P. Leodegar (Leodegar Christophorus) Fleischlin von Luzern
Lebensdaten
Geboren 1637, Profess 1656, Gestorben 1706
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 43
Professbuchnr.
150
Professdatum
1656
Professbuchtext
P. Leodegar (Leodegar Christophorus) Fleischlin von Luzern. Geboren den 25. November 1637 als Sohn des Wilhelm Fleischlin. Profess 21. Januar 1656. Priester 17. Dezember 1661. Als Erbe erhielt er 1656 1200 fl.
P. Leodegar wurde den 26. April 1665 Vizekustos für P. Dionys. Den 23. Oktober schon wurde er zum Pfarrer von Einsiedeln ernannt. Kurze Zeit versah er die Pfarrei Sarmenstorf, bevor er (1667) Pfarrer in Ittendorf wurde, wofür er den 21. Oktober die Admissio erhielt, die bis 1671 gültig sein sollte. In diesem Jahre sollte er, den 13. November, als Socius nach Pfäffikon. Er kam aber erst am S.Januar 1672 zurück und musste am folgenden Tage als Pfarrer nach Sarmenstorf, wo er aber (offenbar nur aushilfsweise) bis zum 6. April blieb. Wieder kam er nachher nach lltendorf als Pfarrer und blieb dort bis zum 23. August 1676, wo er nach St. Gerold geschickt wurde. Schon am folgenden 5. November aber wurde er Beichtiger in Münsterlingen. Von dort wurde er den 29. Juni 1678 zurückberufen. Am 5. August wurde er zum Bibliothekar bestimmt. Am folgenden 24. September predigte er in Engelberg, wo sein Bruder damals Prior war. Den 18. November 1678 wurde er für P. Kolumban Beichtiger in der Au. Schon am 20. Oktober 1679 kam er nach Fahr, wo er die Stelle eines Pfarrers versehen sollte. Am 4. Dezember 1680 musste er als Socius nach Sonnenberg. Doch war er im folgenden Jahre wieder Pfarrer in Ittendorf, denn von dort kam er im Juni nach Einsiedeln, nachdem er in Engelberg bei der Benediktion seines Bruders zum Abte gepredigt hatte. Den 20. März 1684 kam er von Ittendorf zurück. Er ging den 10. Juni nach Engelberg, um seinen Bruder zu besuchen, predigte den 24. Juli in Freienbach und ging den 2. Oktober als Prediger nach Luzern. Am 6. Dezember 1684 aber wurde er Pfarrer in Freienbach. Von dort aus besuchte er den 5. Juli 1686 seinen kranken Bruder in Engelberg, der bald darauf starb. Als der Abt ihn 1688 von Freienbach wegnehmen wollte, ersuchte den 9. Dezember eine Deputation aus den Höfen, ihn daselbst zu belassen, was auch geschah. Doch am 26. September des folgenden Jahres wurde er Pfarrer in Feusisberg, wo er aber Ende Mai 1690 schwer erkrankte. Den 7. Juli wurde er zum zweiten Mal Pfarrer in Freienbach, kam aber den 15. Juli 1692 wegen «Leibesschwachheit» endgültig weg. Vom 1. November 1694 bis zum 18. September 1696 weilte er als Socius in Sonnenberg. Den 21. Mai 1697 musste er nochmals die Pfarrei Feusisberg übernehmen. Doch blieb er nicht mehr lange dort. 1701 wird er als Valetudinarius bezeichnet. Er starb den 10. März 1706 im Alter von 68 Jahren in Einsiedeln.
P. Leodegar wurde den 26. April 1665 Vizekustos für P. Dionys. Den 23. Oktober schon wurde er zum Pfarrer von Einsiedeln ernannt. Kurze Zeit versah er die Pfarrei Sarmenstorf, bevor er (1667) Pfarrer in Ittendorf wurde, wofür er den 21. Oktober die Admissio erhielt, die bis 1671 gültig sein sollte. In diesem Jahre sollte er, den 13. November, als Socius nach Pfäffikon. Er kam aber erst am S.Januar 1672 zurück und musste am folgenden Tage als Pfarrer nach Sarmenstorf, wo er aber (offenbar nur aushilfsweise) bis zum 6. April blieb. Wieder kam er nachher nach lltendorf als Pfarrer und blieb dort bis zum 23. August 1676, wo er nach St. Gerold geschickt wurde. Schon am folgenden 5. November aber wurde er Beichtiger in Münsterlingen. Von dort wurde er den 29. Juni 1678 zurückberufen. Am 5. August wurde er zum Bibliothekar bestimmt. Am folgenden 24. September predigte er in Engelberg, wo sein Bruder damals Prior war. Den 18. November 1678 wurde er für P. Kolumban Beichtiger in der Au. Schon am 20. Oktober 1679 kam er nach Fahr, wo er die Stelle eines Pfarrers versehen sollte. Am 4. Dezember 1680 musste er als Socius nach Sonnenberg. Doch war er im folgenden Jahre wieder Pfarrer in Ittendorf, denn von dort kam er im Juni nach Einsiedeln, nachdem er in Engelberg bei der Benediktion seines Bruders zum Abte gepredigt hatte. Den 20. März 1684 kam er von Ittendorf zurück. Er ging den 10. Juni nach Engelberg, um seinen Bruder zu besuchen, predigte den 24. Juli in Freienbach und ging den 2. Oktober als Prediger nach Luzern. Am 6. Dezember 1684 aber wurde er Pfarrer in Freienbach. Von dort aus besuchte er den 5. Juli 1686 seinen kranken Bruder in Engelberg, der bald darauf starb. Als der Abt ihn 1688 von Freienbach wegnehmen wollte, ersuchte den 9. Dezember eine Deputation aus den Höfen, ihn daselbst zu belassen, was auch geschah. Doch am 26. September des folgenden Jahres wurde er Pfarrer in Feusisberg, wo er aber Ende Mai 1690 schwer erkrankte. Den 7. Juli wurde er zum zweiten Mal Pfarrer in Freienbach, kam aber den 15. Juli 1692 wegen «Leibesschwachheit» endgültig weg. Vom 1. November 1694 bis zum 18. September 1696 weilte er als Socius in Sonnenberg. Den 21. Mai 1697 musste er nochmals die Pfarrei Feusisberg übernehmen. Doch blieb er nicht mehr lange dort. 1701 wird er als Valetudinarius bezeichnet. Er starb den 10. März 1706 im Alter von 68 Jahren in Einsiedeln.
Schriften
Schriften:
Carmina latina in Mscr. 1023 (945).
Guldenes Tugent Buechlin. 1678. Handschrift im Kloster Glattburg. 12 °. 551 S. Geschrieben von Joseph Oechslin 1678.
Carmina latina in Mscr. 1023 (945).
Guldenes Tugent Buechlin. 1678. Handschrift im Kloster Glattburg. 12 °. 551 S. Geschrieben von Joseph Oechslin 1678.