P. Benedikt (Viktor) Glutz von Solothurn
Lebensdaten
Geboren 1631, Profess 1652, Gestorben 1713
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 38
Professbuchnr.
145
Professdatum
1652
Professbuchtext
P. Benedikt (Viktor) Glutz von Solothurn. Geboren den 18. Dezember 1631. Er kam 1651 nach Einsiedeln. Profess 25. Dezember 1652. Priester 18. Dezember 1655.
Er war im dritten Grade mit P. Wilhelm Sury verwandt. Wegen häufigen Kopfschmerzen und schwachem rechtem Auge wollte man ihn nicht aufnehmen. Da der Arzt aber versicherte, die Sache werde sich ausheilen und er sehr gut talentiert war, nahm man ihn auf, freilich unter der Bedingung, dass, wenn sich die Sache während des Noviziates nicht bessere, er entlassen werden sollte; würde sich nach der Profess irgend eine geheime Krankheit zeigen, die ihn zur gemeinsamen Arbeit untauglich machte, so sollte er auch dann entlassen werden können. Die Erbschaft betrug laut einem Briefe seines Bruders vom 20. Oktober 1658 für die sieben Geschwister 14,000 Pfund, wovon dem Kloster 500 fl. zukamen.
P. Benedikt kam den 23. Oktober 1665 nach Gengenbach als Philosophieprofessor und Subprior. 1668 kehrte er wieder zurück und wurde den 28. November 1670 Kustos; den 11. März 1671 wurde ihm noch besonders die Obsorge für Kerzen und Öl übertragen. Den 15. September 1671 sollte er nach St. Gerold, kam dann aber nach Ittendorf, von wo er schon am 13. November als Propst ins Fahr berufen wurde. Den 29. Januar 1674 wurde er Pfarrer von Einsiedeln und Präses der Rosenkranzbruderschaft. Wahrscheinlich kam er 1676 als Beichtiger nach Münsterlingen, von wo er den 6. Dez. 1684 heimberufen und zum Kustos ernannt wurde. Als solcher liess er bei Goldschmied Franz Högger in Bregenz sechs silberne Leuchter und ein Kreuz machen; auch gab er Högger Silber zu einem St. Benediktusbild. Högger machte Bankrott und kam später, den 15. Juli 1700, nach Einsiedeln, um die Sache zu ordnen; er erhielt den Auftrag zu einem neuen St. Benediktusbild. Ebenfalls in Bregenz liess P. Benedikt 1687 eine silberne Monstranz im Auftrag der Priorin von Fahr machen; den 26. April konnte er sie überbringen. In dieser Zeit wurde P. Benedikt auch vielfach als Prediger nach auswärts gesandt, so finden wir ihn den 30. Dezember 1684 in Altendorf, wo er am Namen Jesu-Fest predigte; den 17. September 1685 predigte er in Schanis, den folgenden 3. Oktober in Rapperswil; am 10. August 1686 predigte er in Näfels, den 29. September d. J. in Zug. Den 12. Mai 1687 musste er ein zweites Mal als Beichtiger nach Münsterlingen. Am 5. Oktober 1690 erhielt er den Auftrag. Münsterlingen zu verlassen und sich nach Sonnenberg zur Weinlese zu begeben. Er sollte sich in der dortigen Verwaltung zugleich etwas umsehen, denn schon am 3. November wurde er als Statthalter dorthin geschickt. Von dort kam er den 26. Juli 1695 mit seinem Vetter, Abt Esso Glutz von Mariastein, nach Einsiedeln; er blieb bis zum 23. November in Einsiedeln. Seines hohen Alters wegen wurde er den 14. August 1696 der Verwaltung enthoben. Der Abt stellte ihm frei, heimzukommen oder nach Fahr oder Pfäffikon zu gehen. P. Benedikt aber bat, in Sonnenberg bleiben zu dürfen, um sich dort noch der von ihm gepflanzten Bäume zu widmen. Wie lange er noch dort blieb, steht nicht fest. Zeitweise war er in Fahr. Er starb in Einsiedeln den 12. März 1713 im hohen Alter von 82 Jahren128.
