P. Adelrich (Johann) Suter von Baden
Lebensdaten
Geboren 1640, Profess 1657, Gestorben 1719
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 49
Professbuchnr.
156
Professdatum
1657
Professbuchtext
P. Adelrich (Johann) Suter von Baden. Geboren den 15. Juli 1640 als Sohn des Balthasar Suter und der Elisabeth Lonzin. Profess 25. Dezember 1657. Priester 20. September 1664. Die Primiz hielt er den 28. September auf dem Brüel bei der hl. Kreuzkapelle, da anlässlich der Engelweihfeier so viele Leute da waren.
P. Adelrich war wahrscheinlich zuerst Philosophieprofessor, den 30. September 1672 wurde er Theologieprofessor. Seit dem 30. Oktober 1676 war er Präses der Rosenkranzbruderschaft. Schon am 13. Dezember 1675 wurde er Subprior und Fraterinstruktor; letzteres Amt wurde ihm den 30. Oktober 1677 abgenommen, dafür musste er dem Dekan einen Teil seiner Bürde abnehmen. 1678, den 12. Oktober, predigte er zu Muri an der Kirchweihe. 1679, den 20. Mai, wurde er Brüderinstruktor; den 5. August dieses Jahres suchte er das Bad Pfäfers auf und am 25. September ging er zu einer Disputation nach dem Stifte Kempten. Auf das Meinradsfest 1680 liess er aus dem Gelde, das ihm sein Bruder gegeben, ein Antipendium machen, das zu dem von P. Ambros Püntiner s. Z. gestifteten Ornat passte (s. d.). Vom 20. bis 25. August 1680 weilte er in Pfäfers in der Unionsfrage; in der gleichen Angelegenheit musste er 1683, den 25. November, wieder dorthin und am 25. Januar 1684 nach St. Gallen. Den 8. Januar 1683 wohnte er der Profess einer Verwandten in Fahr bei. Im Auftrage des Abtes hatte er den 7. März 1684 St. Gerold zu visitieren. Als Abt Augustin von Rom heimkehrte, ging er ihm den 18. Juni 1684 nach Bellenz entgegen. Den folgenden 18. Juli musste er zu einer Disputation nach Rheinau; zugleich hatte er dorthin die Einladung zu einer Disputation in Einsiedeln zu überbringen. Am 31. Oktober 1684 wurde er für P. Christophorus Dekan. Am 30. März 1685 musste er nach Sarmenstorf, um dort den neuen Pfarrer einzuführen und die Wahl eines Kaplans zu präsidieren. Den 3. November 1685 nahm er in Rathausen eine Profess ab und hielt Visitation; desgleichen visitierte er am 10. November 1685 und wiederum am 7. November 1686 Seedorf und am 17. März 1686 Münsterlingen. Den 22. Juni 1686 predigte er in Baden anlässlich der Primiz seines Schwestersohnes, Bernhard Dorer. Wegen der Lage in Pfäfers und Disentis musste er den 27. Dezember 1686 zum Nuntius nach Luzern. Im folgenden Jahre hatte er viel zu tun in dem Handel, den der Abt von St. Gallen mit den Schwyzern wegen den Verhältnissen im Toggenburg hatte. Auch sonst musste er öfters in Geschäften zum Nuntius und an andere Orte. Daneben nahm er Visitationen in Seedorf und Fahr vor. Den 1. September 1689 ging er mit P. Marian nach Freudenfels und von dort am 3. September nach Radolfzell, um die Erbschaftsangelegenheit P. Marians zu ordnen. Von da aus besuchte er am 4. September die Reichenau, wo er das Hochamt hielt. Den 18. November 1689 ging er zu einer Disputation nach Mariastein, den 19. Oktober 1690 mit den Patres Ignaz und Sebastian zu einer Translationsfeierlichkeit nach Rheinau. 