P. Gregor (Adam) Hüsser von Rapperswil
Lebensdaten
Geboren 1632, Profess 1652, Gestorben 1704
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 36
Professbuchnr.
143
Professdatum
1652
Professbuchtext
P. Gregor (Adam) Hüsser von Rapperswil. Geboren den 20. Februar 1632 kam er mit 10 Jahren als Schüler nach Einsiedeln, wo er ein sehr guter Sänger war. Profess 25. Dezember 1652. Priester 11. März 1656.
Für einige Zeit kam er 1661 nach Ettenheimmünster, im folgenden Jahre wurde er nach Gengenbach verlangt. Daheim wirkte er zuerst an der Klosterschule. Den 11. März 1671 bat er, davon befreit zu werden; er wurde «vertröst von dem Creutz abzuolösen, weil er doch etlichen nit recht thun könne»123. Er kam bald darauf weg, wurde aber den 13. November 1671 auf ein neues an die Schule geschickt. Den 11. April 1672 wurde er Kapitelssekretär und im folgenden Jahre, den 28. Juni, Subprior. Dazu kam noch den 29. Januar 1674 das Amt eines Fraterinstruktors. Am 13. Dezember 1675 erfolgte seine Ernennung zum Propst in Fahr. Mit P. Karl musste er den 22. Januar 1679 im Auftrage des Abtes nach Bellenz, um dort Unstimmigkeiten zwischen den Patres zu beheben; den 13. Februar kehrte er wieder nach Fahr zurück. Doch musste er 1682 mehrmals nach Einsiedeln kommen (16. bis 20. Juni, 17. August, 2. September) wegen der Komödie auf die Engelweihe, denn er galt als ein «Comicus ingenuosus»; den 18. August musste er «etliche Lemmata in die neuwe Sacrista aufsetzen». Am letzten Sonntag des Jahres 1686 wohnte er in Rapperswil der Primiz seines Neffen Mathias Hüsser bei. Den 27. Juli 1693 kam er definitiv von Fahr fort, denn er war dort von einem Gerüste heruntergefallen und hatte sich so schwer verletzt, dass er mehrere Wochen liegen musste. Er kam nun nach Pfäffikon, war aber vorübergehend im folgenden Jahre wieder in Fahr, von wo er den 1. November mit P. Fridolin nach Pfäffikon ging. Von Pfäffikon aus meldete er am 17. September 1695 als erster den in Baden erfolgten Friedensschluss unter den Eidgenossen. Anlässlich der Abtwahl hielt er den 4. Oktober 1698 an den neugewählten Abt Maurus die Gratulationsrede. Für die Translationsfeierlichkeit der hl. Kolumba in Wollerau, den 3. Mai 1702, der auch Abt Maurus beiwohnte, hatte er «ein kurtzes Actiönlin componirt». Er starb den 27. September 1704 im Alter von 72 Jahren in Pfäffikon und wurde in der Kirche auf der Ufnau begraben, wo sein Grab heute noch zu sehen ist. Die Grabschrift lautet: «Hic jacet in Deo moriens a. R. P. Gregorius Hüsser, Rapperswilanus, praepositus Varrhae, Subprior Einsidlae, Dei et Dei matris servus bonus et fidelis Amore, more, ore, re tandem Omnibus omnia factus quam sibi nihil Vitam pridie s. Adelrici in ipso dedicationis Angelicae finiit fine die 27. Sept. 1704 aet. 72 Sacerdotii 48. dormiat in pace Christi.»
P. Gregor war einer der bedeutensten Barockdichter der damaligen Zeit. Eine Würdigung seiner Werke existiert bis heute noch nicht124.
