P. Eberhard (Johann Christophorus) Omlin von Schnifis
Lebensdaten
Geboren 1636, Profess 1657, Gestorben 1687
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 48
Professbuchnr.
155
Professdatum
1657
Professbuchtext
P. Eberhard (Johann Christophorus) Omlin von Schnifis (Vorarlberg); stammte aus Unterwalden. Geboren den 20. Februar 1636. Profess 25. Dezember 1657. Priester 13. März, Primiz 29. März 1660.
P. Eberhard kam den 7. Februar 1666 nach St. Gerold; er nahm damals für P. Gabriel Buzelin von Weingarten, der sich im Priorat St. Johann in Feldkirch aufhielt, eine Partikel von der Tunika des hl. Meinrad mit. 1671, den 13. November, wurde er Pfarrer in Ittendorf, doch ist er seit dem 1. Juli 1672 wieder daheim und zwar als Direktor Typographiae. Den 9. J anuar 1674 wurde er als Gehilfe des Propstes und Pfarrer von Fahr bestimmt, wohin er den 16. Januar verreiste. Am S.November 1676 kam er von Münsterlingen zurück, wo er einige Zeit gewesen, ging aber schon am 9. November nach St. Gerold. 1679 war er wieder daheim und suchte am 26. Juni auf Anraten des Arztes das Bad in Ruswil (Kt. Luzern) auf. Den 14. November 1681 ging er gesundheitshalber nach Pfäffikon, von wo am 13. Januar 1682 Bericht kam, dass es nicht gut mit ihm stehe und er P. Raphael zu sich wünsche; dieser machte sich sogleich mit dem Baibier auf den Weg. Den 12. Juni 1685 ging er ins Bad Pfäfers. Nach langer Krankheit starb er den 4. April 1687, erst 51 Jahre alt. «Es hatte dieser gute Herr nunmehr 10 gantzer Jahr kein gesunde Stunde, sondern ist beständig eintweder zu Betth gelegen, oder erbärmlich hin und her gehülpt, weilen weder die Füess gleichwohl mit Behilf eines Spazier-Stabs ihne tragen, noch die Hand ihme in etwas beholfen seyn können, als in denen er alligklich contract und ohne Kräfften gewesen.» Er konnte aber doch gelegentlich die hl. Messe lesen und darum erlaubte der Abt, dass auf seinem Zimmer ein Altar errichtet wurde. «Unnd nachdeme endtlich seine Krankheit der contracten Glieder ie lenger ie violenzer worden, ist endtlich ihme disere sonderlich an Händen ausgebrochen, erstens an den gleichen der Finger und Juncturis einer baumnuss grosse Büggel geworfen, daraus mithin eine weisse Materie, als wie Kalch geronnen: endtlich da es nun allgemach zum letzten schreitet, hatt sich dise Matery in ein beständig fliessende solviert, derby ein zimmlich übler Geschmack gewesen, und währte diser Fluss bis in sin End. Daneben von langwirriger Krankheit ziehete sich die Nerven gar stark zusamen, unnd plagte ihne die Convulsiones so sehr, das er weder Tags noch Nachts einige Ruhe noch Schlaf hatte, könnte auch nit mehr anderst, als sitzend unnd zwar mit stark geneigtem Haupt einige Ruhe nit haben. In welcher Postur er vor seinem letzten End ettlich Tag und Nacht zugebracht. - Nach Mittag hatt der Medicus durch den Balbierer sein Leib öffnen lassen und neben andern Sachen, die der Medicus hoch geachtet, in den Nieren ettliche und sonderlich einen gar grossen Stein gefunden, fast 3, grosse Baumnuss, 6 1/4 Loth schwer, von welchem dem guten Herrn grosse Plag muss geschehen seyn»141. - P. Eberhard hatte zwei geistliche Brüder, der eine war von 1668-72 Pfarrer in Schnifis, der andere war als P. Gregor in Wettingen eingetreten142.
