Fr. Aegidius Tschudi von Glarus


Lebensdaten
Geboren 1619, Profess 1635, Gestorben 1643

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 13
Professbuchnr.
120

Professdatum
1635

Professbuchtext
Fr. Aegidius Tschudi von Glarus. Geboren 1619. Profess 29. Juli 1635. Subdiakon 22. Dezember 1640. Mit P. Bernhard Waibel und den Fratres Christoph Göldlin und Adelrich Schwarz wird er den 7. Juli 1641 nach Lyon gesandt, wo sie am dortigen Jesuitenkolleg Theologie studieren und vorab die Fratres Ägidius und Christoph Französisch studieren sollten. Sie wohnten im Konvikt zur hl. Dreifaltigkeit. Am 1. September 1642 brachen sie in Begleitung von zwei Jesuiten und zwei Herren von Beroldingen, die ebenfalls in Lyon studierten, auf zu einer Wallfahrt zur hl. Maria Magdalena in Marseille. Sie besuchten auf ihrer Reise Vienne, Tournon, Valence, Avignon, Rochefort, Nîmes, Beaucaire, Tarascon, Arles, Marseille, Aubagne, St-Baume, St-Maximin, Aix, Apt, Vaucluse, Carpentres, Avignon, Châteauneuf, Orange, Montélimar, Romans, St. Marcellin, St. Laurent du Pont, Grande Chartreuse und Grenoble. Am 10. Oktober waren sie wieder in Lyon. Im Januar 1643 besuchte Fr. Ägidius mit zwei seiner Mitbrüder seinen kranken aus Perpignan zurückgekehrten Bruder, der in französischen Diensten gestanden. Dabei zog sich Fr. Aegidius wahrscheinlich eine Infektion zu. Man brachte zunächst alle, auch deren Beichtvater, in ein Haus ausserhalb der Stadt, wo Fr. Christoph aus Melancholie und Einbildung in die gleiche Krankheit verfiel. Alle wurden alsdann in das öffentliche Spital zum hl. Laurentius ausserhalb der Stadt gebracht, wo zuerst Fr. Aegidius den 17. Januar und bald darauf auch Fr. Christoph den 3. Februar starb. Die übrigen siedelten dann in ein eigenes gemietetes Haus über, doch konnten sie noch im Februar wieder zu ihren Studien zurückkehren90.