehrte. Am 31. Oktober 1684 wurde er für P. Bonaventura Bibliothekar, um schon am 20. März 1685 die Stelle eines Pfarrers von Feusisberg anzutreten. Am 26. September 1689 wurde er Pfarrer in Blons, wo er bis 1696 blieb. Den 5. Dezember 1698 wurde er zum Exorzisten ernannt; als solcher suchte er die Ursache von «Besessenheit» mehr in natürlichen als in aussernatürlichen Ursachen. Am 8. Januar 1699 ernannte ihn der Abt zum Konventbeichtvater. Als P. Karl in Freienbach erkrankte, wurde ihm P. Sigismund den 23. März 1700 als Gehilfe beigesellt, da kein Kaplan dort war. Doch konnte er am 15. April wieder nach Hause, wo ihm am 30. Oktober das Amt eines Exorzisten abgenommen wurde. Er blieb aber Beichtiger für die Au und Cellerar und wurde am 1. Juli 1701 zum Kustos ernannt. Den 4. Februar 1707 wurde er wieder Konventbeichtvater und am 17. März 1708 bestimmte der Abt, dass er für den Fall, dass P. Dekan oder P. Subprior erkranke, als Senior ihre Stelle vertreten solle. Er war 1709 immer noch Kustos, als er im Januar dieses Jahres Subprior wurde. Im Jahre 1714 kam er als Socius nach Freudenfels, kehrte aber offenbar später wieder heim, denn am 20. Juli 1721 wurde ihm neuerdings Freudenfels als Ruhesitz angewiesen. Aber schon am folgenden 4. Dezember wurde er als Statthalter dieser Herrschaft bestellt. Als solcher starb er daselbst den 10. Mai 1726 im Alter von 79 Jahren. Er fand in der Kirche zu Eschenz seine letzte Ruhestätte.