Für einige Zeit kam er 1661 nach Ettenheimmünster, im folgenden Jahre wurde er nach Gengenbach verlangt. Daheim wirkte er zuerst an der Klosterschule. Den 11. März 1671 bat er, davon befreit zu werden; er wurde «vertröst von dem Creutz abzuolösen, weil er doch etlichen nit recht thun könne»123. Er kam bald darauf weg, wurde aber den 13. November 1671 auf ein neues an die Schule geschickt. Den 11. April 1672 wurde er Kapitelssekretär und im folgenden Jahre, den 28. Juni, Subprior. Dazu kam noch den 29. Januar 1674 das Amt eines Fraterinstruktors. Am 13. Dezember 1675 erfolgte seine Ernennung zum Propst in Fahr. Mit P. Karl musste er den 22. Januar 1679 im Auftrage des Abtes nach Bellenz, um dort Unstimmigkeiten zwischen den Patres zu beheben; den 13. Februar kehrte er wieder nach Fahr zurück. Doch musste er 1682 mehrmals nach Einsiedeln kommen (16. bis 20. Juni, 17. August, 2. September) wegen der Komödie auf die Engelweihe, denn er galt als ein «Comicus ingenuosus»; den 18. August musste er «etliche Lemmata in die neuwe Sacrista aufsetzen». Am letzten Sonntag des Jahres 1686 wohnte er in Rapperswil der Primiz seines Neffen Mathias Hüsser bei. Den 27. Juli 1693 kam er definitiv von Fahr fort, denn er war dort von einem Gerüste heruntergefallen und hatte sich so schwer verletzt, dass er mehrere Wochen liegen musste. Er kam nun nach Pfäffikon, war aber vorübergehend im folgenden Jahre wieder in Fahr, von wo er den 1. November mit P. Fridolin nach Pfäffikon ging. Von Pfäffikon aus meldete er am 17. September 1695 als erster den in Baden erfolgten Friedensschluss unter den Eidgenossen. Anlässlich der Abtwahl hielt er den 4. Oktober 1698 an den neugewählten Abt Maurus die Gratulationsrede. Für die Translationsfeierlichkeit der hl. Kolumba in Wollerau, den 3. Mai 1702, der auch Abt Maurus beiwohnte, hatte er «ein kurtzes Actiönlin componirt». Er starb den 27. September 1704 im Alter von 72 Jahren in Pfäffikon und wurde in der Kirche auf der Ufnau begraben, wo sein Grab heute noch zu sehen ist. Die Grabschrift lautet: «Hic jacet in Deo moriens a. R. P. Gregorius Hüsser, Rapperswilanus, praepositus Varrhae, Subprior Einsidlae, Dei et Dei matris servus bonus et fidelis Amore, more, ore, re tandem Omnibus omnia factus quam sibi nihil Vitam pridie s. Adelrici in ipso dedicationis Angelicae finiit fine die 27. Sept. 1704 aet. 72 Sacerdotii 48. dormiat in pace Christi.»
P. Gregor war einer der bedeutensten Barockdichter der damaligen Zeit. Eine Würdigung seiner Werke existiert bis heute noch nicht124.
Schriften
Schriften:
a) Gedruckte:
1. Chronica oder Geschicht-Buch Von dem Ursprung der Uhralten, Weltberühmbten, und von dem Herrn Christo selbsten geweyhten Unser Lieben Frawen Capellen zu Einsidlen, Auch dero dem Heyligen Apostolischen Stuhl ohmnittelbahr angehörigen, und dess heyligen Römischen Reichs Gefürster Stifft und Gottshauses, St. Benedicten Ordens in dem Schweytzerland, Und deren Gnadenreichen Wunderwerken, jetzung auff ein newes übersehen unnd gemehrt durch Herrn A. R. P. Gregorium Hüsser, Subpriorem daselbsten. Cum facultate Superiorum. Getruckt zu Einsidlen, durch Joseph Reymann. Im Jahr 1674. 8°. 616 Seiten und Register. A. FB 4. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 175-176. Hc 1367. X 991.
2. Chronica oder Geschicht-Buch etc. wie oben Nr. 1, Und deren Gnadenreichen Wunderwerken, jetzung auff ein newes übersehen, und mit vilen newen vermehrt worden durch A. R. P. Gregorium Hüsser, Subpriorem daselbsten, Cum facultate Superiorum. Getruckt zu Einsidlen. Durch Joseph Ochsner. Im Jahr 1690. 8 ». 506 Seiten und Register. A. FB 5. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 177.
