Rudolf von Pont
Lebensdaten
Personen-ID
Professbuch Band
A
Professbuch Kapitel
V. Die Mönche des 14. Jahrhunderts., Nr. 14
Professbuchnr.
108
Professbuchtext
Rudolf von Pont stammt aus dem im Freiburgischen ansässigen Herrengeschlecht. Nach Ringholz wäre er noch unter Johannes I. in Einsiedeln eingetreten. Das erste Mal wird er 1348, den 6. Dezember, als Zeuge erwähnt306. Um diese Zeit hatte er die hl. Kreuzaltarpfründe inne, denn am 23. Juni 1349 schlichten der Leutpriester von Aegeri, Heinrich von Grabs, und Heinrich von Inkenberg einen Streit, der sich wegen einem zu dieser Pfründe gehörenden Gute erhoben hatte307.
Seit 1355 erscheint Rudolf als Propst von St. Gerold. Er erwarb dort in diesem und dem folgenden Jahre Güter in Valentschinen308. Den 15. Januar 1361 präsentierte er dem Bischof von Chur einen neuen Pfarrer für Schnifis309. Daneben hatte er aber gleichzeitig auch die Propstei Fahr inne, denn hier urkundet er den 4. Februar 1357 eine Kaufurkunde von zwei Klosterfrauen310; ebenso beurkundete er am 13. Januar und 17. Dezember 1359 wiederum solche von den Klosterfrauen eingegangene Geschäfte311. Den Frauen verkaufte er den 23. April 1361 mit Bewilligung des Abtes Nikolaus vier Mütt Kernenzins von dem Meierhof in Weiningen um 40 Pfund Pfennige312. Unter ihm stiftete Bischof Heinrich III. von Konstanz in Fahr für sich und seine Vorgänger am 21. Februar 1359 eine Jahrzeit, die jeweilen am Montag vor St. Martin zu halten war und noch heute, allerdings mit andern verbunden, jeweilen am 4. Mai gehalten wird313. Dieser Bischof verlieh auch den Frauen das Recht, ein eigenes Siegel zu führen, das Einsiedeln freilich in der Folge wieder in Wegfall brachte314. Rudolf war der erste Propst in Fahr, der auf dem Propsteisiegel sein Familienwappen anbrachte315. Unter ihm wurde wahrscheinlich auch die St. Annakapelle resp. deren Chor ausgeschmückt316. Da er zugleich Propst von St. Gerold war, so verwaltete Peter von Wolhusen, der spätere Abt, als Pfleger die Propstei Fahr. Nur 1368 erscheint er daselbst nochmals in einer Urkunde317, aus der zu ersehen ist, dass die Mühle zu Steinmur und ein Gut zu Sünnikon, die versetzt gewesen waren, durch ihn wieder an das Gotteshaus gebracht wurden. In St. Gerold wird er nochmals den 1. März 1371 genannt318. Er muss 1372 oder 1373 gestorben sein, denn in St. Gerold erscheint sein Nachfolger, Peter von Wolhusen, erstmals den 12. Juli 1373319; den 3. Mai 1375 wird er ausdrücklich als verstorben erwähnt320. Nach dem Fahrer Nekrologium starb er den 12. März eines nicht näher bezeichneten Jahres321.
Seit 1355 erscheint Rudolf als Propst von St. Gerold. Er erwarb dort in diesem und dem folgenden Jahre Güter in Valentschinen308. Den 15. Januar 1361 präsentierte er dem Bischof von Chur einen neuen Pfarrer für Schnifis309. Daneben hatte er aber gleichzeitig auch die Propstei Fahr inne, denn hier urkundet er den 4. Februar 1357 eine Kaufurkunde von zwei Klosterfrauen310; ebenso beurkundete er am 13. Januar und 17. Dezember 1359 wiederum solche von den Klosterfrauen eingegangene Geschäfte311. Den Frauen verkaufte er den 23. April 1361 mit Bewilligung des Abtes Nikolaus vier Mütt Kernenzins von dem Meierhof in Weiningen um 40 Pfund Pfennige312. Unter ihm stiftete Bischof Heinrich III. von Konstanz in Fahr für sich und seine Vorgänger am 21. Februar 1359 eine Jahrzeit, die jeweilen am Montag vor St. Martin zu halten war und noch heute, allerdings mit andern verbunden, jeweilen am 4. Mai gehalten wird313. Dieser Bischof verlieh auch den Frauen das Recht, ein eigenes Siegel zu führen, das Einsiedeln freilich in der Folge wieder in Wegfall brachte314. Rudolf war der erste Propst in Fahr, der auf dem Propsteisiegel sein Familienwappen anbrachte315. Unter ihm wurde wahrscheinlich auch die St. Annakapelle resp. deren Chor ausgeschmückt316. Da er zugleich Propst von St. Gerold war, so verwaltete Peter von Wolhusen, der spätere Abt, als Pfleger die Propstei Fahr. Nur 1368 erscheint er daselbst nochmals in einer Urkunde317, aus der zu ersehen ist, dass die Mühle zu Steinmur und ein Gut zu Sünnikon, die versetzt gewesen waren, durch ihn wieder an das Gotteshaus gebracht wurden. In St. Gerold wird er nochmals den 1. März 1371 genannt318. Er muss 1372 oder 1373 gestorben sein, denn in St. Gerold erscheint sein Nachfolger, Peter von Wolhusen, erstmals den 12. Juli 1373319; den 3. Mai 1375 wird er ausdrücklich als verstorben erwähnt320. Nach dem Fahrer Nekrologium starb er den 12. März eines nicht näher bezeichneten Jahres321.