P. Marianus (Johann) Schott von Radolfzell
Lebensdaten
Geboren 1639, Profess 1656, Gestorben 1707
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 44
Professbuchnr.
151
Professdatum
1656
Professbuchtext
P. Marianus (Johann) Schott von Radolfzell. Geboren den 3. Mai 1639 als Sohn des Johann Schott und der Katharina Harscher, die den 29. April 1689 starb; wegen ihrem Erbe setzte es Schwierigkeiten ab. Er war ein Grossneffe des Rathold Morstein, Kaplan in Konstanz, aus dessen Nachlassenschaft mehrere Bücher und Handschriften nach Einsiedeln kamen. - Profess 21. Januar 1656. Priester 8. September 1662.
Noch als Frater wurde Schott vom 20. Mai bis 8. August 1660 zu P. Severin Schön in Münsterlingen geschickt, damit er dort in die höhere Mathematik eingeführt würde. Seit dem 27. Oktober 1665 war er Gehilfe des Pfarrers. Den 15. September 1671 kam er als Pfarrer nach Münsterlingen. Heimgekehrt, wurde er den 25. Mai 1674 Beichtiger für die Klosterfrauen in der Au und Brüderinstruktor. Den 12. Oktober 1676 kam er als Pfarrer nach Fahr. Zwei Jahre später, den 29. Juni 1678, musste er neuerdings nach Münsterlingen. Dort blieb er bis 1687, wo er zunächst am 20. September anlässlich der Engelweihfeierlichkeiten predigte und am 1. Oktober nach Münslerlingen zurückkehrte, um am folgenden 22. November als Gehilfe des Statthalters nach Freudenfels zu gehen. Den 5. Oktober 1690 musste er wieder nach Münsterlingen; er erhielt den strikten Befehl, dort die Klausur einzuführen. Vorher weilte er offenbar im Kloster, denn am 3. August dieses Jahres ging er nach Eschenbach, um der dortigen Äbtissin das ihr dedizierte Buch: «Kurtzweil der Ewigen Weisheit» persönlich zu überbringen. Aber schon am 8. Januar 1690 wurde er Propst in St. Gerold, doch bat er am 17. Oktober 1690 um Entlassung, worauf er den 18. November als Pfarrer nach Ittendorf gesandt wurde. Aber auch hier blieb er nicht lange, denn am 29. Mai 1693 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer von Eschenz. Diese Stelle versah sonst immer ein Weltpriester, weshalb P. Marian schon am 8. November des gleichen Jahres wieder wegkam. Es wurde ihm aber erlaubt, auf Freudenfels zu bleiben, wo er sich mit Predigten und Bücherschreiben befasste. Von dort brachte er den 21. Mai 1695 für das Gnadenbild ein Kleid «von rothem Atlass und mit Gold übersetzt»; dazu ein gleiches Messgewand, «so er ex suo peculio, so er die Zeit, welche er extra Monasterium gewesen, zusammengeleget und erhauset», anschaffte. Den 9. September 1698 wurde er von Freudenfels heimberufen und am folgenden 5. Dezember zum Bibliothekar ernannt. Den 5. Februar 1699 hatte er eine Predigt von nachmittags 3/4 2 bis gegen 1/2 4 protrahiert, zu «jedermanns Mortification»135. Den 11. August 1699 ging er nach Sachseln wallfahren. Am 17. Januar 1700 wurde er zum Corrector typographiae ernannt. Den 17. August dieses Jahres kehrte er von einer Kur in Baden heim. Seit dem 3. Januar 1699 war er Konventbeichtvater. Er starb den 25. März 1707 in Pfäffikon, wurde aber in Einsiedeln begraben136.
