P. Hieronymus Widmer von Baar
Lebensdaten
Profess 1635, Gestorben 1672
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 14
Professbuchnr.
121
Professdatum
1635
Professbuchtext
P. Hieronymus Widmer von Baar. Profess 29. Juli 1635. Priester 21. Dezember 1641. Wegen seinem Erbe setzte es lange Streitigkeiten ab.
Wahrscheinlich vor 1654 war er Cellerar und Instruktor der Laienbrüder. Vom 8. Mai 1654 bis 20. August 1655 war er Unterpfarrer. Für P. Basil wurde er den 20. März 1655 Kustos; als solcher suchte er im Auftrage des Abtes 1659 die Gebeine des hl. Adelrich, die durch den Abt selbst am 16. Mai 1659 erhoben wurden. Im Januar des folgenden Jahres kam er als Kustos weg und wurde, mehr aushilfsweise, am 7. August 1660 Pfarrer in Sarmenstorf, wo sonst das Stift einen Weltgeistlichen setzte. Bald darauf wurde er Pfarrer von Einsiedeln, welchen Posten er bis zum 17. Juli 1665 innehatte. Dann kam er als Pfarrer nach Ittendorf. Von dort ging er nach Münsterlingen und kehrte den 10. März 1671 ins Kloster zurück. Jedenfalls war er damals schon kränklich, denn am 9. August 1671 suchte er das Pfäferserbad auf. Doch versah er noch das Amt eines Brüderinstruktors. Kurze Zeit war er auch Präses der Rosenkranzbruderschaft. Schon am 9. August 1672 starb er an Auszehrung, Asthma und einem Steinleiden. «Ein sehr eyfriger Prediger und Beichtvater, in welcher Aempteren Verwaltung er jederweilen mit grossem ruhm, tamquam lucerna super candelabrum geleuchtet»91.
Wahrscheinlich vor 1654 war er Cellerar und Instruktor der Laienbrüder. Vom 8. Mai 1654 bis 20. August 1655 war er Unterpfarrer. Für P. Basil wurde er den 20. März 1655 Kustos; als solcher suchte er im Auftrage des Abtes 1659 die Gebeine des hl. Adelrich, die durch den Abt selbst am 16. Mai 1659 erhoben wurden. Im Januar des folgenden Jahres kam er als Kustos weg und wurde, mehr aushilfsweise, am 7. August 1660 Pfarrer in Sarmenstorf, wo sonst das Stift einen Weltgeistlichen setzte. Bald darauf wurde er Pfarrer von Einsiedeln, welchen Posten er bis zum 17. Juli 1665 innehatte. Dann kam er als Pfarrer nach Ittendorf. Von dort ging er nach Münsterlingen und kehrte den 10. März 1671 ins Kloster zurück. Jedenfalls war er damals schon kränklich, denn am 9. August 1671 suchte er das Pfäferserbad auf. Doch versah er noch das Amt eines Brüderinstruktors. Kurze Zeit war er auch Präses der Rosenkranzbruderschaft. Schon am 9. August 1672 starb er an Auszehrung, Asthma und einem Steinleiden. «Ein sehr eyfriger Prediger und Beichtvater, in welcher Aempteren Verwaltung er jederweilen mit grossem ruhm, tamquam lucerna super candelabrum geleuchtet»91.
Schriften
Schriften:
P. Hieronymus ist der Verfasser des «Bilgerstab oder Wallfahrt nach Einsiedeln», welches das beliebteste Pilgerbuch wurde und bis 1798 mindestens 12 Auflagen erlebte. Von der ersten Auflage hat sich kein Exemplar erhalten, siehe darum unter P. Johann Häfelin, der die zweite besorgte.
P. Hieronymus ist der Verfasser des «Bilgerstab oder Wallfahrt nach Einsiedeln», welches das beliebteste Pilgerbuch wurde und bis 1798 mindestens 12 Auflagen erlebte. Von der ersten Auflage hat sich kein Exemplar erhalten, siehe darum unter P. Johann Häfelin, der die zweite besorgte.