P. Eberhard kam den 7. Februar 1666 nach St. Gerold; er nahm damals für P. Gabriel Buzelin von Weingarten, der sich im Priorat St. Johann in Feldkirch aufhielt, eine Partikel von der Tunika des hl. Meinrad mit. 1671, den 13. November, wurde er Pfarrer in Ittendorf, doch ist er seit dem 1. Juli 1672 wieder daheim und zwar als Direktor Typographiae. Den 9. J anuar 1674 wurde er als Gehilfe des Propstes und Pfarrer von Fahr bestimmt, wohin er den 16. Januar verreiste. Am S.November 1676 kam er von Münsterlingen zurück, wo er einige Zeit gewesen, ging aber schon am 9. November nach St. Gerold. 1679 war er wieder daheim und suchte am 26. Juni auf Anraten des Arztes das Bad in Ruswil (Kt. Luzern) auf. Den 14. November 1681 ging er gesundheitshalber nach Pfäffikon, von wo am 13. Januar 1682 Bericht kam, dass es nicht gut mit ihm stehe und er P. Raphael zu sich wünsche; dieser machte sich sogleich mit dem Baibier auf den Weg. Den 12. Juni 1685 ging er ins Bad Pfäfers. Nach langer Krankheit starb er den 4. April 1687, erst 51 Jahre alt. «Es hatte dieser gute Herr nunmehr 10 gantzer Jahr kein gesunde Stunde, sondern ist beständig eintweder zu Betth gelegen, oder erbärmlich hin und her gehülpt, weilen weder die Füess gleichwohl mit Behilf eines Spazier-Stabs ihne tragen, noch die Hand ihme in etwas beholfen seyn können, als in denen er alligklich contract und ohne Kräfften gewesen.» Er konnte aber doch gelegentlich die hl. Messe lesen und darum erlaubte der Abt, dass auf seinem Zimmer ein Altar errichtet wurde. «Unnd nachdeme endtlich seine Krankheit der contracten Glieder ie lenger ie violenzer worden, ist endtlich ihme disere sonderlich an Händen ausgebrochen, erstens an den gleichen der Finger und Juncturis einer baumnuss grosse Büggel geworfen, daraus mithin eine weisse Materie, als wie Kalch geronnen: endtlich da es nun allgemach zum letzten schreitet, hatt sich dise Matery in ein beständig fliessende solviert, derby ein zimmlich übler Geschmack gewesen, und währte diser Fluss bis in sin End. Daneben von langwirriger Krankheit ziehete sich die Nerven gar stark zusamen, unnd plagte ihne die Convulsiones so sehr, das er weder Tags noch Nachts einige Ruhe noch Schlaf hatte, könnte auch nit mehr anderst, als sitzend unnd zwar mit stark geneigtem Haupt einige Ruhe nit haben. In welcher Postur er vor seinem letzten End ettlich Tag und Nacht zugebracht. - Nach Mittag hatt der Medicus durch den Balbierer sein Leib öffnen lassen und neben andern Sachen, die der Medicus hoch geachtet, in den Nieren ettliche und sonderlich einen gar grossen Stein gefunden, fast 3, grosse Baumnuss, 6 1/4 Loth schwer, von welchem dem guten Herrn grosse Plag muss geschehen seyn»141. - P. Eberhard hatte zwei geistliche Brüder, der eine war von 1668-72 Pfarrer in Schnifis, der andere war als P. Gregor in Wettingen eingetreten142.
Schriften
Schriften:
1. Einsidlischer Schutzmantel, Darinnen auff alle Tag dess gantzen Jahrs der Ausserwöhlten Lieben Heyligen Gottes Bildtnuss sambt einem Summarischen Begriff ihres Lebens, insonderheit dero Heilthumber zu Einsidlen ruhen, gesetzt. Durch R. P. Eberhardum Omlin, Theologum und Conventualen dess fürstl. Gottshauss Einsidlen. Cum facultate Superiorum. Durch Joseph Reymann, Anno 1673. 12 °. 1. Januar bis 30. Juni. X 1295.
2. Einsidlische Auffwart Mariae, der Mutter Gottes in dero Gnaden-Saal zu Einsidlen, das ist Bildtnuss und kurtzer Begriff dess Lebens der H. H. Gottes auff alle Tag dess gantzen Jahrs, insonderheit, deren Heylthumber zu Einsidlen ruhen, sambt beygefügten schönen Sprüchen auss den H. H. Vätteren, geistreichen Lehrpünctlein und andächtigen Gebettlein, sehr nutzlich zu gebrauchen. Anderer Theil, Haltet inn das andere halbe Jahr. Gestellt von R. P. Eberhardo Omlin, Theologo und Conventuale dess Fürstlichen Gottshauses Einsidlen. Cum facultate Superiorum. Durch Joseph Reymann. 1675. 12 °. 1. Juli bis 31. Dec. X 1219.
