Br. Christophorus Sandholzer von Konstanz


Lebensdaten
Profess 1652, Gestorben 1679

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 34
Professbuchnr.
141

Professdatum
1652

Professbuchtext
Br. Christophorus Sandholzer von Konstanz. Er war ein Sohn des Dr. med. Hieronymus Sandholzer und der Christina Fels. Profess 21. Januar 1652. Da durch das Testament seiner Mutter sein Erbe geschmälert wurde, entstand ein Prozess. Schliesslich erhielt das Kloster 2507 fl., musste aber der Stadt Konstanz den zehnten Teil davon geben. Zuerst lernte er das Buchbinden, dann hatte er den sogen. Wechsel, den Verkaufsladen des Klosters unter sich. Den 31. Januar 1672 sandte man ihn zu P. Bernhard Waibel nach Salzburg, damit er ihm dort auf Maria Piain den Haushalt besorge; doch schon im Herbste des folgenden Jahres kam er wieder zurück und übernahm am 20. Oktober wiederum den Wechsel. Er starb den 16. Mai 1679.
«War ein sehr frommer, zwar einfältiger Bruder, anfänglich in der Buchbinderei-Kunst von Meister Hans Caspar Weyss underwisen, die er auch etliche Jahr im Gottshaus versehen. Hernach ist er applicirt worden zu Versehung des Wexels, aus dem aber enthebt, nacher Saltzburg zu Unser Lieben Frowen im Piain mit P. Bernardo Weibell verschickt, da Er in selbiger Newer Wahlfahrt P. Bernardo nit wenig nutz gewesen. Von dannen als er wider mit Verwilligung unseres Gn. Fürsten und Herren allhero kommen, und sein alten Gewirb im Wexel wider under sich genommen. Derby aber erfahren, dass sein Leibs-Kräften von Tag zu Tag ie mehr und mehr abnehmmten, ist er auch selbiger Bürde entlassen, und in gäntzliche Ruhe gestellt worden, auch in diser etliche Jahr verbliben, bisweilen mit sehr starken Schwachheiten angegriffen, endlich aber weilen die Wassersucht by Ihme gar zu stark über Hand genommen, die Füss, Schenkel, Lenden und Brust sehr aufgeschwellet, ist er zu glückseeligen Ewigkeit von disem elenden Leben abgefahren.»121