P. Martin Kachler von Altdorf


Lebensdaten
Geboren 1600, Profess 1616, Gestorben 1662

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
5. Professen unter Abt Augustin Hofmann 1600-29., Nr. 19
Professbuchnr.
90

Professdatum
1616

Professbuchtext
P. Martin Kachler von Altdorf. Geboren 1600. Profess 19. Juni 1616. Priester 21. September 1624. Er besuchte, bereits Priester, zugleich mit P. Johann Baptist Michael die Universität Freiburg i. Br., wo er den 8. Mai immatrikuliert wurde. Daheim wirkte er in der Folge als Lehrer der Philosophie und Theologie. Zugleich war er wahrscheinlich Pfarrer von Einsiedeln. Bereits 1630, den 15. April, anlässlich der Huldigung derer von Weiningen vor Abt Plazidus, erscheint er als Subprior. Zugleich war er Novizenmeister. In einem Rechtshandel wird er 1636, den 13. September, nach Schwyz geschickt. Den 13. November 1643 erfolgte seine Ernennung zum Propst von St. Gerold. Als solcher wirtschaftete er sehr gut. Das Kapitel überliess es den 8. Juni 1654 seinem Gutfinden, das alte Einsiedlerhaus in Feldkirch zu verkaufen und ein neues zu erwerben, «eaque ratione, quia ex administratione, qua aliquot jam annos Praeposituram S. Geroldi curaverit, eamque constructis aedificiis egregie ornaverit, ad oculum pateat, eum rem monasterii nostri hactenus optime ac cum laude gessisse». Den Weinberg bei Feldkirch sollte er nicht verkaufen dürfen, doch wurde ihm auch dies den 12. Januar 1659 erlaubt, nur die Trotte sollte er behalten. Er ordnete auch die Verhältnisse der 1648 neu erworbenen Reichsherrschaft St. Gerold. Pater Martin starb als Propst den 22. Juli 1662 in St. Gerold69.
Schriften
Schriften:
1. Acta tum Capitularia turn alia contra P. Martinum Kachler, Praepositum apud S. Gerolduni cum ejusdem scriptis apologeticis. Anno 1659. Archiv, ohne Sign.
2. Protocollus seu Diarium Adm. R. P. Martini Kachler, Subprioris, Einsidl. Ab anno 1634-40. Archiv F. ZD 1.
3. Quomodo Confessarii gerere debuerint erga poenitentes Suitenses tempore litis exortae inter principale Monasterium Einsidlense et D. D. Suitenses. Fol. 18 S. Archiv A.VA1.