P. Franz (Michael) Schnyder von Wartensee aus Sursee
Lebensdaten
Geboren 1640, Profess 1659, Gestorben 1707
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 52
Professbuchnr.
159
Professdatum
1659
Professbuchtext
P. Franz (Michael) Schnyder von Wartensee aus Sursee. Geboren den 18. Juli 1640 als Sohn des Ludwig Schnyder von Wartensee und der Maria Elisabeth Pfyffer von Altishofen. Profess 21. November 1659. Priester 20. September 1664. Primiz anlässlich der Engelweihfeierlichkeiten den 29. September auf dem Brüel beim Grossen Herrgott. Als Erbe erhielt er 1661 1500 fl.
P. Franz wurde den 14. Dezember für P. Pius Infirmar und den 21. Oktober 1675 für P. Joachim Cellerar. Als vorzüglicher Trompeter musste er den 15. Mai 1678 zum Skapulierfest in Jonen. Den 13. Februar 1679 veranstaltete er nach dem Mittagessen im Konvent eine «Recreatio Comoedia», die bis 1/2 3 Uhr dauerte, «war darby sehr vill Kurtzweil». Auf das Gallusfest erbat ihn Abt Gallus von St. Gallen zugleich mit P. Dionys als Musikanten. Mit P. Ambros Püntiner verreiste er den 6. Januar 1682 nach Altdorf und von dort nach Sachseln. Den 9. Februar 1682 «war in Conventu zimmliche Recreation, indem unser P. Franciscus seinem Genio et Ingenio nach ein kurtzweiliges Actiönlin exhibirt, welches denn sonderlich belustiget»144. Wiederum den 1. März 1683 heisst es: «Im Gottshaus concedirte Ihr Fürstl. Gn. gute Recreation, massen nach dem Mittag von halber ein Uhr bis um halber 3 Uhr ein curios und sehr lustiges Actiönlin exhibiert worden von R. P. Francisco Schneider, mit anders nichts als lächerlichen Scenis et Actibus, also das man gar zu genug gelachet»145. Den 2. Juni 1684 musste P. Franz mit P. Ignaz nach Wettingen, um als Trompeter bei der Fronleichnamsprozession am Oktavsonntag auszuhelfen. Am 21. Februar 1689 «exhibierte er eine kurtze Recreation Comoedi, by deren Ihr Fürstl. Gn. selbsten zu seyn sich gewürdiget, und nit wenige Ergetzlichkeit darby gehabt»146. Den 2. Mai 1700 wurde P. Franz zum Inspector generalis aedificiorum et hortorum ernannt. Er war auch Vizekustos und Subbibliothekar, sowie kaiserlicher Notar. Pater Franz starb den 18. März 1707 im Alter von 67 Jahren. «Vir curiosi genii et ingenii, qui rotunda quadam conversationis simplicitate sibi soli incognita non semel totam comunitatem exhilaravit; characterem in scribendo habuit plane eligantem». Ein Bruder war als Pater Aegidius in Muri eingetreten (1650-1710), bei dessen Primiz er den 13.April 1667 predigte147.
P. Franz wurde den 14. Dezember für P. Pius Infirmar und den 21. Oktober 1675 für P. Joachim Cellerar. Als vorzüglicher Trompeter musste er den 15. Mai 1678 zum Skapulierfest in Jonen. Den 13. Februar 1679 veranstaltete er nach dem Mittagessen im Konvent eine «Recreatio Comoedia», die bis 1/2 3 Uhr dauerte, «war darby sehr vill Kurtzweil». Auf das Gallusfest erbat ihn Abt Gallus von St. Gallen zugleich mit P. Dionys als Musikanten. Mit P. Ambros Püntiner verreiste er den 6. Januar 1682 nach Altdorf und von dort nach Sachseln. Den 9. Februar 1682 «war in Conventu zimmliche Recreation, indem unser P. Franciscus seinem Genio et Ingenio nach ein kurtzweiliges Actiönlin exhibirt, welches denn sonderlich belustiget»144. Wiederum den 1. März 1683 heisst es: «Im Gottshaus concedirte Ihr Fürstl. Gn. gute Recreation, massen nach dem Mittag von halber ein Uhr bis um halber 3 Uhr ein curios und sehr lustiges Actiönlin exhibiert worden von R. P. Francisco Schneider, mit anders nichts als lächerlichen Scenis et Actibus, also das man gar zu genug gelachet»145. Den 2. Juni 1684 musste P. Franz mit P. Ignaz nach Wettingen, um als Trompeter bei der Fronleichnamsprozession am Oktavsonntag auszuhelfen. Am 21. Februar 1689 «exhibierte er eine kurtze Recreation Comoedi, by deren Ihr Fürstl. Gn. selbsten zu seyn sich gewürdiget, und nit wenige Ergetzlichkeit darby gehabt»146. Den 2. Mai 1700 wurde P. Franz zum Inspector generalis aedificiorum et hortorum ernannt. Er war auch Vizekustos und Subbibliothekar, sowie kaiserlicher Notar. Pater Franz starb den 18. März 1707 im Alter von 67 Jahren. «Vir curiosi genii et ingenii, qui rotunda quadam conversationis simplicitate sibi soli incognita non semel totam comunitatem exhilaravit; characterem in scribendo habuit plane eligantem». Ein Bruder war als Pater Aegidius in Muri eingetreten (1650-1710), bei dessen Primiz er den 13.April 1667 predigte147.