3. Controversiae schol. de Justitia legali. 1658. 4 °. 40 S. H 539, 3.
b) Ungedruckte:
1. Annales Eremi B. V. Mariae seu Chronicon Principalis et Immediati Monrii Einsidlensis, Ordinis SS. Patris nostri Benedicti in Helvetia, conscriptum et propria manu auctum a Rev. P. Gregorio Hüsser, O. S. B. et ibidem Professi, ab Initio Loci hujus coeptum, perductum etiam usque ad sua Tempora, seu Electionem Abbatis et Principis nostri Einsidlensis Mauri I. de Roll, anno 1698. Folio. 166 S. A. EB 8.
2. Liber Comicus Diversarum Comoediarum tarn seriaruin quam tepidarum, Authore Adm. Rdo Religioso Doctissimo Dno D. P. Gregorio Hüsser, Rhetorices Magistro. Adjecto rerum Indice locupletissimo. Conscriptus a anno ab Incarnatione Dominica 1665. Per F. Desiderium Scholar, ibidem Professum ejusque Discipulum. 4°. 561 Seiten. Archiv ohne Sign. «Geschichtsfreund», Bd. XVII, S. 88.
3. Die Aufschriften in der Beichtkirche. Darüber sagt Symian in Epistola ad Maurinos: «felicis venae plane ac suae spontis ea videntur metra, quibus expressas penicillo celebriorum poenitentium historias in poenitentiaria nostra seu sacello S. Mariae Magdalenae exornavit.» A. OC ad calcem.
4. Acta Capitularia 1672-73. A. CC 5.
5. Protocollum Documentale. Einschreibung der Verläuffte und Rechten des Gottshaus Vahr vnder Abbt Augustin dem andern durch fieiss und arbeidt Herrn Gregorio Heusser Pröpsten vnder Priorin Frau Anna Maria Dullickerin von Anno 1675. Fol. 207 S. Anhang und Register. Archiv. D.AA 6.
6. Lateinische, deutsche Festspiele 1667 und 1668 unter Abt Plazidus Reimann gehalten:
a) Beglium tragicum.
b) Triumviratus.
c) Processus tragicus Fugnetti Gallo-Germani.
d) David.
e) Annus civicus S. Meinradi.
f) Incendium Londini in Anglia.
g) Dedicatio divina sacratissimi sacelli Einsidlensis. (Sämtliche mit beigefügten Musiknoten.)
In Mscr. 43, S. 63-179. Papierhandschrift des XVII. Jahrhunderts. 2 °. 377 S. - Die Donaueschinger Handschriftensammlung. Dr. K. A. Barack, Die Handschriften der Fürstlich-Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. (Tübingen 1865.)
7. Epigrammata et Epistolae carminice a R. P. Gregorio Hüsser dictatae Anno 1668 Joannes Leonardus Keller studiosus Einsidlensis scrips. (Gedichte auf Namens- und Geburtstage). 8 °. 156 S. Mscr. 1024 (1021).
8. Carmina P. Gregorii Hüsser. Fol. 166 S. Mscr. 733.
9. Zucht Büechlin, darauss ein Religios sonderlich erkennen kan die Zucht vnnd Ehrbarkeit der Aeusserlichen Leibs Geberde oder Sitten. 12 °. 98 S. Mscr. 733 (1095).
10. 4 Gedichte aus Mscr. 733 (208) in Mscr. 1029 (861), S. 16 ff. Gedichte in Carmina Patrum et Fratrum Einsidlensium. Mscr. 1023 (945).
a) Gedruckte:
1. Chronica oder Geschicht-Buch Von dem Ursprung der Uhralten, Weltberühmbten, und von dem Herrn Christo selbsten geweyhten Unser Lieben Frawen Capellen zu Einsidlen, Auch dero dem Heyligen Apostolischen Stuhl ohmnittelbahr angehörigen, und dess heyligen Römischen Reichs Gefürster Stifft und Gottshauses, St. Benedicten Ordens in dem Schweytzerland, Und deren Gnadenreichen Wunderwerken, jetzung auff ein newes übersehen unnd gemehrt durch Herrn A. R. P. Gregorium Hüsser, Subpriorem daselbsten. Cum facultate Superiorum. Getruckt zu Einsidlen, durch Joseph Reymann. Im Jahr 1674. 8°. 616 Seiten und Register. A. FB 4. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 175-176. Hc 1367. X 991.