Er war im dritten Grade mit P. Wilhelm Sury verwandt. Wegen häufigen Kopfschmerzen und schwachem rechtem Auge wollte man ihn nicht aufnehmen. Da der Arzt aber versicherte, die Sache werde sich ausheilen und er sehr gut talentiert war, nahm man ihn auf, freilich unter der Bedingung, dass, wenn sich die Sache während des Noviziates nicht bessere, er entlassen werden sollte; würde sich nach der Profess irgend eine geheime Krankheit zeigen, die ihn zur gemeinsamen Arbeit untauglich machte, so sollte er auch dann entlassen werden können. Die Erbschaft betrug laut einem Briefe seines Bruders vom 20. Oktober 1658 für die sieben Geschwister 14,000 Pfund, wovon dem Kloster 500 fl. zukamen.
P. Benedikt kam den 23. Oktober 1665 nach Gengenbach als Philosophieprofessor und Subprior. 1668 kehrte er wieder zurück und wurde den 28. November 1670 Kustos; den 11. März 1671 wurde ihm noch besonders die Obsorge für Kerzen und Öl übertragen. Den 15. September 1671 sollte er nach St. Gerold, kam dann aber nach Ittendorf, von wo er schon am 13. November als Propst ins Fahr berufen wurde. Den 29. Januar 1674 wurde er Pfarrer von Einsiedeln und Präses der Rosenkranzbruderschaft. Wahrscheinlich kam er 1676 als Beichtiger nach Münsterlingen, von wo er den 6. Dez. 1684 heimberufen und zum Kustos ernannt wurde. Als solcher liess er bei Goldschmied Franz Högger in Bregenz sechs silberne Leuchter und ein Kreuz machen; auch gab er Högger Silber zu einem St. Benediktusbild. Högger machte Bankrott und kam später, den 15. Juli 1700, nach Einsiedeln, um die Sache zu ordnen; er erhielt den Auftrag zu einem neuen St. Benediktusbild. Ebenfalls in Bregenz liess P. Benedikt 1687 eine silberne Monstranz im Auftrag der Priorin von Fahr machen; den 26. April konnte er sie überbringen. In dieser Zeit wurde P. Benedikt auch vielfach als Prediger nach auswärts gesandt, so finden wir ihn den 30. Dezember 1684 in Altendorf, wo er am Namen Jesu-Fest predigte; den 17. September 1685 predigte er in Schanis, den folgenden 3. Oktober in Rapperswil; am 10. August 1686 predigte er in Näfels, den 29. September d. J. in Zug. Den 12. Mai 1687 musste er ein zweites Mal als Beichtiger nach Münsterlingen. Am 5. Oktober 1690 erhielt er den Auftrag. Münsterlingen zu verlassen und sich nach Sonnenberg zur Weinlese zu begeben. Er sollte sich in der dortigen Verwaltung zugleich etwas umsehen, denn schon am 3. November wurde er als Statthalter dorthin geschickt. Von dort kam er den 26. Juli 1695 mit seinem Vetter, Abt Esso Glutz von Mariastein, nach Einsiedeln; er blieb bis zum 23. November in Einsiedeln. Seines hohen Alters wegen wurde er den 14. August 1696 der Verwaltung enthoben. Der Abt stellte ihm frei, heimzukommen oder nach Fahr oder Pfäffikon zu gehen. P. Benedikt aber bat, in Sonnenberg bleiben zu dürfen, um sich dort noch der von ihm gepflanzten Bäume zu widmen. Wie lange er noch dort blieb, steht nicht fest. Zeitweise war er in Fahr. Er starb in Einsiedeln den 12. März 1713 im hohen Alter von 82 Jahren128.