P. Friedrich Helmlin von Luzern
Lebensdaten
Profess 1638, Gestorben 1687
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 21
Professbuchnr.
128
Professdatum
1638
Professbuchtext
P. Friedrich Helmlin von Luzern. Profess 6. Januar 1638. Priester 19. September 1643.
P. Friedrich galt als ein ausgezeichneter Schönschreiber und wurde darum als solcher vielfach verwandt. Wir finden ihn in spätern Jahren meist als sogen. Socius auf Stiftsbesitzungen. So wurde er 1661 mit Br. Andreas nach St. Gerold geschickt; den 16./17. Juli 1665 wurde er von Pfäffikon zurückberufen, wo er offenbar damals weilte. Den 24. März 1671 wurde er wieder nach St. Gerold geschickt, von wo er den 21. August 1674 zurückkehrte. Später war er wieder in Pfäffikon, von wo er den 26. Mai 1686 zurückkam, nachdem er viele Jahre dort gewesen; «wegen etwas Leibs Indisposition wurde er in dem sogen. Badhaus accomodiert» (Dietrich). Er starb den 8. Mai 1687. Die von Pater Josef Dietrich zu seinem Tode gemachten Aufzeichnungen geben uns auch einen Grund dafür an, dass er meist ausserhalb des Klosters weilte und zu keinen Ämtern verwendet wurde; er sagt nämlich103: «Es war diser Pater wegen eines sehr starken Hogers, der sich nit weniger an der Brust, als auf dem Rücken herfürgelassen, und in der Jugendt durch einen s. v. Unhold zu solchem Eilend soll gebracht worden seyn, nit wenig verächtlich, da sonsten er an Frombkeit, geistlichem Yfer und Andacht sehr hoch wäre. Hatte sonderlich grossen Fleiss in der Schreibkunst, darmit er Ihrer Fürstl. Gn. Abbt Placido mit seel. Angedenkens villgedienet, grosse nammhaffte Büecher abgeschriben und copirt. Hatt mehrentheils privat in einer absonderlichen Cappell Mess gelesen, sehr andächtig und seine Zeit in hl. Andachten und geistlichen Uebungen wohl zugebracht. War fast ein ganzes Jahr im Kloster krank, schwoll von den Füssen an immer mehr an. Sagte schon 8 Tage vorher, dass er an Christi Himmelfahrt, der zugleich Fest des hl. Michael App. und seines Namenspatrons Friedrich von Hirsau war, sterben werde.»
P. Friedrich galt als ein ausgezeichneter Schönschreiber und wurde darum als solcher vielfach verwandt. Wir finden ihn in spätern Jahren meist als sogen. Socius auf Stiftsbesitzungen. So wurde er 1661 mit Br. Andreas nach St. Gerold geschickt; den 16./17. Juli 1665 wurde er von Pfäffikon zurückberufen, wo er offenbar damals weilte. Den 24. März 1671 wurde er wieder nach St. Gerold geschickt, von wo er den 21. August 1674 zurückkehrte. Später war er wieder in Pfäffikon, von wo er den 26. Mai 1686 zurückkam, nachdem er viele Jahre dort gewesen; «wegen etwas Leibs Indisposition wurde er in dem sogen. Badhaus accomodiert» (Dietrich). Er starb den 8. Mai 1687. Die von Pater Josef Dietrich zu seinem Tode gemachten Aufzeichnungen geben uns auch einen Grund dafür an, dass er meist ausserhalb des Klosters weilte und zu keinen Ämtern verwendet wurde; er sagt nämlich103: «Es war diser Pater wegen eines sehr starken Hogers, der sich nit weniger an der Brust, als auf dem Rücken herfürgelassen, und in der Jugendt durch einen s. v. Unhold zu solchem Eilend soll gebracht worden seyn, nit wenig verächtlich, da sonsten er an Frombkeit, geistlichem Yfer und Andacht sehr hoch wäre. Hatte sonderlich grossen Fleiss in der Schreibkunst, darmit er Ihrer Fürstl. Gn. Abbt Placido mit seel. Angedenkens villgedienet, grosse nammhaffte Büecher abgeschriben und copirt. Hatt mehrentheils privat in einer absonderlichen Cappell Mess gelesen, sehr andächtig und seine Zeit in hl. Andachten und geistlichen Uebungen wohl zugebracht. War fast ein ganzes Jahr im Kloster krank, schwoll von den Füssen an immer mehr an. Sagte schon 8 Tage vorher, dass er an Christi Himmelfahrt, der zugleich Fest des hl. Michael App. und seines Namenspatrons Friedrich von Hirsau war, sterben werde.»
Schriften
Schriften:
1. Diarium Einsidlense a 9. Julii 1670 usque 6. Februar 1671. - A. HB. 1. - Dieses Tagebuch wurde von P. Josef in der Folge fortgesetzt.
2. Explanatio in Orationem Dominicam (Frowini Abbatis Montis Angelorum). 1661. (Tom. I.) Fol. 533 S. Mscr. 567 (256).
3. Tractatus de Laude librii arbitrii auctore Frowino Abbate quondam Montis Angelorum et Asceta Einsidlensi. 1668. (Abt Plazidus gewidmet.) Tom. I. 185, 297, 257 S. Tom. II. 272, 71, 172, 134 S. Fol. Mscr. 567 (256) (3 Bände).
4. Notabilia ex Libris Insinuationum divinae pietatis ad Sanctam Virginem Gertrudem. Collecta anno Salutis humanae 1654. 16 °. 140 S. M E 812.
1. Diarium Einsidlense a 9. Julii 1670 usque 6. Februar 1671. - A. HB. 1. - Dieses Tagebuch wurde von P. Josef in der Folge fortgesetzt.
2. Explanatio in Orationem Dominicam (Frowini Abbatis Montis Angelorum). 1661. (Tom. I.) Fol. 533 S. Mscr. 567 (256).
3. Tractatus de Laude librii arbitrii auctore Frowino Abbate quondam Montis Angelorum et Asceta Einsidlensi. 1668. (Abt Plazidus gewidmet.) Tom. I. 185, 297, 257 S. Tom. II. 272, 71, 172, 134 S. Fol. Mscr. 567 (256) (3 Bände).
4. Notabilia ex Libris Insinuationum divinae pietatis ad Sanctam Virginem Gertrudem. Collecta anno Salutis humanae 1654. 16 °. 140 S. M E 812.