2. Chronica oder Geschicht-Buch etc. wie oben Nr. 1, Und deren Gnadenreichen Wunderwerken, jetzung auff ein newes übersehen, und mit vilen newen vermehrt worden durch A. R. P. Gregorium Hüsser, Subpriorem daselbsten, Cum facultate Superiorum. Getruckt zu Einsidlen. Durch Joseph Ochsner. Im Jahr 1690. 8 ». 506 Seiten und Register. A. FB 5. «Geschichtsfreund», Bd. XIII, S. 177.
3. Controversiae schol. de Justitia legali. 1658. 4 °. 40 S. H 539, 3.
b) Ungedruckte:
1. Annales Eremi B. V. Mariae seu Chronicon Principalis et Immediati Monrii Einsidlensis, Ordinis SS. Patris nostri Benedicti in Helvetia, conscriptum et propria manu auctum a Rev. P. Gregorio Hüsser, O. S. B. et ibidem Professi, ab Initio Loci hujus coeptum, perductum etiam usque ad sua Tempora, seu Electionem Abbatis et Principis nostri Einsidlensis Mauri I. de Roll, anno 1698. Folio. 166 S. A. EB 8.
2. Liber Comicus Diversarum Comoediarum tarn seriaruin quam tepidarum, Authore Adm. Rdo Religioso Doctissimo Dno D. P. Gregorio Hüsser, Rhetorices Magistro. Adjecto rerum Indice locupletissimo. Conscriptus a anno ab Incarnatione Dominica 1665. Per F. Desiderium Scholar, ibidem Professum ejusque Discipulum. 4°. 561 Seiten. Archiv ohne Sign. «Geschichtsfreund», Bd. XVII, S. 88.
3. Die Aufschriften in der Beichtkirche. Darüber sagt Symian in Epistola ad Maurinos: «felicis venae plane ac suae spontis ea videntur metra, quibus expressas penicillo celebriorum poenitentium historias in poenitentiaria nostra seu sacello S. Mariae Magdalenae exornavit.» A. OC ad calcem.
4. Acta Capitularia 1672-73. A. CC 5.
5. Protocollum Documentale. Einschreibung der Verläuffte und Rechten des Gottshaus Vahr vnder Abbt Augustin dem andern durch fieiss und arbeidt Herrn Gregorio Heusser Pröpsten vnder Priorin Frau Anna Maria Dullickerin von Anno 1675. Fol. 207 S. Anhang und Register. Archiv. D.AA 6.
6. Lateinische, deutsche Festspiele 1667 und 1668 unter Abt Plazidus Reimann gehalten:
a) Beglium tragicum.
b) Triumviratus.
c) Processus tragicus Fugnetti Gallo-Germani.
d) David.
e) Annus civicus S. Meinradi.
f) Incendium Londini in Anglia.
g) Dedicatio divina sacratissimi sacelli Einsidlensis. (Sämtliche mit beigefügten Musiknoten.)
In Mscr. 43, S. 63-179. Papierhandschrift des XVII. Jahrhunderts. 2 °. 377 S. - Die Donaueschinger Handschriftensammlung. Dr. K. A. Barack, Die Handschriften der Fürstlich-Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. (Tübingen 1865.)
7. Epigrammata et Epistolae carminice a R. P. Gregorio Hüsser dictatae Anno 1668 Joannes Leonardus Keller studiosus Einsidlensis scrips. (Gedichte auf Namens- und Geburtstage). 8 °. 156 S. Mscr. 1024 (1021).
8. Carmina P. Gregorii Hüsser. Fol. 166 S. Mscr. 733.
9. Zucht Büechlin, darauss ein Religios sonderlich erkennen kan die Zucht vnnd Ehrbarkeit der Aeusserlichen Leibs Geberde oder Sitten. 12 °. 98 S. Mscr. 733 (1095).
10. 4 Gedichte aus Mscr. 733 (208) in Mscr. 1029 (861), S. 16 ff. Gedichte in Carmina Patrum et Fratrum Einsidlensium. Mscr. 1023 (945).