P. Maurus Hess von Einsiedeln


Lebensdaten
Profess 1629, Gestorben 1669
Alternative Schreibweisen
Hess

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
6. Professen unter Abt Plazidus Reimann 1629-70., Nr. 3
Professbuchnr.
110

Professdatum
1629

Professbuchtext
P. Maurus Hess von Einsiedeln. Profess 16. September 1629. Priester 7. März 1637.
P. Maurus begegnet uns zuerst als Musikant. Er war 1643 Organist. Mit andern Musikanten musste er 1645 nach Luzern zur Bundeserneuerung mit dem Wallis. Für diesen Anlass hatte er eine Messe, mehrere Motetten und ein Te Deum komponiert. Auch ein auf diesen Anlass verfasstes Schauspiel wird ihm zugeschrieben. Luzern gab jedem eine Doublone Trinkgeld. Den 3. Juli 1649 wird er für P. Anselm Kapellmeister. Den 13. Juni 1659 wird er Bibliothekar. Mit P. Sylvester Gios von Rheinau muss er 1660 nach Konstanz, um dort den Druck des neuen Breviers zu überwachen. Sie wohnten im Fürstenbergischen Hause. Damals liessen die Schwyzer bei Hautt in Konstanz ein Buch gegen die Kapuziner, besonders gegen P. Bongratia, drucken (im sogen. Zwyerhandel). Dies wurde bekannt, und nun hiess es, die beiden Benediktiner, vorab P. Maurus, hätten mit der Sache zu tun. Sie wurden deshalb beim Bischof verdächtigt. P. Maurus zog es vor, sich zunächst nach Münsterlingen zu begeben, von wo aus er sich beim Bischofe rechtfertigte, der ihm alsdann Sicherheit in Konstanz verhiess. Den 19. November 1660 kam er nach St. Gerold. Am 27. März 1664 wurde er für P. Ulrich in Einsiedeln Küchenmeister; nach andern wäre er bereits seit 1662 Statthalter in Einsiedeln gewesen. Als solcher starb er den 3. März 1669. Sein Erbe wurde durch eine Übereinkunft vom 6. März 1647 und 28. September 1651 seiner Schwester Maria Anna Hess auf Lebzeiten zur Nutzniessung überlassen83.
Schriften
Schriften:
«Schauspiel» ohne Titel. Für die Bundeserneuerung mit dem Wallis 1645 in Luzern. 12 °. 24 S. Archiv ohne Sign.
Quellen Professbuch
- Schellert, Peter. Mehrstimmige Vertonung des Ordinarium Missae durch Schweizer Komponisten. (Singen und Musizieren im Gottesdienst 121, 1996).