1690, den 12. Mai, war er in Pfäffikon bei einer Konferenz mit den Zürchern wegen dem Kirchhofstreit in Eschenz. Während der Krankheit des Abtes Augustin übertrug das Kapitel ihm und den drei Senioren die Führung der Geschäfte. In diesem und dem folgenden Jahre gab ihm die Münsterlingerangelegenheit sehr viel zu schaffen. Bei der Abtwahl vom 24. März 1692 fielen zwei Stimmen auf ihn. Abt Raphael bestätigte ihn den 19. Juli als Dekan. Vom 3. August bis 2. September 1692 musste er das Bad Pfäfers aufsuchen. Den 24. Januar 1693 sandte ihn der Abt nach Weingarten, um dort den Verkauf der Herrschaft Ittendorf in die Wege zu leiten. Im Auftrage des Abtes brachte er den 17. August 1693 mit P. Kolumban Summerer Reliquien der hl. Cordula, einer Heiligen aus den Gefährtinnen der hl. Ursula, nach Baden, um die der Rat gebeten hatte. Im Oktober 1694 ernannte ihn der Abt zum Propst in Fahr, wohin P. Adelrich den 3. November verreiste. Von dort kam er am 3. August 1695 nach Einsiedeln, um sich wegen des damals drohenden Krieges zu besprechen; er ging von da am 5. August nach Seedorf, um dort Platz für die Klosterfrauen im Falle eines Krieges zu sichern. Anlässlich der Abtwahl vom 30. September 1698 fielen zwei Mal je acht Stimmen, im dritten Wahlgang noch fünf und im vierten noch zwei Stimmen auf ihn. Von Fahr aus musste er den 14. Mai 1700 im sogen. Krämerstreit nach Schwyz. Den 30. Juni 1701 kam er als Propst in Fahr weg, um andern Tags als Propst nach St. Gerold zu gehen. Von dort ging er im Juni 1704 zur Sekundiz seines Bruders P. Eberhard in Rheinau. Er selber konnte, nachdem er 1713 als Propst weggekommen und Socius in Pfäffikon geworden war, den 14. September 1714 seine Sekundiz feiern. Er starb in Pfäffikon den 7. Oktober 1719 im Alter von 79 Jahren und wurde in der Kirche zu Freienbach (andere haben Ufnau; doch fehlt dort das Grab) bestattet. «Vir mitissimi ingenii, vultu animum semper tranquillum prae se ferente, doctus, Theologiae olim Professor, Decanus Monasterii, demum Praepositus ad St. Geroldum, tandem cum Pfaefficonae aetate gravis vultu semper hilari et supra quam ferret aetas venusto, egisset, morti se paratus, illic obiit Anno 1719, in Uffnaugia (?) insula sepultus, amabili a posteris memoria desideraturus143.
P. Adelrich war wahrscheinlich zuerst Philosophieprofessor, den 30. September 1672 wurde er Theologieprofessor. Seit dem 30. Oktober 1676 war er Präses der Rosenkranzbruderschaft. Schon am 13. Dezember 1675 wurde er Subprior und Fraterinstruktor; letzteres Amt wurde ihm den 30. Oktober 1677 abgenommen, dafür musste er dem Dekan einen Teil seiner Bürde abnehmen. 1678, den 12. Oktober, predigte er zu Muri an der Kirchweihe. 1679, den 20. Mai, wurde er Brüderinstruktor; den 5. August dieses Jahres suchte er das Bad Pfäfers auf und am 25. September ging er zu einer Disputation nach dem Stifte Kempten. Auf das Meinradsfest 1680 liess er aus dem Gelde, das ihm sein Bruder gegeben, ein Antipendium machen, das zu dem von P. Ambros Püntiner s. Z. gestifteten Ornat passte (s. d.). Vom 20. bis 25. August 1680 weilte er in Pfäfers in der Unionsfrage; in der gleichen Angelegenheit musste er 1683, den 25. November, wieder dorthin und am 25. Januar 1684 nach St. Gallen. Den 8. Januar 1683 wohnte er der Profess einer Verwandten in Fahr bei. Im Auftrage des Abtes hatte er den 7. März 1684 St. Gerold zu visitieren. Als Abt Augustin von Rom heimkehrte, ging er ihm den 18. Juni 1684 nach Bellenz entgegen. Den folgenden 18. Juli musste er zu einer Disputation nach Rheinau; zugleich hatte er dorthin die Einladung zu einer Disputation in Einsiedeln zu überbringen. Am 31. Oktober 1684 wurde er für P. Christophorus Dekan. Am 30. März 1685 musste er nach