Noch als Frater wurde Schott vom 20. Mai bis 8. August 1660 zu P. Severin Schön in Münsterlingen geschickt, damit er dort in die höhere Mathematik eingeführt würde. Seit dem 27. Oktober 1665 war er Gehilfe des Pfarrers. Den 15. September 1671 kam er als Pfarrer nach Münsterlingen. Heimgekehrt, wurde er den 25. Mai 1674 Beichtiger für die Klosterfrauen in der Au und Brüderinstruktor. Den 12. Oktober 1676 kam er als Pfarrer nach Fahr. Zwei Jahre später, den 29. Juni 1678, musste er neuerdings nach Münsterlingen. Dort blieb er bis 1687, wo er zunächst am 20. September anlässlich der Engelweihfeierlichkeiten predigte und am 1. Oktober nach Münslerlingen zurückkehrte, um am folgenden 22. November als Gehilfe des Statthalters nach Freudenfels zu gehen. Den 5. Oktober 1690 musste er wieder nach Münsterlingen; er erhielt den strikten Befehl, dort die Klausur einzuführen. Vorher weilte er offenbar im Kloster, denn am 3. August dieses Jahres ging er nach Eschenbach, um der dortigen Äbtissin das ihr dedizierte Buch: «Kurtzweil der Ewigen Weisheit» persönlich zu überbringen. Aber schon am 8. Januar 1690 wurde er Propst in St. Gerold, doch bat er am 17. Oktober 1690 um Entlassung, worauf er den 18. November als Pfarrer nach Ittendorf gesandt wurde. Aber auch hier blieb er nicht lange, denn am 29. Mai 1693 erfolgte seine Ernennung zum Pfarrer von Eschenz. Diese Stelle versah sonst immer ein Weltpriester, weshalb P. Marian schon am 8. November des gleichen Jahres wieder wegkam. Es wurde ihm aber erlaubt, auf Freudenfels zu bleiben, wo er sich mit Predigten und Bücherschreiben befasste. Von dort brachte er den 21. Mai 1695 für das Gnadenbild ein Kleid «von rothem Atlass und mit Gold übersetzt»; dazu ein gleiches Messgewand, «so er ex suo peculio, so er die Zeit, welche er extra Monasterium gewesen, zusammengeleget und erhauset», anschaffte. Den 9. September 1698 wurde er von Freudenfels heimberufen und am folgenden 5. Dezember zum Bibliothekar ernannt. Den 5. Februar 1699 hatte er eine Predigt von nachmittags 3/4 2 bis gegen 1/2 4 protrahiert, zu «jedermanns Mortification»135. Den 11. August 1699 ging er nach Sachseln wallfahren. Am 17. Januar 1700 wurde er zum Corrector typographiae ernannt. Den 17. August dieses Jahres kehrte er von einer Kur in Baden heim. Seit dem 3. Januar 1699 war er Konventbeichtvater. Er starb den 25. März 1707 in Pfäffikon, wurde aber in Einsiedeln begraben136.
Schriften
Schriften:
a) Gedruckte:
1. Vergiss nit mein, Das ist Wochentliche Uebung der Gegenwart Gottes, Welche einer Gottliebenden Seel in den gewohnlichen, zeitlichen und geistlichen Verrichtungen vorbildet, die 7 vornembste Werck der Gütigkeit Gottes. Sambt einem Underricht, wie das innerliche Gebett, oder die Betrachtung, Item die 7 Tag Zeiten nutzlich können verricht werden. Beschriben Durch einen Benedictinischen Einsidler, P. M(arian) S(chott). Ueberlingen, Bey Pelagi Breni, Im Jahr 1676. 12 °. 332 Seiten. X 1045.
Zehntägige Erspieglung oder Erneuerung dess Geistes, In welcher ein Gottliebende Seel durch die 10 Tägige Einsamme, in dem dreyfachen Spiegel der Reinigung, Erleuchtung und Vereinbahrung sich kan ersehen. Allen der Vollkommenheit begingen Seelen, absonderlich aber den Geistlichen Ordens-Persohnen, auss den Lehren der H. Vätter gezogen unnd fürgestellt Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Haus Einsidlen, Ordens dess H. V. Benedicti. Getruckt zu Ueberlingen Bey Pelagi Breni 1676. 12 °. Alles in einem Bande.
Erster Spiegel der Reinigung Seite 1-308.
Anderte Spiegel der Erleuchtung Seite 1-238.
Dritter Spiegel der Vereinbarung Seite 239-499.
Dieses Buch erschien auch 1676 ohne Druckort. X 1404. Ebenfalls 1676 bei D. Hautt in Luzern. 12 °. 799 S. Sd 2108. Ferner 1688 bei Johann Ad. Köberle in Constantz. 12 °. 483 S. Sd 1200 a; X 800.
3. Warhafftige Bildtnuss Jesu Christi, Das ist Kurtze zu Sinn-Legung, Wie ein Gottliebende Seel in ihrem sterblichen Leib das Leben Jesu mit lebhafften Farben der Nachfolgung Christi Durch den Pensei der Werken solle entwerffen. Ist alles mit schönen Exemplaren und Lehren der heyligen Vättern vorgebildet. Von R. P. Mariano Schott, Conventual desi Fürstl. Gottshauss U. L. Frauwen zu den Einsidlern, Ordens dess H. Vatters Benedicti. Gedruckt zu Costanz bey Pelagi Breni, 1678. 12 ° . 436 Seiten. Dd 2109. - X 1325. Neue, in Einsiedeln gedruckte Auflage 1723. - X 799.
