P. Kolumban (Johann Kaspar) Summerer von Baden
Lebensdaten
Geboren 1643, Profess 1659, Gestorben 1707
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 51
Professbuchnr.
158
Professdatum
1659
Professbuchtext
P. Kolumban (Johann Kaspar) Summerer von Baden. Geboren den 9. Februar 1643 als Sohn des Kaspar Summerer und der Katharina Wegmann. Als Erbe erhielt er 246 fl. Profess 21. November 1659. Priester 5. März 1667.
P. Kolumban war zuerst Vizekapellmeister. Den 13. November 1671 wurde er Vizekustos und Präses der Rosenkranzbruderschaft. Als solcher führte er 1676 den Brauch ein beim «Gegrüsst seist Du», nach den Worten: «Heilige Maria, Mutter Gottes», die Anrufung einzufügen: «ohne Makel der Erbsünde empfangen», ein Brauch, der bis zum 1. November 1887 beibehalten wurde. Den 28. Juni 1673 wurde er Vestiarius. Am 5. Januar 1674 kam er als Pfarrer nach Münsterlingen, von wo er den 17. Oktober des folgenden Jahres zurückberufen wurde. Vom 23. August 1676 bis zum 29. Juni 1678 versah er sodann die Pfarrei Ittendorf. Hierauf wurde er den 5. August 1678 Beichtiger in der Au. Den 30. September 1678 predigte er in Baden. Am 18. November 1678 bestimmte ihn der Abt zum Magister puerorum, doch wurde er schon am folgenden 16. Dezember wieder von diesem Amte befreit. Er predigte den 14. Juli 1679 in Jonen, den 17. September 1679 bei der Translationsfeier des hl. Theodor in Feusisberg und am 17. August 1680 in Freienbach. Am 15. Oktober 1680 wurde er Pfarrer in Fahr. Den 14. April 1681 brachte er von dort «componirt den Ersten Theil der Engelweihischen Comoedie von Hr. Propsten (P. Gregor Hüsser) daselbst». Am 17. September kam er wieder zu den Engelweihfeierlichkeiten und am 1. Dezember 1682 kehrte er endgültig heim. Ende März 1683 wurde er Pfarrer von Einsiedeln. 1684, den 30. September, musste er nach Baden, den 27. Dezember nach Iberg um zu predigen. Den 1. Dezember 1686 wurde er nach St. Gerold versetzt. «Hat by dem gemeinen Volk ein gross Rewen gehabt, und manch frommes Kind in seiner Abreiss geweinet». Von dort kam er den 21. September 1687 zurück, um an den Engelweihfeierlichkeiten den 26. September zu predigen. Den 30. Januar 1689 wurde er Pfarrer in Ittendorf, von wo er den 8. November 1691 zurückkehrte.
Ende 1691 wurde er Kustos. Als solcher predigte er den 29. Juni 1693 auf der Ufnau; am folgenden 17. August brachte er mit P. Dekan Reliquien der hl. Cordula nach Baden. Den 21. Oktober 1694 wurde er erneut nach St. Gerold gesandt, wohin er den 1. November ging. Den 5. Juli des folgenden Jahres kam er zurück und ging mit P. Wolfgang am 8. Juli «nach Ruswil, selbiges Saurwasser» zu gebrauchen. Den 12. August kamen sie zurück und P. Kolumban ging am 22. August wieder nach St. Gerold. Von dort wurde er am 6. Juni 1699 zurückberufen und am 12. Juni zum Beichtiger für die Au bestimmt. Schon am 22. Juni zeigte sich bei ihm eine Art Lähmung; er musste längere Zeit liegen und vom 26. Juli bis 4. September das Bad Pfäfers aufsuchen. Den 17. Mai 1700 musste er wegen seines lahmen Fusses wieder nach Pfäfers, von wo er den 22. Juni zurückkehrte; am folgenden 16. Juli wurde er zum Konventbeichtvater ernannt. Den 29. September dieses Jahres ging er als Prediger nach Rheinau. 1704 erlitt er am 15. Januar im Beichtstuhl einen Schlaganfall, erholte sich aber wieder. Er starb den 13. Juni 1707 an einem erneuten Schlaganfall. Eine Schwester war in Fahr eingetreten, bei deren Profess, den 12. September 1673, er predigte.