Sarmenstorf, um dort den neuen Pfarrer einzuführen und die Wahl eines Kaplans zu präsidieren. Den 3. November 1685 nahm er in Rathausen eine Profess ab und hielt Visitation; desgleichen visitierte er am 10. November 1685 und wiederum am 7. November 1686 Seedorf und am 17. März 1686 Münsterlingen. Den 22. Juni 1686 predigte er in Baden anlässlich der Primiz seines Schwestersohnes, Bernhard Dorer. Wegen der Lage in Pfäfers und Disentis musste er den 27. Dezember 1686 zum Nuntius nach Luzern. Im folgenden Jahre hatte er viel zu tun in dem Handel, den der Abt von St. Gallen mit den Schwyzern wegen den Verhältnissen im Toggenburg hatte. Auch sonst musste er öfters in Geschäften zum Nuntius und an andere Orte. Daneben nahm er Visitationen in Seedorf und Fahr vor. Den 1. September 1689 ging er mit P. Marian nach Freudenfels und von dort am 3. September nach Radolfzell, um die Erbschaftsangelegenheit P. Marians zu ordnen. Von da aus besuchte er am 4. September die Reichenau, wo er das Hochamt hielt. Den 18. November 1689 ging er zu einer Disputation nach Mariastein, den 19. Oktober 1690 mit den Patres Ignaz und Sebastian zu einer Translationsfeierlichkeit nach Rheinau. 1690, den 12. Mai, war er in Pfäffikon bei einer Konferenz mit den Zürchern wegen dem Kirchhofstreit in Eschenz. Während der Krankheit des Abtes Augustin übertrug das Kapitel ihm und den drei Senioren die Führung der Geschäfte. In diesem und dem folgenden Jahre gab ihm die Münsterlingerangelegenheit sehr viel zu schaffen. Bei der Abtwahl vom 24. März 1692 fielen zwei Stimmen auf ihn. Abt Raphael bestätigte ihn den 19. Juli als Dekan. Vom 3. August bis 2. September 1692 musste er das Bad Pfäfers aufsuchen. Den 24. Januar 1693 sandte ihn der Abt nach Weingarten, um dort den Verkauf der Herrschaft Ittendorf in die Wege zu leiten. Im Auftrage des Abtes brachte er den 17. August 1693 mit P. Kolumban Summerer Reliquien der hl. Cordula, einer Heiligen aus den Gefährtinnen der hl. Ursula, nach Baden, um die der Rat gebeten hatte. Im Oktober 1694 ernannte ihn der Abt zum Propst in Fahr, wohin P. Adelrich den 3. November verreiste. Von dort kam er am 3. August 1695 nach Einsiedeln, um sich wegen des damals drohenden Krieges zu besprechen; er ging von da am 5. August nach Seedorf, um dort Platz für die Klosterfrauen im Falle eines Krieges zu sichern. Anlässlich der Abtwahl vom 30. September 1698 fielen zwei Mal je acht Stimmen, im dritten Wahlgang noch fünf und im vierten noch zwei Stimmen auf ihn. Von Fahr aus musste er den 14. Mai 1700 im sogen. Krämerstreit nach Schwyz. Den 30. Juni 1701 kam er als Propst in Fahr weg, um andern Tags als Propst nach St. Gerold zu gehen. Von dort ging er im Juni 1704 zur Sekundiz seines Bruders P. Eberhard in Rheinau. Er selber konnte, nachdem er 1713 als Propst weggekommen und Socius in Pfäffikon geworden war, den 14. September 1714 seine Sekundiz feiern. Er starb in Pfäffikon den 7. Oktober 1719 im Alter von 79 Jahren und wurde in der Kirche zu Freienbach (andere haben Ufnau; doch fehlt dort das Grab) bestattet. «Vir mitissimi ingenii, vultu animum semper tranquillum prae se ferente, doctus, Theologiae olim Professor, Decanus Monasterii, demum Praepositus ad St. Geroldum, tandem cum Pfaefficonae aetate gravis vultu semper hilari et supra quam ferret aetas venusto, egisset, morti se paratus, illic obiit Anno 1719, in Uffnaugia (?) insula sepultus, amabili a posteris memoria desideraturus143.
