P. Johannes Heider von Wil


Lebensdaten
Profess 1561, Gestorben 1600

Personen-ID
Professbuch Band
B
Professbuch Kapitel
2. Professen unter Abt Joachim Eichhorn 1544-69., Nr. 18
Professbuchnr.
27

Professdatum
1561

Professbuchtext
P. Johannes Heider von Wil. Profess 1561. Priester 17. März 1565. Anlässlich der Wahl des Abtes Adam wird er als Magister artium et philosophiae bezeichnet. Er weilte damals noch in den Studien zu Freiburg i. Br. und kam darum zur Wahl nicht nach Hause, stimmte ihr aber nachträglich bei. Seit dem 11. November 1570 ist er Pfarrer von Freienbach. Von da aus versah er im Auftrage des Abtes auf Ansuchen der Schwyzer provisorisch die Pfarrei Schwyz vom 10. März 1572 bis zum 24. Juni 157325. Von Schwyz weg kam er als Statthalter nach Pfäffikon. Als solcher begleitet er am 19. November 1574 Abt Adam auf seiner Reise nach Rom, von wo er den 3. März 1575 wieder heimkehrte. Den 1. Juli 1576 ist er bei der Primiz des P. Joachim Müller in Dillingen. Beim Meinradsspiel von 1576 war er Darsteller des hl. Meinrad. Auf Betreiben des Nuntius Bonhomini bestellten ihn die katholischen Orte im August 1580 zum Administrator der Abtei Pfäfers, wo sie ihn am 13. September zum Verwalter in geistlichen und weltlichen Dingen einsetzten. Dieses Kloster war infolge äusserer und innerer Umstände stark heruntergekommen. Heider nahm mit viel Geschick eine Restauration in Angriff. Als Abt Bartholomäus Spiess am 1. November 1584 starb, blieb Heider zunächst Administrator, da sich wegen der Besetzung der Abtei grosse Schwierigkeiten ergaben. Erst im Sommer 1587 einigte man sich auf den bisherigen Administrator als Abt. Als solcher tat er sein bestes zur Hebung der Disziplin im Kloster, wie zur materiellen Förderung desselben. Er starb den 5. März 1600. P. Gregor Hüsser schreibt von ihm: «Neque erat quam ob rem ejus electionis illos unquam merito poeniteret. Ita enim sapienter, suis ius dixit, summaque potestate uliliter usus, ut redemptione bonorum, aeris alieni exstinctione, aedium cum veterum reparatione turn novarum aedificatione Ecclesiarumque exornatione, supellectili cum sacratum domestica magnam partem aucta, jurium redintegratione, rem Coenobii, quae Decessorum quorundam segnitie ac neglectu vehementer inclinata ruinae jam proxima videbatur, ferme universam restituit. Non nostra magis quam illustris Viri Dni Joannis Guleri de Winegg in sua Rhaetia scriptoris eruditi et coaevi praedicatione commendatus»26.