P. Fortunatus (Karl) Graf von Wolkenstein und Rodenegg aus Innsbruck
Lebensdaten
Geboren 1620, Profess 1656, Gestorben 1658
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 45
Professbuchnr.
152
Professdatum
1656
Professbuchtext
P. Fortunatus (Karl) Graf von Wolkenstein und Rodenegg aus Innsbruck. Er war geboren den 9. März 1620 als Sohn des Grafen Fortunat von Wolkenstein und Rodenegg und der Maria Anna geb. Gräfin von Hohenems. Diese hatte von Bischof Mark Sittich von Salzburg 1618 7000 fl. als Aussteuer erhalten. Einer seiner Vorfahren hatte durch Maximilian I. die Burg Rodenegg erhalten, Ferdinand II. verlieh der Familie den 24. Oktober 1630 den Grafentitel137.
Wolkenstein wurde zunächst Weltpriester. Er empfing den 9. September 1646 die Tonsur, den 16. März 1647 das Subdiakonat, den 6. April 1647 das Diakonat und den 20. April 1647 die Priesterweihe. Im Frühjahr 1650 unternahm er eine Wallfahrt nach Rom, für die ihm der Bischof von Brixen den 2. März ein Empfehlungsschreiben ausstellte. Er bat oft und dringend um Aufnahme ins Kloster. Endlich erlaubte man ihm den Eintritt ins Noviziat, das er aber wegen des Villmerger Krieges unterbrechen musste. Er ging zwei Monate nach Hause, konnte dann aber doch mit den andern Novizen am 1. November 1656 die Profess ablegen, doch musste er sie am 22. April 1657 vor Dekan, Subprior, Novizenmeister erneuern. Man schätzte besonders seine italienischen und französischen Sprachkenntnisse, die ihm für den Beichtstuhl sehr zu statten kamen. Indessen starb P. Fortunat bereits den 6. April 1658, «longa, inveterata ac pertinaci arthridie». Ein von ihm übersetztes Schriftchen kam erst 1682 heraus (s.u.)138.
Wolkenstein wurde zunächst Weltpriester. Er empfing den 9. September 1646 die Tonsur, den 16. März 1647 das Subdiakonat, den 6. April 1647 das Diakonat und den 20. April 1647 die Priesterweihe. Im Frühjahr 1650 unternahm er eine Wallfahrt nach Rom, für die ihm der Bischof von Brixen den 2. März ein Empfehlungsschreiben ausstellte. Er bat oft und dringend um Aufnahme ins Kloster. Endlich erlaubte man ihm den Eintritt ins Noviziat, das er aber wegen des Villmerger Krieges unterbrechen musste. Er ging zwei Monate nach Hause, konnte dann aber doch mit den andern Novizen am 1. November 1656 die Profess ablegen, doch musste er sie am 22. April 1657 vor Dekan, Subprior, Novizenmeister erneuern. Man schätzte besonders seine italienischen und französischen Sprachkenntnisse, die ihm für den Beichtstuhl sehr zu statten kamen. Indessen starb P. Fortunat bereits den 6. April 1658, «longa, inveterata ac pertinaci arthridie». Ein von ihm übersetztes Schriftchen kam erst 1682 heraus (s.u.)138.
Schriften
Schriften:
Geistliche Erwegungen oder Betrachtungen. Der fürnembsten Puncten eines jeglichen Capitels der Regel dess fürtrefflichen Ertz-Patriarchen und Gros-Fürsten aller München unsers Heiligen Vatters Benedicti, Samt kurtzen, jedoch geistreichen Ausslegungen der fürnembsten Sachen dess göttlichen Diensts, und anderen Klösterlichen Verrichtungen. Erstlich in Frantzösischer Sprach beschriben. Von Adm. R. P. Philippo Francisci, Ordens dess H. Benedicti, Nachgehends aber in die Teutsche übersetzt Durch den Adm. R. P. Fortunatum Grafen von Wolckenstein und Roden Egg etc. gemelten Ordens Conv. dess Fürstl. GottsHaus Einsidlen. Cum licentia Superiorum. Gedruckt zu Costantz bey Pelagio Breni, Im Jahr 1682. 8 °. 432 Seiten. Register nach dem Titel. X 854.
Geistliche Erwegungen oder Betrachtungen. Der fürnembsten Puncten eines jeglichen Capitels der Regel dess fürtrefflichen Ertz-Patriarchen und Gros-Fürsten aller München unsers Heiligen Vatters Benedicti, Samt kurtzen, jedoch geistreichen Ausslegungen der fürnembsten Sachen dess göttlichen Diensts, und anderen Klösterlichen Verrichtungen. Erstlich in Frantzösischer Sprach beschriben. Von Adm. R. P. Philippo Francisci, Ordens dess H. Benedicti, Nachgehends aber in die Teutsche übersetzt Durch den Adm. R. P. Fortunatum Grafen von Wolckenstein und Roden Egg etc. gemelten Ordens Conv. dess Fürstl. GottsHaus Einsidlen. Cum licentia Superiorum. Gedruckt zu Costantz bey Pelagio Breni, Im Jahr 1682. 8 °. 432 Seiten. Register nach dem Titel. X 854.