Schriften
Schriften:
a) Gedruckte:
1. Quaestiones per Controversias Elucidatae ex Universa Logica, quas Praeside P. Adelrico Suter in Illmo et Exempto Monrio Einsidlensi Professo, Sacerdote et ibidem Philosophiae Professore Ordinario publico Certamini exponunt Religiosi et Perdocti FF. Desiderius Scholar et Beda Schwaller, ejusdem Monrii Professi et Philosophiae Studiosi, a. 1667 ad Diem 8. Julii. Typis Einsidlensibus Per Jacobuni Aininon. 12 °. 163 Seiten.
2. Controversiae Scholasticae ex Prooemiali Quaestione Theologiae, quas Praeside R. P. Adelrico Suter, in Illmo et Exempto Monrio Einsidlensi Professo, Sacerdote et ibidem SS. Theologiae Professore Ordinario, publicae Disputationi expositas defendendas susceperunt Relig. ac Doctissimi F. Placidus Reding ä Biberegg, F. Maurus ä Roll, ejusdem Monrii Professi et SS. Theologiae Studiosi, anno 1670, ad Diem 17. Sept. Typis Einsidlensibus per Nicolaum Wagenmann. 12 <>. 130 Seiten. X 1209. X 1134.
b) Ungedruckte:
1. Distinctiones philosophicae et notae variae, collectae ä R. P. Beda Schwaller. Mscr. 886 (1243) A. NB 1. Fol. 119 S. VII. 11. Fol. 133 S.
2. Cursus theologicus. Symian NB. Fol. 120 b. XXII. 1.
3. Excepit dictata philosophica P. Bonifacii Tschupp. 8°. 468 S. Mscr. 910 (1658) u. Mscr. 999 (910). - Ihm widmete Paul Reding sein Psalterium Benedictinum. Mscr. 294 (s.d.).
a) Gedruckte:
1. Quaestiones per Controversias Elucidatae ex Universa Logica, quas Praeside P. Adelrico Suter in Illmo et Exempto Monrio Einsidlensi Professo, Sacerdote et ibidem Philosophiae Professore Ordinario publico Certamini exponunt Religiosi et Perdocti FF. Desiderius Scholar et Beda Schwaller, ejusdem Monrii Professi et Philosophiae Studiosi, a. 1667 ad Diem 8. Julii. Typis Einsidlensibus Per Jacobuni Aininon. 12 °. 163 Seiten.
2. Controversiae Scholasticae ex Prooemiali Quaestione Theologiae, quas Praeside R. P. Adelrico Suter, in Illmo et Exempto Monrio Einsidlensi Professo, Sacerdote et ibidem SS. Theologiae Professore Ordinario, publicae Disputationi expositas defendendas susceperunt Relig. ac Doctissimi F. Placidus Reding ä Biberegg, F. Maurus ä Roll, ejusdem Monrii Professi et SS. Theologiae Studiosi, anno 1670, ad Diem 17. Sept. Typis Einsidlensibus per Nicolaum Wagenmann. 12 <>. 130 Seiten. X 1209. X 1134.
b) Ungedruckte:
1. Distinctiones philosophicae et notae variae, collectae ä R. P. Beda Schwaller. Mscr. 886 (1243) A. NB 1. Fol. 119 S. VII. 11. Fol. 133 S.
2. Cursus theologicus. Symian NB. Fol. 120 b. XXII. 1.
3. Excepit dictata philosophica P. Bonifacii Tschupp. 8°. 468 S. Mscr. 910 (1658) u. Mscr. 999 (910). - Ihm widmete Paul Reding sein Psalterium Benedictinum. Mscr. 294 (s.d.).