4. Fundament oder Grund-Riss der Klösterlichen Vollkommenheit nach der Bildnus Jesu Christi, gezogen Auss den Lebens-Ordnungen und Regeln der Heyligen Vättern und Ordens-Stifftern Basili, Augustini, Benedicti und Francis«. Ist alles mit schönen Exemplaren und Lehren underschidlicher Heyligen erklährt Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Hauss U. L. Frawen zu den Einsidlern, Ordens dess H. V. Benedicti. Cum lic. Sup. Gedruckt zu Costantz bey Pelagio Breni, im Jahre 1679. 4°. Erster Tracta't Von dem Anfang und Eingang dess Geistlichen Standes. Seite 1-336.
Andere Tractat: A. Substantz und Wesen des Geistlichen Standes. Seite 1-600. B. Klösterl. Ambtsverwaltungen. S. 601 bis 785. Sd 262. X 344, 479, 488. Neu aufgelegt 1703 bei Johann Ludwig Balbinger zu Baden in der Schweiz. Zwei Teile in einem Band. - Lex. 282, 710 S. Sd 133.
5. Zürcherischen Catechismi evangel. und biblischer Prob-Stein, das ist gründliche Erörterung der fürnehmsten Puncten dess Catechismi der zürcherischen Kirchen. Einsiedeln. Jos. Reymann. 1684. 24 °. 386 S. X 1406.
6. Lebhaffte Bildnuss der Ubergebenedeyten Jungfräwlichen Mutter Gottes Mariae, Dass ist: Kurtze zu Sinn Legung, wie ein Gottliebende Seel durch die Nachfolgung und Ergreiffung der Tugenden Mariae zur Hochheit der Mutterschafft Christi möge gelangen. Ist alles mit schönen Exemplen und Lehren der HH. Vätter als lebhaffte Farben vorgebildet. Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Hauss U. L. Frawen zu den Einsidlen Ordens dess H. V. Benedicti und Pfarrherrn dess Gotts-Hauss Münsterlingen. Cum lic. Superiorum. Gedruckt zu Costantz, Bey Johann Jacob Strauben sel. Wittib. Anno 1685. 8 °. 258 Seiten. X 986.
7. Geistliches Fas-Nacht-Küchlein. Das ist Form und weis, Wie ein Gottliebende Seel in der Fasnacht und anderen Recreation-Zeiten die leibliche Ergötzlichkeit und Erquikungen mit sonderbahrem geistlichen Nutzen solle zubringen.
Erlustige dich in dem Herren, und er wird dir erfüllen die Begirde deines Hertzens. Ps. 36, Vers 4.
Cum licentia Superiorum. Zu Costantz gedruckt bey Pelagi Breni, im Jahr 1685. 8 °. 54 Seiten. Auf der Rückseite des Titels: P. M. S. X 987.
8. Kurtzweyl der Ewigen Weissheit. In verwunderlichen Mit Schimpff und Ernst untermischten Geschichten auss den Leben der Heiligen den Gottliebenden Seelen zur Kurtzweyl zusammen getragen und mit Sittlichen Lehren vermengt durch R. P. Marianum Schott, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss U. L. Frawen zu den Einsidlen Ord. dess h. V. Benedicti.
Delectasti me Domine in factura tua. Du hast mich, o Herr, erfreuet in deinen Werken. Cum licentia Superiorum. Gedruckt in Costantz bey Johann Adam Köberle Anno 1692. 12 °. 405 Seiten. X 1407. - Neue Auflage 1699. 405 Seiten. X 1222.
9. Quaestiones Theologicae etc. 1664.
b) Ungedruckte:
1. Compendium praxis arithmeticae. Dictata mathematica P. Severini Schön. Excepit 1657 (s.d.). 16«. 165, 98, 65 f und Appendix. Mscr. 999 (1216).
2. Virginalis Sanctuarii, id est religiosi cordis Angelico-Divina consecratio juxta allegoriam Sanctuarii Einsidlensis. Fol. VII, 384 S. Mscr. 424 (222). Siehe Meier, Catalogus, S. 363, der bemerkt: Est opus potius mysticum quam historicum.
3. Lebhaftes Contrafet Christi, das ist kurze Vorbildung, wie ein christlicher Gottverlobter Mensch die lebhaften Farben der Nachfolge Christi in seinem sterblichen Leibe durch den Pansel der Werken solle verstehen. 8 °. 233 S. Unpag. Mscr. 678 (717).