3. Preces Gertudianae, sive vera et sincera Medulla . . . precum . . . Virg. et Sororum Gertrudis et Mechtildis, Comitissarum de Hackeeborn, O. S. B. Typis Monrii Einsidlensis per Jos. Reymann. 1674. 12 °. 332 Seiten (mit Katalog 1674). X 1280.
Geistliche Uebungen Gertrudis der Fürstl. Jungfrawen .... Gedruckt in Fürstl. Einsidlischer Buchdruckerey durch Joseph Reymann 1680. (Aus lat. Sprach in d. Teutsche übersetzt.) 12 °. 417 Seiten. - Nach Mscr. 277, das P. Gall Morel 1859 in Regensburg neu herausgab (s.d.).
5. Andächtiges Gebett-Buch der 2 hl. Schw. Gertrudis und Mechtildis . . . . . Eins, durch Adam Rup. Schädler a.1725. 8 °. 471 Seiten.
6. Somweber, Erich. Ein spätkarolingisches Fragment aus einem Werk des egetius. Mit 4 Bildern. P. Eberhard Omlin, handschr. Aufzeichnung der Ethik-Vorlesungen des P. Bonifaz Tschupp. Mscr. in Stadtarchiv Feldkirch. (Jahrbuch Vorarlberger Landesmuseums-Verein 130, 1986, 59-76).
1. Einsidlischer Schutzmantel, Darinnen auff alle Tag dess gantzen Jahrs der Ausserwöhlten Lieben Heyligen Gottes Bildtnuss sambt einem Summarischen Begriff ihres Lebens, insonderheit dero Heilthumber zu Einsidlen ruhen, gesetzt. Durch R. P. Eberhardum Omlin, Theologum und Conventualen dess fürstl. Gottshauss Einsidlen. Cum facultate Superiorum. Durch Joseph Reymann, Anno 1673. 12 °. 1. Januar bis 30. Juni. X 1295.
2. Einsidlische Auffwart Mariae, der Mutter Gottes in dero Gnaden-Saal zu Einsidlen, das ist Bildtnuss und kurtzer Begriff dess Lebens der H. H. Gottes auff alle Tag dess gantzen Jahrs, insonderheit, deren Heylthumber zu Einsidlen ruhen, sambt beygefügten schönen Sprüchen auss den H. H. Vätteren, geistreichen Lehrpünctlein und andächtigen Gebettlein, sehr nutzlich zu gebrauchen. Anderer Theil, Haltet inn das andere halbe Jahr. Gestellt von R. P. Eberhardo Omlin, Theologo und Conventuale dess Fürstlichen Gottshauses Einsidlen. Cum facultate Superiorum. Durch Joseph Reymann. 1675. 12 °. 1. Juli bis 31. Dec. X 1219.
3. Preces Gertudianae, sive vera et sincera Medulla . . . precum . . . Virg. et Sororum Gertrudis et Mechtildis, Comitissarum de Hackeeborn, O. S. B. Typis Monrii Einsidlensis per Jos. Reymann. 1674. 12 °. 332 Seiten (mit Katalog 1674). X 1280.
Geistliche Uebungen Gertrudis der Fürstl. Jungfrawen .... Gedruckt in Fürstl. Einsidlischer Buchdruckerey durch Joseph Reymann 1680. (Aus lat. Sprach in d. Teutsche übersetzt.) 12 °. 417 Seiten. - Nach Mscr. 277, das P. Gall Morel 1859 in Regensburg neu herausgab (s.d.).
5. Andächtiges Gebett-Buch der 2 hl. Schw. Gertrudis und Mechtildis . . . . . Eins, durch Adam Rup. Schädler a.1725. 8 °. 471 Seiten.
6. Somweber, Erich. Ein spätkarolingisches Fragment aus einem Werk des egetius. Mit 4 Bildern. P. Eberhard Omlin, handschr. Aufzeichnung der Ethik-Vorlesungen des P. Bonifaz Tschupp. Mscr. in Stadtarchiv Feldkirch. (Jahrbuch Vorarlberger Landesmuseums-Verein 130, 1986, 59-76).