P. Otmar (Christophorus) Reutti von Rickenbach
Lebensdaten
Geboren 1635, Profess 1652, Gestorben 1701
Alternative Schreibweisen
Othmar
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 35
Professbuchnr.
142
Professdatum
1652
Professbuchtext
P. Otmar (Christophorus) Reutti von Rickenbach (Thurgau). Geboren den 13. Juni 1635. Profess 25. Dezember 1652. Priester 13. Juli 1659.
Den 23. Januar 1660 wurde P. Otmar Subkustos; etwas später Kustos, denn als solcher wird er den 27. Oktober erwähnt. Alsdann war er Küchenmeister, ehe er 1669 Stiftsstatthalter wurde. Am 18. März 1677 erfolgte seine Ernennung zum Propst von St. Gerold, wohin er den 21. April verreiste. Von dort kam er aber schon am 29. Juni des folgenden Jahres zurück, um dann als erster Statthalter nach der neuerworbenen Herrschaft Sonnenberg zu gehen, bei deren Ankauf er eine bedeutende Rolle spielte. Als er die dortige Ökonomie eingerichtet, wurde er den 30. September 1681 wieder nach St. Gerold gesandt. Dort erkrankte er im März 1683 sehr schwer, genas aber wieder. Bis zum 28. Juli 1690 blieb er in St. Gerold, dann kam er heim. Hier wurde er den 16. Februar für P. Ildefons zum Cellerar ernannt. Vom 4. bis 23. Mai besuchte er sodann seinen Bruder Augustin, der Abt von Mariastein geworden war. Schon am 17. Oktober 1691 wurde er zum dritten Male zum Propst von St. Gerold ernannt; er verreiste den 27. Oktober. Von dort aus musste er den 28. Februar 1693 nach Ittendorf, welche Herrschaft man damals verkaufen wollte; er kam den 13. März nach Einsiedeln, um über den Befund zu berichten. Der Verkauf kam bald darauf zustande. Am 1. November 1694 wurde er als Dekan heimberufen. Am 27. November kam er zurück, immer noch etwas leidend, da er beim Sturze einen Arm gebrochen hatte. Dazu gesellte sich am 26. März 1695 ein Beinleiden, so dass er erst am 12. Mai wieder Messe lesen konnte. Er suchte darum am 25. Mai mit den Patres Augustin und Thietland und Br. Franz das Bad in Pfäfers auf. Den 5. Juli kehrte er heim und wurde am folgenden 19. August wieder zum Propst in St. Gerold bestellt, denn die Ärzte hatten ihm wegen seinem Arm absolute Ruhe und Wärme verordnet. Im Sommer 1701 berief ihn der Abt heim; da er aber gerade eine Scheune baute, wollte er sie noch vollenden. Er half selber beim Baue mit und fiel dabei von einem Gerüste herunter, verletzte sich schwer und starb an den Folgen den 3. August 1701. «War ein gantz frommer und guter Religios und obschon er vast allezeit in administratione zeitlicher Dinge occupirt, so hat man doch niehmals an ihme vermerkht, das er nit allziet das geistliche vorauf ihme angelegen sin lassen122.
Den 23. Januar 1660 wurde P. Otmar Subkustos; etwas später Kustos, denn als solcher wird er den 27. Oktober erwähnt. Alsdann war er Küchenmeister, ehe er 1669 Stiftsstatthalter wurde. Am 18. März 1677 erfolgte seine Ernennung zum Propst von St. Gerold, wohin er den 21. April verreiste. Von dort kam er aber schon am 29. Juni des folgenden Jahres zurück, um dann als erster Statthalter nach der neuerworbenen Herrschaft Sonnenberg zu gehen, bei deren Ankauf er eine bedeutende Rolle spielte. Als er die dortige Ökonomie eingerichtet, wurde er den 30. September 1681 wieder nach St. Gerold gesandt. Dort erkrankte er im März 1683 sehr schwer, genas aber wieder. Bis zum 28. Juli 1690 blieb er in St. Gerold, dann kam er heim. Hier wurde er den 16. Februar für P. Ildefons zum Cellerar ernannt. Vom 4. bis 23. Mai besuchte er sodann seinen Bruder Augustin, der Abt von Mariastein geworden war. Schon am 17. Oktober 1691 wurde er zum dritten Male zum Propst von St. Gerold ernannt; er verreiste den 27. Oktober. Von dort aus musste er den 28. Februar 1693 nach Ittendorf, welche Herrschaft man damals verkaufen wollte; er kam den 13. März nach Einsiedeln, um über den Befund zu berichten. Der Verkauf kam bald darauf zustande. Am 1. November 1694 wurde er als Dekan heimberufen. Am 27. November kam er zurück, immer noch etwas leidend, da er beim Sturze einen Arm gebrochen hatte. Dazu gesellte sich am 26. März 1695 ein Beinleiden, so dass er erst am 12. Mai wieder Messe lesen konnte. Er suchte darum am 25. Mai mit den Patres Augustin und Thietland und Br. Franz das Bad in Pfäfers auf. Den 5. Juli kehrte er heim und wurde am folgenden 19. August wieder zum Propst in St. Gerold bestellt, denn die Ärzte hatten ihm wegen seinem Arm absolute Ruhe und Wärme verordnet. Im Sommer 1701 berief ihn der Abt heim; da er aber gerade eine Scheune baute, wollte er sie noch vollenden. Er half selber beim Baue mit und fiel dabei von einem Gerüste herunter, verletzte sich schwer und starb an den Folgen den 3. August 1701. «War ein gantz frommer und guter Religios und obschon er vast allezeit in administratione zeitlicher Dinge occupirt, so hat man doch niehmals an ihme vermerkht, das er nit allziet das geistliche vorauf ihme angelegen sin lassen122.
Schriften
Schriften:
Inventarium des Hauses und Schlosses Sonnenberg so zu Antrettung desselbigen hinderlassen vnd gefunden worden 15. Septembris 1678. Fol. Unpag. Archiv GB 57. (P. Otmar kam am 11. September 1678 nach S.)
Inventarium des Hauses und Schlosses Sonnenberg so zu Antrettung desselbigen hinderlassen vnd gefunden worden 15. Septembris 1678. Fol. Unpag. Archiv GB 57. (P. Otmar kam am 11. September 1678 nach S.)