P. Kolumban war zuerst Vizekapellmeister. Den 13. November 1671 wurde er Vizekustos und Präses der Rosenkranzbruderschaft. Als solcher führte er 1676 den Brauch ein beim «Gegrüsst seist Du», nach den Worten: «Heilige Maria, Mutter Gottes», die Anrufung einzufügen: «ohne Makel der Erbsünde empfangen», ein Brauch, der bis zum 1. November 1887 beibehalten wurde. Den 28. Juni 1673 wurde er Vestiarius. Am 5. Januar 1674 kam er als Pfarrer nach Münsterlingen, von wo er den 17. Oktober des folgenden Jahres zurückberufen wurde. Vom 23. August 1676 bis zum 29. Juni 1678 versah er sodann die Pfarrei Ittendorf. Hierauf wurde er den 5. August 1678 Beichtiger in der Au. Den 30. September 1678 predigte er in Baden. Am 18. November 1678 bestimmte ihn der Abt zum Magister puerorum, doch wurde er schon am folgenden 16. Dezember wieder von diesem Amte befreit. Er predigte den 14. Juli 1679 in Jonen, den 17. September 1679 bei der Translationsfeier des hl. Theodor in Feusisberg und am 17. August 1680 in Freienbach. Am 15. Oktober 1680 wurde er Pfarrer in Fahr. Den 14. April 1681 brachte er von dort «componirt den Ersten Theil der Engelweihischen Comoedie von Hr. Propsten (P. Gregor Hüsser) daselbst». Am 17. September kam er wieder zu den Engelweihfeierlichkeiten und am 1. Dezember 1682 kehrte er endgültig heim. Ende März 1683 wurde er Pfarrer von Einsiedeln. 1684, den 30. September, musste er nach Baden, den 27. Dezember nach Iberg um zu predigen. Den 1. Dezember 1686 wurde er nach St. Gerold versetzt. «Hat by dem gemeinen Volk ein gross Rewen gehabt, und manch frommes Kind in seiner Abreiss geweinet». Von dort kam er den 21. September 1687 zurück, um an den Engelweihfeierlichkeiten den 26. September zu predigen. Den 30. Januar 1689 wurde er Pfarrer in Ittendorf, von wo er den 8. November 1691 zurückkehrte.
Ende 1691 wurde er Kustos. Als solcher predigte er den 29. Juni 1693 auf der Ufnau; am folgenden 17. August brachte er mit P. Dekan Reliquien der hl. Cordula nach Baden. Den 21. Oktober 1694 wurde er erneut nach St. Gerold gesandt, wohin er den 1. November ging. Den 5. Juli des folgenden Jahres kam er zurück und ging mit P. Wolfgang am 8. Juli «nach Ruswil, selbiges Saurwasser» zu gebrauchen. Den 12. August kamen sie zurück und P. Kolumban ging am 22. August wieder nach St. Gerold. Von dort wurde er am 6. Juni 1699 zurückberufen und am 12. Juni zum Beichtiger für die Au bestimmt. Schon am 22. Juni zeigte sich bei ihm eine Art Lähmung; er musste längere Zeit liegen und vom 26. Juli bis 4. September das Bad Pfäfers aufsuchen. Den 17. Mai 1700 musste er wegen seines lahmen Fusses wieder nach Pfäfers, von wo er den 22. Juni zurückkehrte; am folgenden 16. Juli wurde er zum Konventbeichtvater ernannt. Den 29. September dieses Jahres ging er als Prediger nach Rheinau. 1704 erlitt er am 15. Januar im Beichtstuhl einen Schlaganfall, erholte sich aber wieder. Er starb den 13. Juni 1707 an einem erneuten Schlaganfall. Eine Schwester war in Fahr eingetreten, bei deren Profess, den 12. September 1673, er predigte.
Schriften
Schriften: siehe P. Aegidius Effinger (Thesen).