P. Leonhard Brunner von Hagnau bei Überlingen
Lebensdaten
Geboren 1599, Profess 1617, Gestorben 1651
Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
5. Professen unter Abt Augustin Hofmann 1600-29., Nr. 22
Professbuchnr.
93
Professdatum
1617
Professbuchtext
P. Leonhard Brunner von Hagnau bei Überlingen. Er war geboren 1599 zu Grünwangen, Pfarrei Roggenbeuren (Baden). Die Mutter hiess Anna Briller. Profess 13. August 1617. Schon am 13. Oktober 1616 hatte ihm der Nuntius für die Weihen wegen einem Fehler am linken Auge Dispens erteilt. Von 1618 bis 1620 studierte er in Salzbrug; bei der kurzen Dauer der dortigen Studien scheint es wenig wahrscheinlich, dass er Magister der Theologie wurde. Priester 21. Mai 1622. Als Erbe wurden ihm 1624 700 fl. zugesprochen.
P. Leonhard wurde zunächst in der Seelsorge beschäftigt, wo er sich vor allem als Prediger hervortat. Anlässlich der Huldigung in Reichenburg, 3. April 1630, wird er als Cellerar bezeichnet. Ebenso war ihm die Obsorge über das Vestiarium anvertraut. Die Frauenklöster in Seedorf und Heiligkreuz in Attinghausen hatte er im Auftrage des Abtes als Visitator zu überwachen. Einige Zeit war er auch Brüderinstruktor und Novizenmeister. Er war offenbar auch Organist, denn 1642 musste er mit P. Maurus auf Ersuchen des Rates nach Luzern, um dort die neue Orgel zu prüfen; die beiden erhielten sechs Doublonen für ihre Bemühung. Er predigte anlässlich der Engelweihfeiern von 1636 und 1642. P. Leonhard starb den 4. Juli 1649 als Beichtiger in Münsterlingen an einem akuten Fieber.
Von P. Leonhard hat sich noch ein Ölporträt im Stiftsarchiv erhalten, das die Unterschrift trägt: «P. Leonardus Brunner, Conventualis in principali Monasterio vulgo Einsidlen, vir vitae innocentia, zelo animarum et concionatoris officio inter suos clarus, obiit cum sanctitatis fama anno 1652» (welches Jahr nicht richtig ist). «Virumque per omnia religiosum, commendabilemque ubique ita praebuit, ut Sanctimoniae opinionem atque adeo famam apud justos existimatores, qui virtutis claritate ostensum noscitarunt, de se concitaverit»71. P. Leonhard hatte einen Bruder, Johannes, der Kapuziner und Gefährte des hl. Fidelis von Sigmaringen war; er war auch am Todestage des Heiligen bei diesem (24. April 1622) und wurde verwundet und gefangen. Er starb in Stans den 5. Juli 1651.
P. Leonhard wurde zunächst in der Seelsorge beschäftigt, wo er sich vor allem als Prediger hervortat. Anlässlich der Huldigung in Reichenburg, 3. April 1630, wird er als Cellerar bezeichnet. Ebenso war ihm die Obsorge über das Vestiarium anvertraut. Die Frauenklöster in Seedorf und Heiligkreuz in Attinghausen hatte er im Auftrage des Abtes als Visitator zu überwachen. Einige Zeit war er auch Brüderinstruktor und Novizenmeister. Er war offenbar auch Organist, denn 1642 musste er mit P. Maurus auf Ersuchen des Rates nach Luzern, um dort die neue Orgel zu prüfen; die beiden erhielten sechs Doublonen für ihre Bemühung. Er predigte anlässlich der Engelweihfeiern von 1636 und 1642. P. Leonhard starb den 4. Juli 1649 als Beichtiger in Münsterlingen an einem akuten Fieber.
Von P. Leonhard hat sich noch ein Ölporträt im Stiftsarchiv erhalten, das die Unterschrift trägt: «P. Leonardus Brunner, Conventualis in principali Monasterio vulgo Einsidlen, vir vitae innocentia, zelo animarum et concionatoris officio inter suos clarus, obiit cum sanctitatis fama anno 1652» (welches Jahr nicht richtig ist). «Virumque per omnia religiosum, commendabilemque ubique ita praebuit, ut Sanctimoniae opinionem atque adeo famam apud justos existimatores, qui virtutis claritate ostensum noscitarunt, de se concitaverit»71. P. Leonhard hatte einen Bruder, Johannes, der Kapuziner und Gefährte des hl. Fidelis von Sigmaringen war; er war auch am Todestage des Heiligen bei diesem (24. April 1622) und wurde verwundet und gefangen. Er starb in Stans den 5. Juli 1651.
Schriften
Schriften:
Sermones. Mscr. 714.
Sermones. Mscr. 714.