4. De miraculis SS. Primorum Incolarum hujus loci seu Splendor radiorum Sanctitatis Beatorum Primorum Incolarum et Eremitarum Cellae D. Meinradi. Descriptus Anno gratiae 1704. Per F. M. S. Kl. 8 o. 43 S. - Stiftsarchiv Einsiedeln A.KB (3) 9.
5. Commentarius in Regulam S. P. N. Benedicti. (Nach Symian.) Verloren. - Ebenso gingen die Handschriften zu «Vergisse mein nit» und «Kurzweyl deren Heiligen», die Symian als vorhanden erwähnt, verloren.
In den Annotationibus ex variis, die er von seinem Oheim, Radolf von Morstein, erbte, hat P. Marian selber noch Ergänzungen angebracht. Mscr. 934 (1112). 12 °. 530 S.
Als Beichtiger in Fahr wollte er für die Klosterfrauen ein Büchlein herausgeben, wie er dies auch in Münsterlingen getan, bekam aber deshalb mit Abt Augustin Schwierigkeiten. (D.G 4.)
a) Gedruckte:
1. Vergiss nit mein, Das ist Wochentliche Uebung der Gegenwart Gottes, Welche einer Gottliebenden Seel in den gewohnlichen, zeitlichen und geistlichen Verrichtungen vorbildet, die 7 vornembste Werck der Gütigkeit Gottes. Sambt einem Underricht, wie das innerliche Gebett, oder die Betrachtung, Item die 7 Tag Zeiten nutzlich können verricht werden. Beschriben Durch einen Benedictinischen Einsidler, P. M(arian) S(chott). Ueberlingen, Bey Pelagi Breni, Im Jahr 1676. 12 °. 332 Seiten. X 1045.
Zehntägige Erspieglung oder Erneuerung dess Geistes, In welcher ein Gottliebende Seel durch die 10 Tägige Einsamme, in dem dreyfachen Spiegel der Reinigung, Erleuchtung und Vereinbahrung sich kan ersehen. Allen der Vollkommenheit begingen Seelen, absonderlich aber den Geistlichen Ordens-Persohnen, auss den Lehren der H. Vätter gezogen unnd fürgestellt Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Haus Einsidlen, Ordens dess H. V. Benedicti. Getruckt zu Ueberlingen Bey Pelagi Breni 1676. 12 °. Alles in einem Bande.
Erster Spiegel der Reinigung Seite 1-308.
Anderte Spiegel der Erleuchtung Seite 1-238.
Dritter Spiegel der Vereinbarung Seite 239-499.
Dieses Buch erschien auch 1676 ohne Druckort. X 1404. Ebenfalls 1676 bei D. Hautt in Luzern. 12 °. 799 S. Sd 2108. Ferner 1688 bei Johann Ad. Köberle in Constantz. 12 °. 483 S. Sd 1200 a; X 800.
3. Warhafftige Bildtnuss Jesu Christi, Das ist Kurtze zu Sinn-Legung, Wie ein Gottliebende Seel in ihrem sterblichen Leib das Leben Jesu mit lebhafften Farben der Nachfolgung Christi Durch den Pensei der Werken solle entwerffen. Ist alles mit schönen Exemplaren und Lehren der heyligen Vättern vorgebildet. Von R. P. Mariano Schott, Conventual desi Fürstl. Gottshauss U. L. Frauwen zu den Einsidlern, Ordens dess H. Vatters Benedicti. Gedruckt zu Costanz bey Pelagi Breni, 1678. 12 ° . 436 Seiten. Dd 2109. - X 1325. Neue, in Einsiedeln gedruckte Auflage 1723. - X 799.
4. Fundament oder Grund-Riss der Klösterlichen Vollkommenheit nach der Bildnus Jesu Christi, gezogen Auss den Lebens-Ordnungen und Regeln der Heyligen Vättern und Ordens-Stifftern Basili, Augustini, Benedicti und Francis«. Ist alles mit schönen Exemplaren und Lehren underschidlicher Heyligen erklährt Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Hauss U. L. Frawen zu den Einsidlern, Ordens dess H. V. Benedicti. Cum lic. Sup. Gedruckt zu Costantz bey Pelagio Breni, im Jahre 1679. 4°. Erster Tracta't Von dem Anfang und Eingang dess Geistlichen Standes. Seite 1-336.
Andere Tractat: A. Substantz und Wesen des Geistlichen Standes. Seite 1-600. B. Klösterl. Ambtsverwaltungen. S. 601 bis 785. Sd 262. X 344, 479, 488. Neu aufgelegt 1703 bei Johann Ludwig Balbinger zu Baden in der Schweiz. Zwei Teile in einem Band. - Lex. 282, 710 S. Sd 133.
5. Zürcherischen Catechismi evangel. und biblischer Prob-Stein, das ist gründliche Erörterung der fürnehmsten Puncten dess Catechismi der zürcherischen Kirchen. Einsiedeln. Jos. Reymann. 1684. 24 °. 386 S. X 1406.
6. Lebhaffte Bildnuss der Ubergebenedeyten Jungfräwlichen Mutter Gottes Mariae, Dass ist: Kurtze zu Sinn Legung, wie ein Gottliebende Seel durch die Nachfolgung und Ergreiffung der Tugenden Mariae zur Hochheit der Mutterschafft Christi möge gelangen. Ist alles mit schönen Exemplen und Lehren der HH. Vätter als lebhaffte Farben vorgebildet. Durch R. P. Marianum Schott, Conventual dess Fürstl. Gotts-Hauss U. L. Frawen zu den Einsidlen Ordens dess H. V. Benedicti und Pfarrherrn dess Gotts-Hauss Münsterlingen. Cum lic. Superiorum. Gedruckt zu Costantz, Bey Johann Jacob Strauben sel. Wittib. Anno 1685. 8 °. 258 Seiten. X 986.
7. Geistliches Fas-Nacht-Küchlein. Das ist Form und weis, Wie ein Gottliebende Seel in der Fasnacht und anderen Recreation-Zeiten die leibliche Ergötzlichkeit und Erquikungen mit sonderbahrem geistlichen Nutzen solle zubringen.
Erlustige dich in dem Herren, und er wird dir erfüllen die Begirde deines Hertzens. Ps. 36, Vers 4.
Cum licentia Superiorum. Zu Costantz gedruckt bey Pelagi Breni, im Jahr 1685. 8 °. 54 Seiten. Auf der Rückseite des Titels: P. M. S. X 987.
8. Kurtzweyl der Ewigen Weissheit. In verwunderlichen Mit Schimpff und Ernst untermischten Geschichten auss den Leben der Heiligen den Gottliebenden Seelen zur Kurtzweyl zusammen getragen und mit Sittlichen Lehren vermengt durch R. P. Marianum Schott, Capitularen dess Fürstl. Gottshauss U. L. Frawen zu den Einsidlen Ord. dess h. V. Benedicti.
Delectasti me Domine in factura tua. Du hast mich, o Herr, erfreuet in deinen Werken. Cum licentia Superiorum. Gedruckt in Costantz bey Johann Adam Köberle Anno 1692. 12 °. 405 Seiten. X 1407. - Neue Auflage 1699. 405 Seiten. X 1222.
9. Quaestiones Theologicae etc. 1664.
b) Ungedruckte:
1. Compendium praxis arithmeticae. Dictata mathematica P. Severini Schön. Excepit 1657 (s.d.). 16«. 165, 98, 65 f und Appendix. Mscr. 999 (1216).
2. Virginalis Sanctuarii, id est religiosi cordis Angelico-Divina consecratio juxta allegoriam Sanctuarii Einsidlensis. Fol. VII, 384 S. Mscr. 424 (222). Siehe Meier, Catalogus, S. 363, der bemerkt: Est opus potius mysticum quam historicum.
3. Lebhaftes Contrafet Christi, das ist kurze Vorbildung, wie ein christlicher Gottverlobter Mensch die lebhaften Farben der Nachfolge Christi in seinem sterblichen Leibe durch den Pansel der Werken solle verstehen. 8 °. 233 S. Unpag. Mscr. 678 (717).
4. De miraculis SS. Primorum Incolarum hujus loci seu Splendor radiorum Sanctitatis Beatorum Primorum Incolarum et Eremitarum Cellae D. Meinradi. Descriptus Anno gratiae 1704. Per F. M. S. Kl. 8 o. 43 S. - Stiftsarchiv Einsiedeln A.KB (3) 9.
5. Commentarius in Regulam S. P. N. Benedicti. (Nach Symian.) Verloren. - Ebenso gingen die Handschriften zu «Vergisse mein nit» und «Kurzweyl deren Heiligen», die Symian als vorhanden erwähnt, verloren.
In den Annotationibus ex variis, die er von seinem Oheim, Radolf von Morstein, erbte, hat P. Marian selber noch Ergänzungen angebracht. Mscr. 934 (1112). 12 °. 530 S.
Als Beichtiger in Fahr wollte er für die Klosterfrauen ein Büchlein herausgeben, wie er dies auch in Münsterlingen getan, bekam aber deshalb mit Abt Augustin Schwierigkeiten. (D.G 4.)